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Imou Knight 4K Test: Wetterfeste Überwachungskamera mit starkem Bild

Nachdem uns die kompakte und preisgünstige Überwachungskamera Imou Bullet 2 in unserem Test Ende vergangenen Jahres bereits gut gefallen hat, muss sich nun das Top-Modell mit 4K-UHD-Auflösung, HDR und Wi-Fi-6-Konnektivität auf dem Prüfstand beweisen. Was dich erwartet, klärt unser Imou Knight 4K Test.

Technische Daten

Bildsensor 1/2.8”8 Megapixel progressiver CMOS-Sensor
Objektiv 2,8 mm / 3,6 mm Festobjektiv
Sichtfeld 2,8 mm: 107°(H), 56°(V), 127°(D);
3,6 mm: 84° (H), 47° (V), 97° (D)
Tag und Nacht  Auto-Umschaltung
DNR HDR
Nachtsichtfunktion 30m in Farbe; 20m schwarz-weiß
Max. Auflösung 3840 x 2160
Bildgeschwindigkeit 15 fps. Selbstanpassend bei Netzwerkübertragung
Videokomprimierung H.265 / H.264
Verbindung WLAN (2,4 GHz, 5 GHz, Wi-Fi 6); Ethernet LAN
Scheinwerfer 600 Lumen; LED
Lokaler Speicher microSD-Slot (max. 256 GB)
Cloud-Speicher IMOU-Cloud-Speicher
Preis € 164,50 *

Imou Knight 4K Test: Der Lieferumfang

Die Überwachungskamera Imou Knight 4K kommt, wie bereits die Bullet 2, in einem kleinen orange-weißen Karton daher. Im Lieferumfang findest du dann auch alles, was du für die Montage und Nutzung brauchst.

Neben der Kamera selbst legt der Hersteller sämtliche Schrauben samt Dübeln, eine Montageplatte- und -halterung samt Bohrschablone, ein 12-Watt-Netzteil, sowie die obligatorischen Anleitungen und Hinweise (auch in deutscher Sprache) bei.

Imou Knight 4K Lieferumfang

Design und Verarbeitung

  • Kompakte Abmessungen, recht hohes Gewicht
  • Wasserfeste Abdeckung für microSD-Kartenlot

Rein optisch lehnt sich die Imou Knight 4K an die Bullet 2 an und kommt in einem erstaunlich kompakten Gehäuse daher, das gerad einmal 129 mm x 84 mm x 71 mm groß ist und – ohne Halterung – nur 367 Gramm auf die Waage bringt. Mit Halterung und Zubehör wiegt der gesamte Verbund rund 580 Gramm.

Hinsichtlich des Designs setzt man einmal mehr auf eine vornehmlich weiße Farbgebung samt einer schwarz abgesetzten Frontpartie, in der Linse, Sensoren (Bewegungserkennung und Lichtsensor) und Scheinwerfer, sowie die Status-LED beheimatet sind.

An der Rückseite findest du, wasserdicht durch eine Abdeckung geschützt, den Einschub für eine microSD-Karte, sowie den Reset-Knopf der Überwachungskamera. Darüber sitzt ein QR-Code, der für die Einrichtung der Imou Knight 4K benötigt wird.

Darunter platziert der Hersteller den Lautsprecher, während das Mikrofon für die Nutzung als Gegensprechanlage an der Oberseite zu finden ist. Mithilfe des Schraubgewindes an der Rückseite wird die Cam zudem mit der Halterung verbunden.

Verarbeitung der Imou Knight 4K

  • Kamera wetterfest nach IP66
  • Netzteil ist hingegen nicht wetterfest

Die Verarbeitung der Kamera geht absolut in Ordnung. Das Gehäuse fühlt sich durchaus robust an und dürfte dank IP66-Zertifizierung auch mit Starkregen oder Schnee keinerlei Probleme haben. Laut Angabe des Herstellers verrichtet die Überwachungskamera zudem bei Temperaturen zwischen -30 °C und +60 Grad Celsius zuverlässig ihren Dienst.

Imou Knight 4K
Die Verarbeitungsqualität liegt auf gutem Niveau. Zudem ist die Cam wasserfest und enorm hitzebeständig.

Das konnten wir zwar nicht in voller Höhe ausprobieren, bei der sommerlichen Hitze musste sich die Knight 4K aber immerhin 38 Grad Celsius erwehren und meisterte den Härtetest ohne Probleme. Löblich zudem, dass die wackeligen WLAN-Antennen, die wir bei der Bullet 2 noch kritisierten, nun wegreduziert und intern verbaut wurden.

Montage und Einrichtung

  • Kamera ist schnell in Position gebracht
  • Keine kabellose Nutzung möglich

Die Montage der Imou Knight 4K geht in wenigen Handgriffen vonstatten. Praktischerweise liegt eine Bohrschablone dem Lieferumfang bei, mit der du die Ausrichtung ganz leicht vornimmst, einfach wie Löcher anzeichnest und Montageplatte mit der Gelenk-Halterung verbindest.

Die Anleitung zeigt die Montage schön ansehnlich anhand von Bildern, sodass selbst Laien damit keine Probleme haben dürften. Sitzt die Überwachsungskamera erst einmal an Ort und Stelle, verbindest du sie wahlweise per WLAN oder mithilfe eines LAN-Kabels mit dem Internet, sowie über das beiliegende Netzteil mit Storm.

Wie bereits von der Bullet 2 bekannt, liegt auch der Knight 4K eine Ummantellung für das LAN-Kabel bei, um es vor eindringendem Wasser zu schützen. Das Netzteil selbst dürfte nicht wasserfest sein und sollte daher innen platziert werden, das Stomkabel samt Steckverbindung hingegen schon.

Etwas schade: Anders als beispielsweise die EZVIZ eLife 2K+ (unser Test) lässt sich die Imou Knight 4K nicht kabellos nutzen, da sie über keinen verbauten Akku verfügt. Du musst also immer ein Kabel, beispielsweise durch das Fenster oder die Tür, führen. Das rund drei Meter lange Kabel bietet dabei aber genügend Spielraum.

Einrichtung der Knight 4K

  • Einrichtung mittels QR-Code und App
  • In wenigen Schritten erledigt

Ist alles an Ort und Stelle, geht es auch schon an die Einrichtung. Hierzu musst du die Imou Life-App auf iOS oder Android installieren und stößt die Installation über das Scannen des QR-Codes an. Zusätzlich gibt es auch eine Windows-App des Herstellers, für macOS oder Linux wird hingegen keine Anwendung geboten.

Innerhalb der App musst du zunächst einmal einen Account anlegen und landest daraufhin auf der Startseite, von wo aus du über das „+“ Symbol eine neue Kamera hinzufügen kannst. Daraufhin verbindest du die Kamera mit dem WLAN und das war’s eigentlich auch schon.

Du hast nun noch die Möglichkeit, die eigene Cloud-Speicherlösung des Herstellers 30 Tage lang kostenlos zu testen, kannst darauf aber auch problemlos verzichten, falls nicht gewünscht. Im Dashboard siehst du dann ein Vorschaubild der Kamera, das du per Klick öffnen und darauf zugreifen kannst.

Praxistest und Aufnahmequalität

  • Sehr zuverlässige Personen- und Tiererkennung
  • Lauter, schriller Alarm-Ton
  • 600 Lumen helle Leuchte; 16-facher Digital-Zoom

Frisch eingerichtet, macht sich die Imou Knight 4K auch schon an die Arbeit. Dabei löse ich direkt einmal einen Personen-Erkennungsalarm aus, während ich mir wie ein Vollhorst die Kamera im Detail anschaue. Das funktioniert also schon einmal tadellos.

Imou Knight 4K
Einmal eingerichtet ist die Cam sofort einsatzbereit.

Die Erkennung wird als Pop-Up auf dem Sperrbildschirm angezeigt und zeigt sogar ein Vorschaubild dessen an, was die Überwachungskamera da gesehen hat. Klickst du darauf, wird dir ein kurzes Video angezeigt. Das funktioniert allerdings nur, wenn du den Cloud-Speicherplan gekauft oder eine microSD-Karte eingesetzt hast.

In der Praxis klappt das sogar bei Tieren tadellos. Zumindest, nachdem die diese Funktion innerhalb der App hinzugeschaltet hast. Ansonsten lässt der Funktionsumfang keinerlei Wünsche offen. Du kannst Bereichszonen vorgeben, in denen die Kamera Alarme bei Bewegungen ausspielt oder sogar eine Grenzlinie, die selbiges tut, sobald diese überschritten wurde.

Imou Knight 4K
In der App kannst du sogar Zonen festlegen, in denen die Erkennung ausgesetzt werden soll.

Außerdem kannst du den 110 dB lauten Signalton von einer schrillen, markerschütternden Sirene ändern und sogar selbst nervige oder angenehme Signaltöne aufnehmen. Diese müssen allerdings mindestens eine Länge von 10 Sekunden haben.

Ob du deine Besucher mit einem freundlichen Gruß willkommen heißt oder einfach zehn Sekunden lautstark „Hau ab“ ins Mikro brüllst, bleibt dir überlassen. Zudem kannst du auf Wunsch die 600 Lumen starke, warmweiße LED-Beleuchtung hinzuschalten oder über die Gegensprechanlage mit der Außenwelt kommunizieren.

Imou Knight 4K
Der LED-Ring um die Linse wird maximal 600 Lumen hell.

Außerdem kannst du dank 16-fachem Digital-Zoom stark ins Geschehen hineinzoomen, was aufgrund der hervorragenden Bildqualität immer noch ein brauchbares Bild anzeigt. Kurzum: Der Funktionsumfang überzeugt auf ganzer Linie.

Bild- und Audioqualität

  • Gelungene Audioqualität in beide Richtungen
  • Hervorragende Bildqualität

Haken wir zunächst die Audioqualität ab, denn das geht schneller: Die verbauten Mikrofone leisten einen wirklich guten Job und bieten eine hervorragende Verständlichkeit in beide Richtungen.

Doch auch die Bildqualität kann, nicht zuletzt dank 4K-Auflösung mit maximal 15 FPS, vollends überzeugen. Geboten wird zudem eine vergleichsweise hohe Datenrate von bis zu 2,52 MBit/s sowie die Option, den Dynamikumfang zu erhöhen (HDR), was vor allem bei Aufnahmen im Gegenlicht von Vorteil ist.

Fotos und Videos sind gestochen scharf und überzeugen mit einem hohen Kontrast, sodass selbst kleinste Details perfekt zu erkennen sind. Etwas anders sieht es beim Nachtsichtmodus aus. Hier stehen dir verschiedene Optionen zur Wahl.

Darunter eine smarte Nachtsicht, die sich automatisch den Bedingungen anpassen soll. Das funktioniert in der Praxis aber nur bedingt. Bei der „Nachsicht mit leuchtenden Farben“ erfolgt die Darstellung in Farbe inklusive aktivem Scheinwerfer, der bei der „Farbnachtsicht ohne Scheinwerfer“ aus bleibt. Im Infrarot-Modus erfolgt die Darstellung hingegen in schwarz-weiß.

Gespeichert werden die Aufnahmen allerdings nur, wenn du eine microSD-Karte nutzt oder den Cloud-Speicherplan des Herstellers verwendest. Aufnahmen lassen sich auf Wunsch aus der Galerie auch direkt über WhatsApp, per SMS oder in anderen Apps teilen.

Speicher, Cloud und Kosten

  • Lokaler Speicher per microSD-Karte möglich
  • Cloud-Speicher optional mit bis zu 30 tagen Videoverlauf

Einen internen Speicher verfügt die Knight 4K nicht. Sie unterstützt microSD-Karten bis zu einer maximalen Größe von 256 GB. Über die Imou Cloud kannst du Bilder und Videos allerdings auch ohne Speicherkarte sichern und zudem rückwirkend darauf zugreifen, wenn die Kamera eine Person oder ein Tier erkannt hat.

Alle Ereignisaufzeichnungen werden für eine bequeme Wiedergabe bis zu 30 Tage in der Cloud gespeichert. Zudem verspricht der Hersteller auf der Homepage an eine doppelte Verschlüsselung:

„Die Privatsphäre unserer Benutzer hat oberste Priorität, daher hält sich Imou genau an die Sicherheitsstandards der Branche, um sicherzustellen, dass die Datenübertragung zwischen Geräten und der Imou Cloud von Anfang bis Ende doppelt verschlüsselt ist.“

IMOU Cloud Abo-Kosten
Bild: IMOU

Die Imou Cloud kannst du mit dem Kauf der Überwachungskamera 30 Tage lang kostenlos nutzen und hier auf einen 7-tägigen Videoverlauf zugreifen. Ansonsten geht es preislich ab 1,99 Euro pro Monat für 30 Tage Videoverlauf los. Die maximal mögliche 30-tägige Aufzeichnung kostet 6,99 Euro monatlich. Bei jährlicher Zahlung werden mindestens 19,99 Euro und maximal 69,99 Euro aufgerufen.

App-Anbindung: Imou Life

  • Übersichtliche und funktionsreiche App
  • Sprachbedienung per Amazon Alexa oder Google Assistant

Bedient wird die Imou Knight 4K Überwachungskamera über die bereits angesprochene Imou Life-App des Herstellers. Diese ist schön übersichtlich gestaltet und wartet zudem mit einer sauberen Übersetzung ins Deutsche auf, bei der alles klar verständlich ist.

Innerhalb der App kannst du beispielsweise die Auflösung der Kamera von 4K auf 1080p oder gar 480p herunterregeln. Außerdem kannst du in der Live-Ansicht das Bild von bis zu vier Cams im Splitscreen-Modus darstellen lassen und kannst jede Funktion bis ins kleinste Detail konfigurieren.

Von der Empfindlichkeit der Erkennung bis hin zu Zeitplänen, in denen die Überwachungskamera beispielsweise keine Alarme ausgeben soll, legst du hier jeden Parameter fest. In Kombination mit einem Imou-Konto kann die Kamera zudem mit weiteren Personen geteilt werden. In meinen Augen verdient die App besonderes Lob für ihren Funktionsumfang und die detaillierten Erklärungen. Vorbildlich.

Imou Knight 4K Test: Fazit

Mit ihrer UVP von rund 170 Euro kostet die Imou Knight 4K genauso viel wie EZVIZ eLife 2K+ und hat in einigen Belangen die Nase vorn. Allem voran das schärfere Bild in 4K-Auflösung, die zudem durch präzise Personen- und Tiererkennung, eine noch lautere Alarm-Sirene und wirklich helle Scheinwerfer ergänzt wird.

Auf der anderen Seite ist der Konkurrent dank verbautem Akku kabellos nutzbar und ermöglicht dadurch ganz andere Möglichkeiten. Bei der Knight 4K bist du immer auf eine Stromversorgung im Inneren angewiesen, denn Power-over-Ethernet (PoE) unterstützt die Cam nicht. Doch das ist Meckern auf extrem hohem Niveau. Zu einem zugegebenermaßen relativ hoch angesetzt Preis leistet sich die Imou Knight 4K und überzeugt durch ein stimmiges Gesamtpaket, das keine Wünsche offenlässt.

Imou Knight 4K Test: Gold Award

Imou Knight 4K

Verarbeitung
Montage und Einrichtung
App und Funktionen
Aufnahmequalität
Preis-Leistungs-Verhältnis

92/100

Tadellose Überwachungskameras mit starker Bildqualität und smarten Features. Lediglich der Stromzwang stört ein wenig.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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