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beyerdynamic Free Byrd Test: Starkes True-Wireless-Debüt

Hersteller beyerdynamic dürfte jedem ein Begriff sein, der sich ernsthaft im Audio-Bereich bewegt. Kopfhörer wie die DT 770 sind längst Kult. Auch die günstigen Gaming-Headsets wie das MMX 100 (unser Test) und MMX 150 (unser Test) haben klanglich abgeliefert. Nun legt man ein Debüt im Bereich der True-Wireless-In-Ear-Kopfhörer hin, das sich gewaschen hat. Warum? Das erklärt dir unser beyerdynamic Free Byrd Test.

Technische Daten

Bluetooth-Version 5.2
Bluetooth-Codecs SBC, AAC, aptX, aptX Adaptive
Maximaler Betriebsbereich 14m (ohne Hindernis)
Akkulaufzeit Bis zu 10,5 Std., insgesamt 30 Std. mit Ladeetui; (variiert je nach Lautstärkepegel und Audioinhalt)
Ladezeit 1,5 Std. (für Kopfhörer via USB-C); 4 Std. (für Ladeetui + Kopfhörer via USB-C)
Größe Ladeetui (B x H x T) 56 mm x 43 mm x 30 mm
Gewicht  6,9 g pro Earbud; 73 g Ladeetui & Ohrhörer
Wichtigste Funktionen ANC; Transparenzmodus; Trageerkennung
Preis € 229,00 *

beyerdynamic Free Byrd Test: Der Lieferumfang

Im hart umkämpften Segment der True-Wireless-Kopfhörer fährt Hersteller beyerdynamic bei seinem Erstlingswerk schwere Geschütze auf. Das zeigt sich bereits beim Lieferumfang des Byrd, der recht üppig ausfällt.

Der beyerdynamic Free Byrd kommt in einem unscheinbaren braunen Pappkarton daher, bei dem das Unternehmen auf jegliches Plastik verzichtet. Sehr löblich. Im Inneren finden wir die Earbuds selbst im Ladeetui. Spannend wird es allerdings darunter. Okay, bei den Anleitungen, Garantiekarten und Sicherheitshinweise noch nicht. Auch das USB-A- auf USB-C-Ladekabel mit angewinkeltem USB-C-Port ist an und für sich wenig spannend.

Doch darunter folgt die Überraschung, denn dem Free Byrd liegt eine ganze Fülle an Eartips bei, um den bestmöglichen, ganz individuellen Sitz zu gewährleisten. Ganze fünf Paar Silikon-Ohreinsätze in den Größen XS bis XL, sowie drei Paar Ohrstücke aus Memory-Schaumstoff in den Größen S, M und L liegen dem In-Ear-Kopfhörer bei.

Vorinstalliert sind dabei keine Eartips, womit sichergestellt wird, dass du dich erst einmal mit der idealen Passform auseinandersetzt, anstatt die ansonsten meist aufgesetzten Modelle in der Größe M zu nutzen.

Design und Verarbeitung

  • Flache, runde Oberflächen
  • Drei Mikrofone pro Earbud
  • Kein Pairing-Knopf

Weiter geht es mit dem Design der beyerdynamic Free Byrd, das sich von allem unterscheidet, das ich bisher so im Bereich der True-Wireless-Kopfhörer gesehen habe. Angeboten werden die In-Ears in den Hersteller-typischen Farben Grau und Schwarz und erinnern hinsichtlich der Form ein wenig an die erst kürzlich vorgestellten Yamaha TW-E7B.

Konkret bekommen wird es hier also mit einer flachen Oberseite zu tun, die in unserem Fall in mattem schwarz gehalten ist. Unterbrochen wird diese durch einen breiten, gerillten Streifen, auf dem das Herstellerlogo samt einer langgezogenen Status-LED prangt.

Dieses geht über den Herstellernamen hinab in die Treibereinheit, während der Free Byrd-Schriftzug an der Unterseite noch einmal auf das genutzte Modell hinweist. Dort finden wir auch noch einmal die Beschriftung für die jeweilige Seite samt eines weißen (links) beziehungsweise roten (rechts) Punktes, sowie die magnetischen Kontakte zum Laden im Case. An den Außenseiten sitzen, pro Earbud, insgesamt drei Mikrofone für Telefonate.

Das Ladecase hingegen präsentiert sich in einer dazu passenden, matten Farbgebung und mit einem abgeflachten Boden, womit es auch bequem auf Oberflächen hingestellt werden kann. Den USB-C-Anschluss findest du auf der Rückseite, eine Status-LED mit Informationen zum Ladestand an der Front unterhalb des Deckels.

Innen finden die beiden Earbuds sicheren Halt und werden durch die magnetischen Kontakte in Position gehalten. Auf einen dedizierten Bluetooth-Pairing-Knopf verzichtet der Hersteller allerdings.

Verarbeitung der beyerdynamic Free Byrd

  • Robuste, hochwertige Verarbeitung
  • IPX4-Zertifizierung

Die Verarbeitungsqualität der beyerdynamic Free Byrd liegt, wie nicht anders zu erwarten, auf sehr hohem Niveau. Das robuste und mit knapp 60 Gramm vergleichsweise schwere Ladecase fühlt sich hochwertig an und überzeugt mit einem leichtgängigen und trotzdem stabilen Scharnier zum Öffnen. Mit einer Größe von 43 x 68 x 30 mm (Breite x Höhe x Tiefe) ist es allerdings nur bedingt hosentaschentauglich.

beyerdynamic Free Byrd Verarbeitung
Die Verarbeitungsqualität ist ohne Fehl und Tadel.

Genauso robust fühlen sich auch die Earbuds selbst an, wozu auch deren vergleichsweise eher höher gelagertes Gewicht von knapp 7 Gramm pro In-Ear-Kopfhörer beiträgt. Löblich: Dank IPX4-Zertifizierung sind die Kopfhörer auch gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt.

Tragekomfort der Free Byrd

  • 8 Paar Ohreinsätze im Lieferumfang
  • Gewöhnungsbedürftiger Sitz aufgrund der Bauweise

Nicht zuletzt dank der Vielzahl beiliegender Ohrstöpsel versprechen die beyerdynamic Free Byrd einen hervorragenden Tragekomfort und bestmöglichen Sitz. Dementsprechend geht die Ersteinrichtung zunächst einmal mit dem Finden der richtigen Einsätze einher.

Hast du diese gefunden, gilt es, die TWS-Earbuds im Ohr zu platzieren und diese leicht in die Ohrmuschel einzudrehen. Dann bieten die Kopfhörer auch einen wirklich hohen Tragekomfort, der allerdings nicht ganz an die besten Modelle der Konkurrenz, beispielsweise die Sony Linkbuds S (unser Test) heranreicht.

Das ist vor allem der ungewöhnlichen Bauart geschuldet, durch die das beyerdynamic-Modell immer etwas aus dem Ohr hinausragt. Gleichzeitig benötigt es eben den einen oder anderen Handgriff und eine minimale Änderung der Position mehr, als es zum Beispiel beim Sony-Modell der Fall ist.

Hat man die persönliche Wohlfühlposition aber erst einmal gefunden, überzeugt der Tragekomfort. Sich bequem darauflegen, was im Falle der Linkbuds S geht, empfiehlt sich jedoch nicht. Dafür überzeugt bereits die passive Abdichtung, ganz besonders in Verbindung mit dem Memory-Schaumstoff-Ohreinsätzen.

Ich persönlich habe aber stets das Gefühl, als würden die Earbuds gleich aus den Ohren fallen. Sie sitzen einfach nie so straff und bequem, wie manch ein Konkurrent. Dem ist zwar in der Praxis absolut nicht so, dennoch erwische ich mich – gerade bei schnellen Bewegungen – immer wieder beim Nachjustieren.

Ausstattung und Akkulaufzeit

  • Bluetooth 5.2 mit erstaunlich hoher Reichweite
  • Schnelles Bluetooth-Pairing unter Android
  • Kein Multipoint

Auch in Sachen Ausstattung geht beyerdynamic aufs Ganze. Kabellos funken die Earbuds im aktuellen Bluetooth 5.2-Standard und erreichen dabei eine beeindruckende Reichweite von über 13 Metern mit massiven Wänden dazwischen – mehr als die meisten TWS-In-Ear-Kopfhörer.

Im Android- bzw. Google-Kosmos fühlen sich die „freien Vögel“ besonders wohl und lassen sich dank Fast Pair per Pop-Up direkt mit dem Smartphone verbinden. Einfach auf das Bild der Kopfhörer tippen und schon sind die In-Ears einsatzbereit. Erinnert stark an die Apple-AirPods-Modelle unter iOS.

beyerdynamic Free Byrd Fast Pair
Verbinden mit Pop-Up: Das kennen wir sonst nur von Apple.

Zudem unterstützen die beyerdynamic Free Byrd auch Einzelnutzung im Mono-Betrieb und Trageerkennung. Nimmst du einen der Earbuds aus dem Ohr, pausiert die Wiedergabe mit ein wenig Verzögerung und setzt einseitig fort, wenn du einen der Ohrhörer im Ladecase platzierst.

Beim Herausnehmen oder Wiedereinsetzen wird die Wiedergabe automatisch fortgesetzt. Beides funktioniert in der Praxis tadellos, geht aber mit einer im Vergleich zur Konkurrenz etwas höheren Verzögerung einher. Multipoint, also die Verbindung mit zwei Audioquellen gleichzeitig, gibt es hingegen leider nicht.

Dafür unterstützen die Free Byrd neben den Standard-Bluetooth-Codecs SBC und AAC aber auch die hochauflösenden Varianten Qualcomm aptX und aptX Adaptive.

beyerdynamic Free Byrd Codecs
Kein LDAC, aber immerhin HD-Sound dank aptX und aptX Adaptive.

Beeindruckende Akkulaufzeit

  • Sehr gute Akkulaufzeit (10,5 Std. für die Earbuds)
  • Kabelloses Laden des Case möglich

Die etwas größeren Abmessungen und das höhere Gewicht erlauben es dem Hersteller, einen mit 83 mAh Kapazität größeren Akku in den Kopfhörern selbst zu verbauen. Und das wiederum resultiert in einer beeindruckenden Laufzeit.

Mit aktivierter Geräuschunterdrückung kam ich im Praxistest bei einer Lautstärke von 80 Prozent auf hervorragende 10 Stunden und 32 Minuten. Recht nah an der Herstellerangabe von 11 Stunden also. 4,5 Stunden mehr als die Sony Linkbuds S, aber ebenfalls 4,5 Stunden weniger als das Ausdauer-Talent Creative Outlier Pro (unser Test).

In Verbindung mit dem 500 mAh starken Akku im Ladeetui sind insgesamt 30 Stunden drin. Löblich zudem: Dank Fast Charge reichen 10 Minuten Laden im Case für 70 Minuten Wiedergabe. Geladen wird das Etui wahlweise via USB-Type-C oder kabellos im Qi-Ladestandard. Via Kabel dauert ein Ladevorgang von 0 auf 100 Prozent rund drei Stunden und 45 Minuten.

Bedienung der beyerdynamic Free Byrd

  • Weitestgehend präzise Touch-Bedienung
  • Vergleichsweise hohe Verzögerung bei Eingaben

Bedient werden die beyerdynamic Free Byrd über die berührungsempfindlichen Außenseiten. Das geht in der Praxis auch weitestgehend relativ präzise vonstatten. Einmaliges Tippen startet oder pausiert die Wiedergabe, doppeltes Tippen wechselt zwischen ANC und Transparenzmodus.

Dreimaliges Antippen springt zum vorherigen oder nächsten Titel, Gedrückt halten ruft den Sprachassistenten auf. Lediglich die Anpassung der Lautstärke klappt in der Praxis nicht immer ganz zuverlässig.

Hier musst du einen der beiden Earbuds doppelt antippen und die Touch-Oberfläche dann gedrückt halten. Was die Free Byrd nicht immer präzise erkennen. Ansonsten gefällt das Bedienkonzept jedoch und setzt meine Eingaben relativ genau um. Zumal diese immer durch ein selbst bei lauter Wiedergabe gut wahrnehmbares Geräusch bestätigt werden.

beyerdynamic Free Byrd Bedienung

Schade ist allerdings, dass du keine Möglichkeit hast, die Bedienung zu individualisieren. Innerhalb der Begleit-App kannst du dir lediglich noch einmal alle Kommandos zu Gemüte führen. Anpassen darfst du diese jedoch leider nicht.

Audioqualität, ANC und Mikrofone

  • Hervorragender, satter Klang bereits in Standard-Einstellungen
  • aptX- und aptX-Adaptive-Codecs bis 24 Bit/ 48 kHz

Das Wichtigste zuerst: Die beyerdynamic Free Byrd klingen schlicht herausragend gut und das bereits Out-of-the-box. Mit deaktiviertem ANC steht der präzise und klare Bass etwas im Hintergrund, der jedoch deutlich an Substanz gewinnt, wenn du die Geräuschunterdrückung hinzuschaltest.

Rein technisch reichen die True-Wireless-In-Ear-Kopfhörer bis zu einer Frequenz von 10 Hz hinunter und bieten damit auch für Fans von Bass-lastiger, beispielsweise elektronischer, Musik ordentlich Wumms.

beyerdynamic Free Byrd Klang

Gleichzeitig reicht das Frequenzband bis zu 22.000 Hz doch und bildet damit auch Höhen klar und vergleichsweise offen ab. Das Ergebnis ist ein durch die Bank überraschend klares, dynamisches und detailreiches Klangbild, das die im ähnlichen Preisbereich beheimatete Konkurrenz in ihre Schranken weist.

Im direkten Vergleich zwischen den Free Byrd, den Linkbuds S und den AirPods Pro gefällt mir das beyerdynamic-Modell klanglich am besten und bietet die klarsten Mitten und Höhen, ohne dabei den Bass zu stark in den Hintergrund zu stellen. Und die beide Konkurrenten klingen wahrlich alles andere als schlecht, ganz im Gegenteil.

Gleichzeitig wird das beyerdynamic-Modell auch lauter als die beiden anderen In-Ears und bilden selbst bei maximaler Lautstärke Höhen und Mitten schön klar und ohne Spitzen oder Schärfe ab. Überragend.

Mimi Klangpersonalisierung und Equalizer

Zudem kannst du den Klang in der App in verschiedenen Punkten anpassen. So stehen dir verschiedene Equalizer-Presets (von denen mir tatsächlich mal der Original-Sound am besten gefällt) zur Wahl. Leider kannst du den EQ selbst nicht anpassen.

Hinzu gesellt sich ein innovativer Klangtest auf Basis des MOSAYC-Tests von Mimi Sound, den man bereits aus anderen Modellen von beyerdynamic kennt. In Kombination mit einem Konto, dessen Anlegung freiwillig ist, kannst du so ein und dasselbe personalisierte Klangbild beispielsweise vom Amiron Wireless-Kopfhörer übernehmen.

Hierzu gilt es, im Verlauf mehrerer Frequenzen, einen Piepton aus dem Zirpen von Grillen herauszuhören und auf dem Smartphone zu bestätigen, wann und wie lange du das Piepen hörst. Das Ergebnis ist ein, ganz speziell auf deine Ohren, abgestimmter Klang.

Den musst du aber nicht als gegeben hinnehmen, sondern darfst die Intensität der Individualisierung anhand eines Schiebereglers frei bestimmen. Und das auf Wunsch noch dazu in einer weicheren oder intensiveren Abmischung.

Mir persönlich war das empfohlene Ergebnis zu vollen 100 Prozent beim Musikeinsatz dann aber etwas zu scharf in den Höhen. Die weichere Einstellung mit einer Intensität von rund 50 Prozent hingegen erwies sich als optimal. Ich finde es aber erstaunlich, wie tief du hier ins Detail gehen kannst.

ANC und Transparenzmodus

  • Gutes ANC, sehr guter Transparenzmodus
  • Stimmen werden jedoch nur minimal gedämpft (ANC)

Die adaptive aktive Geräuschunterdrückung der beyerdynamic Free Byrd leistet einen guten Job. Vor allem tiefe und in Teilen auch mittlere Frequenzen im Umgebungslärm werden gut unterdrückt, während vor allem die Höhen, aber auch Stimmen noch gedämpft hindurchgelassen werden.

Ganz so effektiv wie die Sony Linkbuds S arbeitet das beyerdynamic ANC allerdings leider nicht, in der Praxis ist das Gebotene aber mehr als ausreichend. In einer lauten Büro-Umgebung oder dem Home-Office, wenn mein Sohn nebenbei seine Lieblingsserie auf dem Fernseher schaut, blenden Sony aber auch Apple deutlich mehr Hintergrundgeräusche aus.

beyerdynamic Free Byrd

Nicht das Beste ANC also, aber definitiv ein gutes. Der Transparenzmodus hingegen, der Umgebungsgeräusche, vor allem aber Stimmen spürbar verstärkt, gefällt mir wirklich gut. Hier liegt man nur minimal hinter dem Platzhirsch, namentlich den Apple AirPods Pro, und punktet mit einer klaren Verständlichkeit und einem natürlichen Klang.

Mikrofonqualität

Mit insgesamt sechs verbauten Mikrofonen samt Qualcomm cVc-Geräuschunterdrückung wollen die beyerdynamic Free Byrd auch bei Telefonaten oder Videokonferenzen überzeugen.

Und tatsächlich gefällt mir das Gebotene qualitativ sehr gut. Bei Telefonaten oder Videokonferenzen via PC war ich von meinem Gegenüber stets klar und mit hohem Dynamikumfang zu verstehen.

App-Anbindung: beyerdynamic MIY

  • Klar strukturiert und übersichtlich
  • Nur wenige echte Einstellungsmöglichkeiten

Als Begleit-App für die beyerdynamic Free Byrd kommt die MIY-App des Herstellers zum Einsatz, die kostenlos für iOS und Android angeboten wird. Sie ist schön klar und übersichtlich aufgebaut, bietet allerdings nicht allzu viel Umfang.

Neben dem bereits angesprochenen Klangtest besteht hier die einzige Möglichkeit, ANC oder Transparenzmodus komplett auszuschalten. Zudem informiert die Startseite über den Akkustand, während du auf Wunsch den jeweiligen Sprachassistenten des Betriebssystems, als Apples Siri oder Google Assistant durch Amazons Alexa austauschen kannst.

Zudem kannst du hier den Low-Latency-Modus aktivieren, der natürlich vor allem im Mobile-Gaming interessant sein dürfe. Doch auch der normale Modus ist hinsichtlich der Latenz bei Musik und Videos mehr als ausreichend.

Ansonsten gibt es hier nicht viel zu sehen. Du kannst dir noch einmal die Bedienung anschauen, aber diese nicht anpassen. Du kannst verschiedene Equalizer auswählen, aber nicht anpassen. Und im Großen und Ganzen war es das auch schon.

beyerdynamic Free Byrd Test: Fazit

Mit dem beyerdynamic Free Byrd legt der Hersteller ein erstaunlich starkes Debüt im Segment der True-Wireless-Kopfhörer hin. Die Verarbeitung ist hervorragend, doch vor allem klanglich und hinsichtlich der Akkulaufzeit distanziert man hier die gesammelte Konkurrenz im selben Preissegment deutlich.

Gerade in Verbindung mit dem individualisierten Klangbild und den hochauflösenden aptX-Codecs hat mich der Klang durch die Bank auf allen Frequenzen schlicht weggeblasen. Auch die Bedienung klappt, mit Ausnahme der Lautstärkeanpassung, stets tadellos und präzise.

ANC und Transparenzmodus sind zweifelsohne ebenfalls gut, können aber nicht mit Apple und Sony mithalten. Punktabzug gibt es zudem, vor allem bauartbedingt, beim Tragekomfort. Der ist zwar ebenfalls gut, ganz so bequem und fest, wie die genannten Modelle sitzen die Free Byrd hingegen nicht. Zudem vermisse ich in dieser Preisklasse einfach die Möglichkeiten, die Bedienung und auch den Equalizer frei anzupassen. Schade zudem, dass Multipoint fehlt.

Potenzial für Verbesserungen gibt es also definitiv noch. Und dennoch: Gerade klanglich überzeugen die beyerdynamic Free Byrd auf ganzer Linie, weshalb ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen kann. Mit ein wenig Feintuning könnte für einen potenziellen Nachfolger dann sogar der Spitzenplatz drin sein.

beyerdynamic Free Byrd Test: Gold Award

beyerdynamic Free Byrd

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Aufnahmequalität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Starkes TWS-Debüt von beyerdynamic: Die Free Byrd punkten mit einer hervorragenden Verarbeitung, einem exzellenten Klang und guten ANC. Der Tragekomfort ist jedoch ausbaufähig, die App dürfte gerne mehr Optionen bieten.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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