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Bundeswehr schickt neuen Aufklärungssatelliten ins All

Mit Sarah-1 hat der erste Spionagesatellit der Bundeswehr seinen Weg in den Orbit gefunden. Der mit Unterstützung des Luft- und Raumfahrtunternehmens SpaceX ins Weltall beförderte Flugkörper soll dem deutschen Heer bei der Aufklärung unbekannten Terrains unterstützen. Nach dem erfolgreichen Start sollen bald schon weitere Satelliten folgen.

Aller guten Dinge sind Drei

Sarah-1 ist aber nur der erste Streich der Bundeswehr. Auf den am 18. Juni ins Weltall entsandten Satelliten sollen nämlich nach Angaben der deutschen Bundeswehr noch zwei weitere folgen. In Ermangelung eigener Raketen musste sich die Bundeswehr beim Start von Sarah-1 prominenter Hilfe bedienen. Mit SpaceX unterstützte das Raumfahrtunternehmen von Tesla-Chef und Tech-Ikone Elon Musk die Bundeswehr dabei, ihren Aufklärungssatelliten ins Weltall zu schicken. Dabei setzte das Unternehmen auf die bereits bekannte Rakete Falcon-9, welche sich bestens für den Transport von Satelliten eignet.

Eine Falcon 9 Rakete von SpaceX kam als Trägerrakete zum Einsatz. (Bild: Airbus)

Der von Kalifornien aus gestartete Satellit ist vollgepackt mit modernster Radar-Technik. Diese soll dafür eingesetzt werden, um Gebiete detailliert zu scannen. Während man beim Start auf US-Amerikanische Hilfe setzte, stammt die Satellitentechnik selbst aus Europa. So konzipierte und baute Sarah-1 das französische Unternehmen „Airbus Defense und Space“. Dass die Zeit für ein Update reif war, macht ein Blick auf die bisherige Technik deutlich. So sorgte die letzten 16 Jahre ein Satellit auf Basis von SAR-Technik für Auflärung aus dem All.

Ein technischer Quantensprung

Die Bilder, welche von Sarah-1 unter anderem an zwei Kommandozentralen der Bundeswehr gesendet werden, dürften im Vergleich zur alten Lupen-Konstellation, die im Orbit kreiste, einen Quantensprung darstellen. So spricht die Bundeswehr davon, dass das neue System trotz seiner großen Entfernung zur Erde Objekte ab einer Größe von 50 cm in hochauflösenden Bildern aufnehmen können soll.

SARLupe
Die Bundeswehr selbst bezeichnet ihre 2006 an den Start gegangene SAR-Technik als veraltet. (Bild: OHB System AG)

Dies soll selbst bei schlechten Lichtverhältnissen und schlechter Witterung der Fall sein. Da so viel Technik auch entsprechend viel Energie benötigt, verfügt der Aufklärungssatellit über jede Menge Batterien. Diese werden mithilfe der Solarzellen auf der Satelliten-Oberfläche aufgeladen. Seine aufgenommenen Bilder schickt der Satellit dann mittels einer Array-Antenne zur Bundeswehr.

Noch bessere Bilder mit mehr Satelliten

Mithilfe der beiden Aufklärungssatelliten, die auf Sarah-1 folgen sollen, möchte die Bundeswehr in aller erster Linie für eine noch bessere Bildqualität sorgen. Lange soll es nicht dauern, bis das Trio im Orbit komplett ist. Laut Bundeswehr sollen Sarah-2 und 3 noch in diesem Jahr gen Weltraum starten. Durch die Kombination aus modernster IT-Technik und Reflektor-Antennen an Satelliten 2 und 3 soll dann schlussendlich sogar eine 2D-Karte der Erde entstehen. Diese soll Übersicht verschaffen und insbesondere bei der Früherkennung von Krisenherden helfen. Aufgrund der Bedeutung derart wichtiger Daten möchte man die Sarah-Satelliten, welche eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren haben sollen, nicht nur für die Bundeswehr nutzen. Auch der Bundesnachrichtendienst (BND) soll bei der Erfüllung seiner geheimdienstlichen Aufgaben auf die Kartierung zugreifen können.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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