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Bose QuietComfort 45 Test: Bequemer Over-Ear-Kopfhörer mit starkem ANC

Mit dem 45 bläst Bose zur Wachablösung einer echten Legende, zählt doch der QuietComfort 35 II zu den besten und beliebtesten ANC-Kopfhörern schlechthin. Gelingt es der Neuauflage, das Urgestein (unser Test) zu schlagen? Und welche Neuerungen gibt es überhaupt? Diese und weitere Fragen klärt unser Bose QuietComfort 45 Test.

Technische Daten

Kopfhörertyp Over-Ear (geschlossen)
Bluetooth-Version  5.1
Bluetooth-Codecs SBC, AAC
Maximaler Betriebsbereich 9m (ohne Hindernis)
Akkulaufzeit Bis zu 24 Std.
Gewicht 240g (ohne Kabel)
Anschlüsse USB-Type-C; 3,5-mm-Klinke
Lieferumfang Bose QuietComfort 45, USB-C-Ladekabel, 3,5-mm-Klinkenkabel, Anleitungen, Transport-Case
Farbvarianten Schwarz; Weiß
Preis € 229,65 *

Bose QuietComfort 45 Test: Der Lieferumfang

Bei der Verpackung bleiben die Bose QuietComfort 45 der Designsprache des Herstellers treu. So erinnert die Umverpackung frappierend an die entsprechenden Earbuds, die wir uns im vergangenen Jahr im Rahmen eines Tests zur Brust genommen haben.

Auch weiterhin setzt Bose auf Understatement, denn der matt-schwarze Karton samt Pappschuber mit allen wichtigen Informationen verzichtet auf unnötigen Schnickschnack. Nach dem Öffnen offenbart sich uns dann direkt das großzügige Leder-Transportetui, das die Kopfhörer selbst beherbergt. Der Deckel des Etuis bietet eine kleine Tasche, in der wir die beiliegenden Kabel platzieren dürfen.

Bose QuietComfort 45 Test: Der Lieferumfang
Der Lieferumfang der QC 45 fällt überschaubar aus. Dennoch ist alles dabei, was man benötigt.

Konkret legt man den QC 45 ein rund 30 Zentimeter langes USB-A- auf USB-C-Ladekabel, sowie ein 110 langes 2,5-mm- auf 3,5-mm-Klinkenkabel bei. Nur für den Fall, dass man den Kopfhörer doch mal kabelgebunden nutzen möchte. Eine Schnellstart-Anleitung und die obligatorischen Sicherheitshinweise runden den Lieferumfang ab.

Design und Verarbeitung

Hinsichtlich des Designs der Bose QuietComfort 45 hat sich im direkten Vergleich zum Vorgängermodell kaum etwas verändert. Das ist vielleicht aber auch gut so, zählen die QC 35 II doch noch immer zu den bequemsten Over-Ear-Kopfhörern auf dem Markt.

So setzt auch das 45er Modell auf große, ovale Ohrmuscheln und eine konsequent matt-schwarze Farbgebung, die für einen edlen und schlichten Look sorgt. Rein optisch wirken die Bose deutlich weniger wuchtig als beispielsweise die ANC-Referenz Sony WH-1000XM4 (unser Test). Auch an der Anordnung der Bedienelemente oder den Kunstleder-Ohrpolstern, sowie dem dicken Kunstlederbezug an der Innenseite des Kopfbügels hat sich nicht viel getan.

Dabei zeigt sich der Bose QuietComfort 45 besonders flexibel und lässt sich sehr klein zusammenfalten. Beide Ohrmuscheln sind nicht nur nach innen drehbar, sondern lassen sich auch anklappen, um den Kopfhörer so – auch ohne Tragetasche – besonders platzsparend transportieren zu können.

Die Ohrmuscheln ziert dabei auf beiden Seiten das Herstellerlogo, außerdem sitzen dort insgesamt vier Außenmikrofone, die die Umgebungsgeräusche für die ANC-Funktion ermitteln. An der Unterseite der rechten Ohrmuscheln finden wir die erste Neuerung im Vergleich zum Vorgänger, denn hier sitzt der USB-C-Port zum Aufladen, setzte der QC35 doch seinerzeit noch auf einen Micro-USB-Eingang.

Auf der rechten Innenseite finden wir die drei bereits bekannten, aber haptisch verbesserten Bedienelemente, sowie die darunter sitzende Status-LED. An der Außenseite sitzt der Bluetooth-Knopf, der zum Ein- und Ausschalten des Kopfhörers oder zum Anstoßen des Pairing-Modus genutzt wird. Links hingegen sitzt an der Innenseite die Taste zum Wechsel zwischen ANC- und Transparenzmodus, während das Klinkenkabel auf Wunsch an der Unterseite Platz findet.

Bose QuietComfort 45 Design
Auf der linken Seite sitzt der ANC-Button, unten finden wir den Klinkenanschluss.

Verarbeitung der Bose QuietComfort 45

An der Verarbeitungsqualität der Bose QuietComfort 45 gibt es nichts zu beanstanden. Diese liegt, Hersteller-typisch, auf sehr hohem Niveau. Die gesamte Konstruktion fühlt sich robust und hochwertig an. Hier spielt auch die Neuauflage in der obersten Liga mit.

Bose QuietComfort 45 Verarbeitung
Die Verarbeitungsqualität lässt keine Wünsche offen.

Doch auch hier gibt es leichte Unterschiede zum Vorgänger. Der Kopfbügel aus glasfaserverstärktem Nylon fühlt sich nochmal deutlich robuster an, während die Polsterung des Kopfbandes an Umfang zugelegt (30 mm), was sich natürlich positiv auf den Tragekomfort auswirkt.

Bose QuietComfort 45 vs QuietComfort 35 II: Die wichtigsten Neuerungen

Doch was ist denn nun überhaupt alles neu beim 45er Modell? Hier eine Übersicht über die wichtigsten Neuerungen:

  • Bluetooth 5.1 (QC 35 II: Bluetooth 4.1)
  • USB-C-Anschluss (QC 35 II: Micro-USB)
  • Bis zu 24h Akkulaufzeit (QC 35 II: 20h)
  • Fast-Charge, 15 Minuten laden für 3 Stunden Nutzung, 2,5 Std. Ladezeit (QC 35 II: 2,5 Std. Ladezeit)
  • Robustere Verarbeitung
  • Verbesserte ANC-Funktion
  • Minimal höheres Gewicht von 240 Gramm (QC 35 II: 235 Gramm)
  • Vereinfachte ANC-Modi Quiet und Aware (QC 35 II: ANC Hoch, Niedrig und Aus)
  • Verbesserte Stimmaufnahme durch ein viertes Mikrofon

Neue Referenz in Sache Tragekomfort

Tatsächlich konnte, auch wegen der bereits erwähnten Neuerungen, der Tragekomfort der Bose QuietComfort 45 nochmals verbessert werden. Gleichzeitig ist das Gewicht auf 240 Gramm (ohne Kabel) gestiegen. Fünf Gramm mehr als im Falle der QC 35 II. Das sind jedoch nochmals 10 Gramm weniger als im Falle der hauseigenen Noise Cancelling Headphones 700 (unser Test) und 12 Gramm weniger im Vergleich zu den Sony WH-1000XM4.

Innen stehen 7,5 cm x 5,5 cm (Höhe x Breite) zur Verfügung – jeweils rund ein Zentimeter mehr als im Falle des Sony-Modells, weshalb sich die QC 45 auch für große Ohren besser eignen und ganz allgemein, auch aufgrund der weicheren Ohrpolster, deutlich bequemer sitzen. Im Bose-internen Dreikampf zwischen dem neuen Modell, sowie dem direkten Vorgänger und den NC 700 weisen die QC 45 den höchsten Anpressdruck auf, allerdings ohne dass dieser unangenehm oder störend ausfiele. Das resultiert allerdings zusätzlich in einer hervorragenden passiven Abdichtung.

Natürlich lassen sich auch diesmal wieder die Ohrpolster schnell und einfach entfernen, um sie so im Falle einer Beschädigung auszutauschen. Oder, beim schwarzen Kopfhörer mit weißen Ohrpolsten (und umgekehrt), auf Wunsch für eine frische Optik zu sorgen.

Ausstattung und Akkulaufzeit

Die Bose QuietComfort 45 verbinden sich kabellos via Bluetooth 5.1 mit Audio-Quellen und kommen dabei auf eine Reichweite von rund neun Metern, ohne dass es dabei zu Soundaussetzern oder Verbindungsabbrüchen käme.

Gestartet wird das Pairing bei der Ersteinrichtung, indem wir den Kopfhörer mithilfe des Bluetooth-Schiebereglers einschalten. Halten wir den Regler in Position, wechselt der Kopfhörer in den Pairing-Modus und erlaubt eine zusätzliche Kopplung.

Tatsächlich sind die QC 45 Multipoint-fähig und können sich mit zwei Audio-Quellen gleichzeitig verbinden. Die Kopplung mit Smartphone und Notebook stellte die Over-Ears vor keine Herausforderung und ging schnell und einfach vonstatten. Dabei geben die Kopfhörer immer die Audio-Quelle wieder, die gerade Ton abspielt. Das ist natürlich besonders praktisch, wenn wir am PC oder Notebook Musik hören und auf dem Smartphone einen Anruf entgegennehmen.

Ansonsten sind die QuietComfort 45 aber eher simpel gestrickt. Gimmicks wie Luftdrucksensoren, den praktischen Quick Attention-Modus oder eine Auto-Pause-Funktion wie im Falle der Sony-Konkurrenz gibt es nicht. Eine automatische Abschaltung bei Nichtnutzung lässt sich allerdings in der Begleit-App einstellen oder komplett deaktivieren.

Dafür kommuniziert der Kopfhörer per Knopfdruck mit dem jeweiligen Sprachassistenten. Hinzu gesellt sich „SimpleSync“ für die schnelle und komfortable Kopplung mit etwaig vorhandenen Soundbars oder Lautsprechern von Bose, wobei sich die Lautstärke des Kopfhörers und der anderen Audio-Quelle getrennt voneinander feinjustieren lässt.

Hinsichtlich der Bluetooth-Codecs zeigt sich der Bose ebenfalls recht spartanisch und verzichtet gleichermaßen auf sämtliche Qualcomm aptX-Varianten als auch auf LDAC oder andere hochauflösende Codecs. Lediglich SBC und AAC werden geboten.

Akkulaufzeit der Bose QuietComfort 45

Nochmals verbessert wurde die Akkulaufzeit der Bose QuietComfort 45 im Vergleich zum Vorgänger. Mit ANC sind nun bis zu 24 Stunden drin, was einem Plus von knapp vier Stunden entspricht. Hier haben die WH-1000XM4 mit rund 30 Stunden deutlich die Nase vorn.

Neu ist zudem eine Schnelllade-Funktion, die den Kopfhörer in 15 Minuten für drei Stunden Musikwiedergabe druckbetankt. Allerdings gilt auch hier: Punkt für Sony, die in 10 Minuten am Strom wieder fünf Stunden lang durchhalten. Bose-intern aber eine deutliche Steigerung der Bestmarke. Insgesamt nimmt ein vollständiger Ladevorgang rund zweieinhalb Stunden Zeit in Anspruch.

Bose QuietComfort 45 Akkulaufzeit
24 Stunden Akkulaufzeit sind möglich. Vollgeladen sind die Kopfhörer in rund 2 Stunden.

Bedienung: Don’t touch me

Auf eine Touch-Bedienung, wie im Falle der Bose NC 700, verzichten die QuietComfort 45 konsequent. Das mögen die einen vielleicht für weniger modern halten, uns persönlich gefällt das Bedienkonzept aber ausgesprochen gut, da Fehleingaben nahezu ausgeschlossen werden.

Zudem ist die präzise Steuerung damit selbsterklärend. Plus- und Minus-Taste regeln die Lautstärke, die mittlere Taste aktiviert den Sprachassistenten, lässt uns die Wiedergabe pausieren oder fortsetzen, sowie via Doppel- oder Dreifach-Druck zum vorherigen bzw. nächsten Song wechseln. Ein klares und dennoch umfangreiches Bedienkonzept, das keine Wünsche offen lässt. Lediglich die in mehreren Sprachen einstellbare Damenstimme, die Hinweise über Akkustand oder aktive Bluetooth-Verbindungen liefert, sollte man schnellstmöglich deaktivieren – Fremdschämen pur.

Bose QuietComfort 45 Bedienung
Bei der Bedienung setzen die Bose QuietComfort 45 noch immer auf physische Tasten. Uns gefällt’s.

Audio-Qualität, ANC und Mikrofon

Kommen wir zum Wesentlichen: Wie gut klingen die Bose QuietComfort 45? Immerhin verspricht der Hersteller eine verbesserte Akustik der Treiber, die einmal mehr auf die TriPort-Klangarchitektur setzen. Sie soll das akustische Volumen der Hörmuscheln für einen tieferen, volleren Klang verbessern.

Den klassischen Hang zum überpräsenten Bass, den man mit Bose assoziiert, hat der Hersteller bereits mit den Bose Noise Cancelling Headphones 700 abgelegt und präsentierte sich seinerzeit mit einem recht neutralen, über alle Frequenzen hinweg überzeugenden Klangbild.

Dieses konnte im Falle der QuietComfort 45 nochmals verbessert werden und zeigt sich warm und dynamisch, in der Grundeinstellung für viele aber vielleicht ein wenig charakterschwach – gerade, wenn man von den klassischen Bass-Brummen wechselt. Hat man sich aber erst einmal an das Klangbild gewöhnt, überzeugen die QC 45 mit einer durch die Bank hervorragenden Aksutik.

Genre-übergreifend baut der Klang auf einem präzisen und detaillierten Bass-Fundament auf, das ausgesprochen gut gefällt, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen. Die Mitten präsentierten sich angenehm dynamisch und warm, was markante Stimme wie die eines Freddy Mercury oder Lemmy von Motörhead zu einem wahren Genuss und den Kopfhörer auch zu einer guten Wahl zum Anschauen von Filmen oder Anhören von Podcasts macht.

Mit der Achillesferse vieler Kopfhörer, den unteren Höhen im Klangbereich zwischen 2.000 Hz und 5.000 Hz, kommen die Bose QuietComfort 45 ebenfalls hervorragend zurecht und offenbaren eine detaillierte Darstellung der Klangfarben. Lediglich im Superhochtonbereich jenseits der 15.000 Hz-Marke offenbaren die ANC-Kopfhörer ein paar Schwächen, die etwas zu stark in den Vordergrund treten.

Allgemein wirkt das gesamte Klangbild eher gediegen und wenig aufgeregt, dafür aber eben auch nicht effekthascherisch. Es wirkt, als habe man bei Bose versucht, einen durch die Bank gleichermaßen überzeugenden Klang zu realisieren, dabei aber ein wenig den Charakter außer Acht gelassen. Hier kann man softwareseitig mit dem Equalizer in der Begleit-App aber noch für das gewünschte Feintuning sorgen.

Bose QuietComfort 45 Klang

Damit positioniert sich der QC 45 deutlich über sämtlichen Bose-Kopfhörer, klingt aber nicht ganz so gefällig wie der Sony WH-1000XM4 oder im Besonderen die Apple AirPods Max – doch die Unterschiede sind minimal.

Wie gut ist das ANC im QuietComfort 45?

Rein Klanglich reicht es für die Bose QuietComfort 45 also nicht zum Spitzenplatz, doch wie sieht es bei der ANC-Funktion und dem Transparenzmodus (genannt „Aware-Modus“) aus? Die kurze Antwort: Hervorragend!

Während sich die Stärke des ANC bei den NC 700 noch in elf Stufen feineinstellen ließ, gibt es diesmal lediglich ein ANC-Stufe, während sich die aktive Geräuschunterdrückung gar nicht erst deaktivieren lässt. Den typischen „normalen“ Sound-Modus, ohne ANC und Transparenz, gibt es schlicht und ergreifend nicht. Aber mal ehrlich: Den braucht doch auch niemand. Außer, um vielleicht etwas Akku zu sparen, oder?

Doch zurück zur Effektivität des ANC. Diese liegt auf Referenz-Niveau und präsentiert sich auf Augenhöhe mit dem Sony-Pendant. Dass Bose an diesem Modus noch einmal geschraubt haben und dabei vor allem Geräusche im mittleren Frequenzbereich besser unterdrücken will, können wir bereits nach wenigen Minuten bestätigen.

Über alle Frequenzen hinweg blenden die QuietComfort 45 so ziemlich alle Umgebungsgeräusche exzellent aus und schaffen so im eigenen Zuhause wie auch unterwegs eine nahezu flüsterleise Atmosphäre. Vom bellenden Hund, über die Türklingel und Gespräche in der unmittelbaren Umgebung, bis hin zu Verkehrslärm oder dem hochdrehenden Lüfter meines Notebooks bei der Bildbearbeitung: Alles wird weitestgehend ausgeblendet. In Kombination mit der hervorragenden passiven Abschirmung der Ohrpolster präsentieren sich die Kopfhörer auf Augenhöhe mit dem „ANC-König“ aus dem Hause Sony.

Der Transparenzmodus, der vor allem Verkehrsgeräusche oder Stimmen verstärkt hindurchlässt, rangiert ebenfalls auf Referenzniveau. Er gibt Stimmen klar, dynamisch und unverfälscht wieder. Ein leichtes Grundrauschen im ANC-Modus ist bei vollständiger Ruhe allerdings wahrnehmbar, was aber nicht stört.

Mikrofonqualität der Bose QuietComfort 45

Auch die Mikrofonqualität der Bose QuietComfort 45 rangiert auf sehr gutem Niveau und präsentiert sich im Vergleich zu den anderen Modellen des Herstellers detailverbessert. Die eigene Stimme wird recht klar und dynamisch übertragen. Allerdings dürfte die Stimmübertragung gerne noch eine Spur lauter ausfallen.

Bose QuietComfort 45 Mikrofonqualität
Vier Mikrofone versprechen eine Verbesserung der Stimmübertragung.

Windows 11 erkennt das Mikrofon als 1-Kanal-Gerät mit einer maximalen Auflösung von 16 Bit und 16.000 Hz. Dafür kann die Qualität für einen Bluetooth-Kopfhörer definitiv überzeugen, wenngleich bei der Sprachaufzeichnung stets ein leises Grundrauschen wahrzunehmen ist.

An ein kabelgebundenes Headset reicht die Qualität nicht heran. Geschweige denn an ein echtes Tisch-Mikrofon. Im Bereich der ANC-Kopfhörer liefern die Mikrofone aber einen besseren Klang als beispielsweise die Konkurrenz aus dem Hause Sony.

App-Anbindung: Bose Music App

Wie bei anderen aktuellen Bose-Kopfhörern, kommt auch bei den QuietComfort 45 als Begleit-App die „Bose Music App“ zum Einsatz, die kostenlos auf iOS und Android zum Download angeboten wird. Sie lässt uns nach der ersten Kopplung auf Wunsch unsere Kopfhörer umbenennen und liefert auf Wunsch praktische Tipps zur Bedienung oder Aktivierung des Sprachassistenten. Die Möglichkeit, einen Account beim Hersteller anzulegen, ist – im Vergleich zu vielen anderen Kopfhörern – rein optional und kein nerviger Zwang.

Im Hauptmenü begrüßt uns die App zunächst mit einem Firmware-Update, was ihr auch unbedingt installieren solltet, denn erst damit wird der 3-Band-Equalizer freigeschaltet, der uns Bässe, Mitten und Höhen getrennt voneinander einstellen oder eines von vier Presets auswählen lässt.

Zudem informiert die App über den Akkustand, ermöglicht den Wechsel zwischen den beiden Klang-Modi und lässt uns via Bluetooth ein zweites Gerät koppeln bzw. die verbundenen Geräte anzeigen oder trennen.

In den Einstellung legen wir die Stärke der eigenen Stimmübertragung bei Telefonaten fest, um unseren Gegenüber nicht versehentlich anzuschreien oder regeln die automatische Ausschaltung der Kopfhörer, wenn kein Ton zu hören ist (zwischen 5 Minuten und maximal 3 Stunden). Außerdem lässt sich die miserable Computer-Damenstimme („Sprachbefehle“) deaktivieren oder eine andere Sprache einstellen.

Hinsichtlich des Funktionsumfangs präsentiert sich die Bose Music App auf das Wesentliche reduziert, allerdings gibt es keine Features, die wir vermissen würden. Das klar strukturierte Design ermöglicht zudem eine intuitive Bedienung.

Fazit zu den Bose QuietComfort 45

Bose hat tatsächlich nicht zu viel versprochen und liefert mit den Bose QuietComfort 45 einen rundum verbesserten Noise-Cancelling-Over-Ear-Kopfhörer, der endlich zu den Referenzmodellen aufschließt. Ein über alle Frequenzen hinweg besserer Klang, ein herausragendes ANC, eine längere Akkulaufzeit und ein noch höherer Tragekomfort stehen auf der Haben-Seite dieses edlen Kopfhörers der seinen (mittlerweile stark gefallenen) Preis mehr als rechtfertigt.

Damit sichern sich die Bose QuietComfort 45 ihren Platz unter den aktuell drei besten ANC-Kopfhörern auf dem Markt und positionieren sich hinsichtlich unserer Gesamtwertung zwischen den hauseigenen NC 700 und dem Sony WH-1000XM4, der bei der Musikwiedergabe einen minimal besseren Klang realisiert und hochauflösende Codecs wie LDAC und aptX bietet. Dafür haben die QC45 bei der Mikrofonqualität die Nase vorn.

Die Apple AirPods Max bleiben bei reiner Nutzung im Apple-Kosmos weiterhin das (deutlich teurere) Non-Plus-Ultra. Doch die Bose QuietComfort 45 sind ein nahezu ebenbürtiger Allrounder, der auf PC, Notebook, Mac, Android und iOS gleichermaßen gut performt. Wer bereit ist, das nötige Kleingeld in die Hand zu nehmen, wird mit dem QC 45 hervorragend bedient. Hier bleiben keine Wünsche offen.

Bose QuietComfort 45 Test: Award

Bose QuietComfort 45

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Noise-Cancelling
Aufnahmequalität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

95/100

Höherer Tragekomfort, längere Akkulaufzeit, besserer Klang, effektiveres ANC. Mit den QuietComfort 45 gelingt Bose sein bisher bester Kopfhörer.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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