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Bundesländer wollen Anreize für Balkonkraftwerk schaffen

Offenbar wollen die Justizminister der Bundesländer Anreize für Photovoltaikanlagen auch bei Mietern schaffen. So ist unter anderem eine Förderung sogenannter Balkonkraftwerke im Gespräch. Ein Bundesland geht einen Schritt voran und hat bereits mit der Förderung begonnen.

Weg zum Balkonkraftwerk soll einfacher werden

Steigende Energiekosten bewegen derzeit viele Menschen dazu, auf eine alternative Energiegewinnung zu setzen. Dabei sind vor allem Photovoltaikanlagen äußerst beliebt. Allerdings ist dieses Privileg in der Regel nur Hausbesitzern mit passender Dachfläche vorbehalten. Eine Alternative für die Wohnung sind sogenannte Balkonkraftwerke. Diese lassen sich einfach installieren und können zum Teil deutliche Einsparungen hervorbringen. Wer allerdings nicht Wohnungseigentümer, sondern Mieter ist, darf die Balkonkraftwerke bislang nicht ohne weiteres installieren. Vielmehr sind neben der Zustimmung des Vermieters auch weitere rechtliche Hürden zu nehmen. Damit soll aus Sicht der Justizminister der Länder bald Schluss sein.

Novellierung des Mietrechts vonnöten

Ein Blick ins Gesetz fördert zutage, dass bislang jede bauliche Veränderung am Mietobjekt der Zustimmung des Vermieters bedarf. Das Amtsgericht Stuttgart musste im letzten Jahr einen Fall zu diesem Thema verhandeln. Hierbei forderte ein Vermieter seinen Mieter dazu auf, das Balkonkraftwerk wieder abzubauen, da es sich um eine bauliche Veränderung handele. Die Veränderung liegt darin, dass die von den Paneelen ausgehenden Kabel den Strom in das vorhandene Stromnetz einspeisen.

Diese Verbindung war aus Sicht des Gerichts eine bauliche Veränderung. Das Gericht jedoch sah das Recht auf Seiten des Mieters. Schließlich darf dieser den Balkon für seine Zwecke nutzen. Hierzu zählt insbesondere in Zeiten der Energiewende natürlich auch die Stromgewinnung durch Sonnenenergie. Voraussetzung aus Sicht des Gerichts war jedoch, dass die Verbindung mit dem Stromnetz fachgerecht erfolgt ist. Schließlich birgt es ansonsten ein Risiko für die Sicherheit der anderen Bewohner sowie den Zustand des Mietobjekts.

Mecklenburg-Vorpommern fördert bereits

Wenn es um erneuerbare Energien geht, sind die Bundesländer in Küstenregion den übrigen einen großen Schritt voraus. Schließlich erzeugen diese einen Großteil ihrer Energie mithilfe von Windenergie. Mecklenburg-Vorpommern macht nun deutlich, dass auch Photovoltaikanlagen gefördert werden sollten, die auf Balkonen Platz finden können. Da diese regelmäßig keiner Genehmigung durch die zuständigen Behörden bedürfen, gibt es hier bis auf die Genehmigung durch den Vermieter nur finanzielle Hürden. Und diese möchte das Bundesland minimieren, indem man bereits jetzt Zuschüsse anbietet. Wer auf eine finanzielle Unterstützung aus der Staatskasse aus ist, muss lediglich die Rechnungen für Installation und Balkonkraftwerk nebst Fotobeweis des installierten Mini-Kraftwerks hier einreichen. Und das kann sich durchaus lohnen. So übernimmt das Land bei Gesamtkosten um die 1.000 Euro etwa die Hälfte der Kosten. Insgesamt möchte Mecklenburg-Vorpommern 10 Millionen Euro Fördersumme zur Verfügung stellen. Diese Anreize sollten auch weitere Bundesländer schaffen.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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