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LEFANT M1 Test: Ein echter Preis-Leistungs-Tipp

Du möchtest dir einen Saugroboter kaufen, der dir die Hausarbeit erleichtert? Dann wird es gar nicht so einfach, schnell das passende Modell zu finden. Grund ist die breite Palette an verfügbaren Modellen, die es mittlerweile auf dem Markt zu finden gibt. Wer sich auf die Suche nach einem Saugroboter begibt, stößt dabei schnell auf namhafte Hersteller wie Roborock, Dreame oder Ecovacs. Dass man auch die eher unbekannten Vertreter nicht unterschätzen sollte, möchte nun der LEFANT M1 unter Beweis stellen. Schließlich bietet dieser ein Datenblatt, das vielversprechend klingt. Neben einer hohen Saugstärke möchte dieser mit Wischfunktion und moderner Lasernavigation punkten. Trotz der üppigen Ausstattung kommt er in einem kompakten Format und zu einem niedrigen Preis daher. Ob der smarte Haushaltshelfer das halten kann, was seine technischen Daten versprechen, überprüfen wir im LEFANT M1 Test.

Technische Daten

Maße 32 x 32 x 9,4 cm
Saugkraft 3.500 Pascal
Navigation LiDAR-Sensoren + Freemove 3.0 Multisensor Fusionsalgorithmus
Wischfunktion Starre Wischfläche mit dreistufiger Wasserdurchflussrate
Steuerung Über drei Tasten am Saugroboter und die App
Akku 4.000 mAh sorgt für bis zu 150 Minuten Akkulaufzeit
Reinigungsfläche max. 150 m²
Preis € 321,29 *

Lieferumfang

lefant m1 test

Beim Lieferumfang kann der LEFANT M1 schonmal mit der Konkurrenz mithalten. Schließlich zeigt sich das Unternehmen in dieser Disziplin erfreulich spendabel. Mit dabei sind:

  • Saugroboter
  • Dockingstation
  • Netzkabel
  • Wischtuch
  • 5x Einwegtücher
  • HEPA-Filter
  • 4x Seitenbürsten
  • Bedienungsanleitung

LEFANT M1 Test: Design und Verarbeitung

  • Kreisförmiges und kompaktes Design
  • Drei Knöpfe zur direkten Steuerung
  • Kein Bumper an der Vorderseite

Mit den Jahren haben sich die Hersteller von Saugrobotern offenbar auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt, wenn es um die Optik geht. So kommen die smarten Haushaltshelfer in den meisten Fällen kreisförmig daher – so auch der LEFANT M1. Auch das für Modelle mit LiDAR-Sensoren übliche Türmchen auf der Oberseite darf hier nicht fehlen. Dennoch punktet der Saugroboter mit erfreulich kompakten Maßen.

lefant m1 test

So misst er in der Höhe gerade einmal 9,4 cm. Das bedeutet, dass auch Besitzer von Möbeln mit recht flachem Abstand zum Boden von dem Roboter profitieren können. Da der Gehäuse-Durchmesser von lediglich 32 cm ebenfalls gering ausfällt, kann der kleine Helfer selbst enge Gänge in der Wohnung bestens abfahren. Angesichts der schmalen Maße sollten also vor allem Bewohner einer kleinen Wohnung hier auf ihre Kosten kommen.

lefant m1 test

Weiterhin befinden sich auf der Oberseite drei Knöpfe, mit deren Hilfe der Saugroboter bedient werden kann. Neben Start/Stop kann man hier per Knopfdruck auch die Bereichsreinigung aktivieren sowie den smarten Haushaltshelfer zurück zu seiner Ladestation schicken. An der Front des Saugers verstecken sich unter einer schwarz glänzenden Zierleiste zudem Sensoren.

lefant m1 test

Was den Lefant M1 von nahezu allen Modellen der Konkurrenz unterscheidet, ist der Verzicht auf einen Bumper an der Vorderseite. Dieser dient in der Regel dem Schutz von Saugroboter selbst und dem Mobiliar des Nutzers. Der Hersteller setzt stattdessen auf zwei dicke Gummistreifen. Der Blick auf die Unterseite fällt dann wieder gewohnt aus. Neben der Hauptbürste findet man hier zwei Seitenbürsten, die Wischeinheit und Absturzsensoren vor.

lefant m1 test

Bei der Hauptbürste setzt Lefant auf eine Mischung aus Gummibürste und klassischer Bürste mit Borsten. Eine reine Gummibürste, wie sie beispielsweise beim Roborock S7 (Test) zum Einsatz kommt, wäre mir zwar lieber gewesen, in der Preisklasse des Lefant M1 wäre diese aber auch eher untypisch. Die übrige Verarbeitung des Saugroboters ist solide und gibt keinen Anlass zum Meckern.

LEFANT M1 Test: Unkompliziertes Handling dank App

Da ein Saugroboter seinem Nutzer Arbeit abnehmen soll, ist der Bedienkomfort äußerst wichtig. Der Lefant M1 bietet hier das, was auch die Konkurrenz vorweisen kann. So kannst du den smarten Haushaltshelfer nicht nur über die Tasten am Roboter selbst steuern. Obendrein ist mithilfe der passenden App eine Bedienung über das Smartphone möglich. Hier lassen sich dann detaillierte Einstellungen zum Roboter vornehmen. Durch die Erstellung von Reinigungsplänen sorgst du beispielsweise dafür, dass der smarte Helfer jeden Tag automatisch deine Wohnung reinigt. Zum Reinigungsvorgang selbst kannst du dann ebenfalls Einstellungen vornehmen.

Bild: Apple App Store

Neben der Saugleistung lässt sich auch die Wasserdurchflussrate für die Wischfunktion in drei verschieden starken Stufen regulieren. Bei der ersten Fahrt durch deine Wohnung erstellt der Lefant M1 eine Karte. Diese kannst du dann auf deinem Smartphone einsehen. Hier lassen sich beispielsweise No-Go-Areas einstellen oder eine bestimmte Zonenreinigung aktivieren. Durch den Verzicht auf eine Absaugstation musst du den Saugroboter dann regelmäßig vom gesammelten Unrat befreien. Den Staubbehälter erreichst du bequem über die Rückseite.

LEFANT M1 Test: Navigationsfähigkeiten

  • LiDAR-Sensorik trifft auf Freemove 3.0 Multisensor
  • Kleine Objekte auf dem Boden werden übersehen

Wie moderne Flaggschiffe setzt auch der Lefant M1 auf LiDAR-Navigation. Die Lasertechnik verbirgt sich unter dem kleinen Türmchen auf der Oberseite des Saugroboters. Dank dieser kann der Saugroboter sich selbst bei absoluter Finsternis bestens in deinen eigenen vier Wänden zurechtfinden. Obendrein erstellt er bei seiner Jungfernfahrt erstmalig eine Karte deiner Wohnung. Unterstützung bekommt die Lasernavigation vom sogenannten Freemove 3.0 Multisensor. Dieser verbirgt sich unter der Zierblende in Klavierlackoptik, die sich an der Front des Saugroboters befindet und setzt auf einen sogenannten Fusionsalgorithmus.

An der Front befinden sich neben einer Sensorleiste auch zwei dicke Gummistreifen.

Damit sollen kleine Gegenstände erkannt und umfahren werden, die auf dem Boden liegen. Dem Lefant M1 gelang dies im Test mit vergleichsweise großen Objekten wie einem dicken Buch recht gut. Flache Gegenstände wie Schnüre oder Kabel waren hingegen ein Problem. Damit sind aber selbst hochpreisige Konkurrenten gerne mal überfordert. Das Ausstattungspaket wird durch klassische Absturzsensoren abgerundet, die den Lefant M1 vor Treppenstürzen bewahren sollen. Das funktionierte im Test hervorragend.

Praxistest

  • Gute Saugkraft mit 3.500 Pascal
  • Gute Saugleistung, die lediglich auf Teppichen ein wenig schwächelt
  • Wischleistung ist nur ein Gimmick und kein ernst zu nehmendes Feature

Nun wollen wir den Lefant M1 einmal auf Herz und Nieren testen. Im ersten Teil werfen wir einen Blick auf die Saugleistung. Anschließend überprüfen wir seine Fähigkeiten im Bereich des Wischens.

LEFANT M1 Test: Saugleistung

Zunächst werfen wir einen Blick auf die Saugfunktion. Schließlich ist diese auch heute noch die wichtigste Eigenschaft eines Saugwischroboters. Der Lefant M1 bietet mit 3.500 Pascal eine sehr hohe Wischleistung, die sich auch vor namhaften Konkurrenten höherer Preisklassen nicht verstecken muss. In der Praxis kann man die Vorzüge der erfreulich hohen Saugleistung direkt spüren. Mein Parkett-, Fliesen- und Teppichboden konnte der Sauger zuverlässig von Staub und auch Tierhaaren meiner beiden Katzen sowie meines Hundes befreien. Auch in den Ecken ist die Performance dank der beiden Seitenbürsten gut. Hier blieben lediglich einige wenige Krümel liegen.

lefant m1 test

Allerdings verfingen sich bereits nach kurzer Zeit viele Tierhaare in der Hauptbürste des Roboters. Wer Haustiere hat, sollte bei einem Saugroboter stets auf das Design der Hauptbürste achten. Besteht diese nur zum Teil oder sogar gänzlich aus Borsten, verfangen sich hier schnell Haare, was nervige anschließende Reinigungsarbeiten mit sich bringt. Beim Lefant M1 kommt eine Kombination aus Gummilamellen und klassischen Borsten zum Einsatz. Folglich hält sich das Problem zwar in Grenzen, um eine separate Reinigung kommt man aber nicht umhin.

Die Ladestation erinnert an die der Roborock-Modelle.

Die Leistung auf meinem Langfloorteppich war solide, aber keineswegs perfekt. Da der Lefant M1 dank seiner Akkulaufzeit von bis zu 150 Minuten erfreulich ausdauernd ist, empfinde ich das aber nicht als störend. Ich persönlich empfehle bei Saugrobotern ohnehin, im Reinigungsplan gleich zwei Reinigungsvorgänge hintereinander festzulegen. Da man tagsüber ohnehin außer Haus ist, wird das wohl die wenigsten stören. Im Rahmen seiner zweiten Reinigung sammelte der smarte Haushaltshelfer dann auch übrig gebliebenen Schmutz auf. Somit ist die Saugleistung gut, aber nicht herausragend. Hier haben andere Modelle definitiv die Nase vorn.

LEFANT M1 Test: Wischleistung

Heutzutage bekommt man kaum noch einen Saugroboter, der nicht auch eine Wischfunktion bietet. Folglich verwundert es auch nicht, dass selbst der sehr günstige Lefant M1 mit einer Wischeinheit daherkommt. Diese ist ein gutes Gimmick, sollte aber nicht überschätzt werden. Deinen Wischmopp solltest du also nach wie vor nicht aus deiner Wohnung verbannen.

Lefant setzt auf einen Kombibehälter bestehend aus Wischeinheit und Staubbehälter.

Lefant setzt hier auf eine für dieses Preissegment typische Wischplatte. Hier befindet sich ein Mikrofaserwischtuch, das durch den Wassertank mit Feuchtigkeit versorgt wirkt. Das feuchte Tuch zieht der Lefant M1 dann über den Boden, was feine Staubreste aufnehmen kann. Allerdings ist die Wischfunktion keineswegs dazu geeignet, hartnäckige Flecken am Boden zu bekämpfen.

Das Wischwasser füllt man bequem durch die Öffnung ein.

Hier muss man zu teureren Modellen greifen. Beispielsweise bietet der Ecovacs Deebot X1 OMNI (Test) zwei rotierende Wischpads, die selbst mit eingetrockneten Flecken klarkommen. Der Roborock Q7 Max+ (Test) hingegen setzt auf einen nötigen Anpressdruck der Wischplatte, um eine solide Wischfunktion zu bieten. Wer aber ohnehin keinen großen Wert auf die Wischleistung legt, sollte diese beim Lefant M1 einfach als praktische Beigabe verstehen.

LEFANT M1 Test: Fazit

Braucht man einen großen Namen, um als Saugroboter zu überzeugen? Der Lefant M1 macht deutlich, dass dies nicht der Fall ist. Der unbekannte smarte Haushaltshelfer punktet im Test nicht nur mit einem kompakten Design, guter Verarbeitung und einer soliden Navigationstechnik. Obendrein kann er mit hohem Bedienkomfort und seiner guten Saugleistung überzeugen. Die Wischfunktion sollte man hingegen eher als praktisches Gimmick sehen, das nicht überbewertet werden sollte. Alles in allem ein toller Saugroboter zum Top-Preis.

LEFANT M1

Verarbeitung und Design
Hardware
Reinigungsleistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Der LEFANT M1 bietet eine üppige Ausstattung zum niedrigen Preis. Ein echter Geheimtipp!

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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