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Tineco Floor One S6 Flashdry PET Test: Jetzt wird’s heiß!

Wer nach einem Wischsauger sucht, kommt an der Marke Tineco nicht vorbei. Schließlich hat sich das US-Unternehmen in dieser Branche in den letzten Jahren einen namhaften Ruf erarbeitet. Im Tineco Floor One S6 Flashdry PET Test wollen wir uns heute ein weiteres Modell des Herstellers ansehen. Dieser will im Vergleich zum Basismodell mit einem speziellen Tierhaarfilter und einer Heißlufttrocknung punkten.

Technische Daten

Leistung 220 W
Volumen Frischwassertank 800 ml
Volumen Schmutzwassertank 720 ml
Lautstärke max. 78 dB
Gewicht 4,5 kg
Akku 4.000 mAh (max. Laufzeit: 35 Minuten)
Reinigungsmodi Auto, MAX und Suction

Lieferumfang

tineco floor one s6 flashdry pet test

  • Wischsauger
  • Lade-/ Reinigungsstation
  • Reinigungswalze
  • Ersatzfilter (spezieller Filter für Tierhaare)
  • Reinigungsmittel
  • Reinigungstool

Unterschiede zum Basismodell

Der Tineco Floor One S6 Flashdry PET gehört zur gleichnamigen Saugwischer-Serie des Herstellers. Doch die Namenserweiterung kommt nicht von ungefähr. Schließlich handelt es sich hier gleich in zweierlei Hinsicht um ein Upgrade. Da wäre zum einen das System „Flashdry“. Hier ist Name Programm. Schließlich handelt es sich dabei um eine Heißlufttrocknung, die innerhalb weniger Minuten für eine komplett trockene Walze sorgt.

Unser Testmodell kommt mit speziellem Tierhaarfilter.

Zum Einsatz kommt das Ganze im Anschluss an die Selbstreinigung des Saugwischers. Zum anderen kommt das Modell nicht nur der Farbe Dunkelblau statt Schwarz. Obendrein bekommst du einen speziellen Filter für Tierhaare, wodurch sich der Beiname „PET“ erklärt. Dementsprechend sollten insbesondere Tierbesitzer mit Interesse an einem Saugwischer eher ein Auge auf dieses Modell, denn auf das Basismodell werfen.

Tineco Floor One S6 Flashdry Pet Test: Design und Verarbeitung

Wo Tineco drauf steht, ist auch Tineco drin. Da verwundert es auch nicht, dass natürlich auch der Floor One S6 Flashdry PET in Sachen Optik und Verarbeitung zu überzeugen weiß. Anders als die Basisversion setzt die PET-Ausführung allerdings nicht auf die Hauptfarbe Schwarz.

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Stattdessen erstrahlt das Gehäuse hier vornehmlich in einem recht edlen Dunkelblau. Das sieht nicht nur gut aus, sondern fühlt sich auch hervorragend an, was an der gewohnt hohen Verarbeitungsqualität liegt.

Das beginnt bereits bei dem ergonomisch geformten Handgriff. Dessen Knöpfe lassen sich sehr gut mit dem Daumen erreichen und bieten tolle Druckpunkte. Hier kannst du das Gerät nicht nur ein- und ausschalten. Obendrein lässt sich der Reinigungsmodus auswählen und die Selbstreinigung aktivieren.

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Ein weiteres wichtiges Element bei der Bedienung ist das Display. Anders als beim Tineco Floor One S7 Pro (Test) setzt der US-Hersteller hier aber eher auf eine Basisausstattung. Das bedeutet, dass du die wichtigsten Informationen zu Parametern wie Wischmodus und Akkulaufzeit erhältst.

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Kurze Videos und die hochauflösende Optik vom Flaggschiff gibt es aber nicht. Mich persönlich hat das nicht gestört. Freunde des Schmutzsensors iLoop müssen auch nicht um den praktischen Leuchtring fürchten.

Auch der Floor One S6 zeigt die Verschmutzung des gegenwärtigen Untergrunds wieder mithilfe der Farben Blau und Rot an. Auch bei der Haupteinheit gibt es nichts zu bemängeln. Hier sitzen rückseitig der Frischwassertank (800 ml) und an der Front der Schmutzwassertank (720 ml).

Ganz unten sitzt die Reinigungseinheit. Hier setzt Tineco auf eine erfreulich breite Wischwalze, die sowohl links als auch rechts nur wenige Millimeter Rand zu Fußbodenleisten und Möbelrändern lässt.

Tineco Floor One S6 Flashdry Pet Test: Bedienkomfort

Wischsauger sind erfahrungsgemäß recht schwergewichtige Haushaltshelfer, die nicht annähernd so flexibel sind wie moderne Akkustaubsauger. Doch wie sieht es beim Tineco aus? Mit einem Gewicht von 4,5 kg ist dieses Modell ebenfalls recht schwer geraten. Das würde nicht stören, wenn es es motorisierte Räder wie beim Tineco Floor One Switch S7 (Test) oder einem Dreame H13 Pro (Test) gäbe.

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Durch die Rotation der Walze bewegt sich der Wischsauger automatisch nach vorne.

Doch leider ist dies hier nicht der Fall. So bist du beim Rollen über deine Hartböden allein auf deine Armkraft angewiesen – Zumindest bei der Rückwärtsbewegung. Nach vorne zieht dich nämlich die Reinigungswalze. Vor Muskelkater muss du dich allerdings nicht fürchten. Schließlich sind die Räder erfreulich leichtgängig, wodurch der Wischsauger geschmeidig über den Boden rollt.

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Unter flache Möbel reicht der Haushaltshelfer nicht.

Was im Alltag wirklich stört, ist das dickbäuchige Design des Wischsaugers. Aufgrund der beiden großen Wassertanks handelt es sich nämlich nicht nur um ein schweres, sondern auch ein klumpiges Stück Haushaltstechnik. In Kombination zu der eingeschränkten Gelenkigkeit des Kopfteils gelangt der Wischsauger nicht unter flache Möbel. Sollte dir das wichtig sein, kannst du mal einen Blick auf den Osotek Horizon H200 (Test) oder H200 Lite (Test) werfen.

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Musst du jedoch enge Kurven durch deine Wohnung ziehen, erweist sich der Tineco als echter Held. Loben muss man auch die Bedienung über die Knöpfe. Dieses Prinzip ist idiotensicher und erschließt sich auch Neulingen sehr schnell. Was ich hingegen nicht gebraucht hätte, ist die Tineco App. Diese ist eine kleine Spielerei und lässt dich den Status des Wischsaugers auch von der Couch aus einsehen.

Tineco Floor One S6 Flashdry Pet Test: Reinigungsleistung

Die Königsdisziplin von Wischsaugern ist und bleibt natürlich die Reinigungsleistung. Beim Tineco Floor One S6 Flashdry PET stehen dir insgesamt drei verschiedene Reinigungsmodi zur Auswahl. Im Test nutzte ich am meisten den Auto-Modus. Hier setzt der smarte Haushaltshelfer auf seinen an Bord befindlichen Schmutzsensor und passt je nach Verschmutzungsgrad die Wassermenge und Saugkraft an.

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Das passende Reinigungsmittel legt Tineco direkt bei.

Im Max-Modus spielt der Sensor wiederum keine Rolle. Hier gibt der Wischsauger volle Leistung, was vor allem bei Eingetrocknetem einen großen Unterschied macht. Der Saugen-Modus ist dann hilfreich, wenn du keinen Schmutz, sondern Flüssigkeiten aufsaugen möchtest. Hier wird nämlich kein Wasser an die Rolle abgegeben. Stattdessen saugt das Gerät die Flüssigkeit kurzerhand auf und schickt sie in den Schmutzwasserbehälter.

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In meinem Test konfrontierte ich den Tineco mit Flecken von Marmelade, Honig und Schokoladencreme. Dabei ließ ich ihn die Verschmutzungen zunächst noch im feuchten Zustand säubern. Damit hatte der Wischsauger keine Probleme. Nach ein bis zwei Zügen war von den Lebensmitteln nichts mehr zu sehen. Ein wenig anders sah das Ganze im eingetrockneten Zustand aus.

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Hier hatte der Tineco dann doch etwas länger zu tun. Aber nach zehn Mal drüberfahren war selbst der eingetrocknete Honig Geschichte. Das ist wirklich ein sehr gutes Ergebnis. Und wie schlägt sich der Saugen-Modus? Auch hier gibt es nichts zu meckern. Mir einer Mischung aus Milch und Reis kam der Haushaltshelfer ebenfalls bestens zurecht.

Eine große Verbesserung im Vergleich zum Tineco Floor One S5 (Test) ist das Design der Reinigungswalze. Während der S5 hier nur zu einer Seite hin auf ein nahezu randloses Design setzt, sind beim Floor One S6 beide Seiten fast randlos. Und das macht in der Praxis wirklich einen großen Unterschied. Schließlich kannst du wunderbar an Fußbodenleisten entlang reinigen und musst keinen ärgerlichen Rand mit Restschmutz befürchten.

Tineco Floor One S6 Flashdry Pet Test: Selbstreinigung

Die Ladestation des Floor One S6 dient nicht nur als Energiespender zum Laden des Akkus. Obendrein findet hier nach jeder Reinigungstour die Selbstreinigung des Wischsaugers statt. Um diese zu starten, musst du am Gerät lediglich die entsprechende Taste drücken, die mit einem Tropfen gekennzeichnet ist.

Bei der Selbstreinigung wird die Wischwalze zunächst mit Frischwasser benässt während sie abwechselnd in beide Richtungen rotiert. Dabei wird der Schmutz in der Walze mittels Gummilamelle abgestreift und in den Schmutzwasserbehälter weitergeleitet. Dieses Prinzip kennen wir auch von der Basisversion des Tineco Floor One S6. Doch in der Variante Flashdry PET wird der große Unterschied bei der Trocknung deutlich.

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Das bei der Selbstreinigung entstandene Schmutzwasser landet im entsprechenden Behälter.

So setzt das Basismodell auf eine reine Trocknung durch Zentrifugalkraft. Das bedeutet, dass die Rolle sich schnell dreht und dabei das in der Walze befindliche Wasser herausgeschleudert wird. Das mag im Großen und Ganzen recht gut funktionieren. Doch als hygienisch würde ich dieses Prinzip nicht bezeichnen. Schließlich verbleibt in der Walze ganz sicher noch ein wenig Restfeuchtigkeit.

Das Flashdry-System des von uns getesteten Modells geht einen anderen Weg. Im Anschluss an die Reinigung wird die Walze mit 70° heißer Heißluft trocken geföhnt. Angesichts der hohen Temperaturen spart der S6 Flashdry PET dabei jede Menge Zeit. Während andere Modelle ein bis zwei Stunden für die Trocknung benötigen, dauert es beim Tineco insgesamt sieben Minuten bis die gesamte Selbstreinigung abgeschlossen ist.

Tineco Floor One S6 Flashdry Pet Test: Wartung

Trotz Selbstreinigungsfunktion muss auch der Nutzer beim Tineco ein wenig Hand anlegen, damit die Freude am Gerät lange anhält. Am wichtigsten ist die Säuberung des Schmutzwasserbehälters nach jeder Reinigungstour. Andernfalls drohen üble Gerüche. Bei der Säuberung zahlen sich Filter und Auffangbehälter im Schmutzwassertank aus.

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So kannst du zunächst die Feststoffe im Mülleimer entsorgen und anschließend einfach das Schmutzwasser in den Abfluss gießen. Doch natürlich ist auch der Frischwassertank wichtig. Diesen solltest du stets gut gefüllt lassen, da er nicht nur für die Bodenreinigung, sondern natürlich auch die Selbstreinigung des Wischsaugers wichtig ist.

Ohne Frischwasser geht beim Wischsauger nichts.

Ab und zu solltest du dann auch mal die Reinigungseinheit im unteren Bereich ansehen. Hier kann sich mit der Zeit auch Schmutz ablagern. Die Walze kannst du bequem abnehmen, um auch den Saugschacht bei Bedarf zu säubern. Das praktische Reinigungstool, das Tineco dem Lieferumfang beilegt, ist dabei eine gern gesehen Hilfe.

Fazit

Im Test hat der Tineco Floor One S6 Flashdry PET eine wirklich gute Figur gemacht. So bekommst du hier ein schickes und hochwertiges Stück Haushaltstechnik geboten, das mit einem hohen Bedienkomfort und einer tollen Reinigungsleistung überzeugt. Natürlich gibt es hier nicht das starke Display eines Floor One S7 Pro, dafür ist die Reinigungswalze ähnlich randlos.

Und das macht sich vor allem bei der Reinigung an Fußbodenleisten entlang bezahlt. In Sachen Selbstreinigung ist Flashdry dann noch einmal ein echter Gamechanger im Vergleich zur Basisversion. Schließlich sorgt die Heißlufttrocknung dafür, dass die Walze zuverlässig und schnell trocknet. Solltest du also mit dem Gedanken spielen, dir einen Floor One S6 zu kaufen, ist das Upgrade durchaus ratsam.

Tineco Floor One S6 Flashdry Pet

Design & Verarbeitung
Bedienkomfort
Reinigungsleistung
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

91/100

Der Tineco Floor One S6 Flashdry PET ist ein richtig guter Wischsauger, der nicht nur für Tierbesitzer interessant ist.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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Wer nach einem Wischsauger sucht, kommt an der Marke Tineco nicht vorbei. Schließlich hat sich das US-Unternehmen in dieser Branche in den letzten Jahren einen namhaften Ruf erarbeitet. Im Tineco Floor One S6 Flashdry PET Test wollen wir uns heute ein weiteres Modell des Herstellers ansehen. Dieser will im Vergleich zum Basismodell mit einem speziellen Tierhaarfilter und einer Heißlufttrocknung punkten. Technische Daten Leistung 220 W Volumen Frischwassertank 800 ml Volumen Schmutzwassertank 720 ml Lautstärke max. 78 dB Gewicht 4,5 kg Akku 4.000 mAh (max. Laufzeit: 35 Minuten) Reinigungsmodi Auto, MAX und Suction Lieferumfang Wischsauger Lade-/ Reinigungsstation Reinigungswalze Ersatzfilter (spezieller Filter … (Weiterlesen...)

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