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Asus ROG Delta S Wireless Test: Kabelloses Gaming-Headset mit gutem Sound

Die S-Klasse im Headset-Lineup von Asus bekommt Zuwachs. Nach dem Top-Modell Delta S kappt der Hersteller kurzerhand die Leine und bringt das Gaming-Headset nun als Wireless-Modell an den Start. Doch beide Modelle unterscheidet deutlich mehr als nur ein Wort im Namen, wie unser Asus ROG Delta S Wireless Test verrät.

Technische Daten

Bauform Over-Ear
Treiber 50 mm Neodym
Frequenzbereich (Kopfhörer) 20 – 20.000 Hz
Impedanz 32 Ohm
Mikrofontyp bi-direktional, mit KI-Rauschunterdrückung
Frequenzbereich (Mikrofon) 100 Hz – 10kHz
Empfindlichkeit (Mikrofon) -37 dB
Anschlüsse USB Type C
Wireless-Modi 2,4-GHz-Funk; Bluetooth 5.0
Reichweite (Wireless) Circa 15 m
Akkulaufzeit Bis zu 25 Stunden
Gewicht 310 g
Kompatibilität PC, Mac, PlayStation 4, PlayStation 5, Nintendo Switch, Smartphone
Preis € 219,00 *

Asus ROG Delta S Wireless Test: Der Lieferumfang

In einem Hersteller-typisch schwarzen Karton samt roter Details kommt das Asus ROG Delta S Wireless daher, der uns nach dem Öffnen direkt mit einem Willkommensgruß darauf hinweist, dass wir fortan zur Elite Republic of Gamers Community gehören.

Im Lieferumfang befindet sich, neben dem eigentlichen Wireless-Gaming-Headset, jede Menge Zubehör. Darunter ein stoffummanteltes USB-A- auf USB-C-Ladekabel mit einer Länge von einem Meter, ein passender USB-C- auf USB-A-Adapter, sowie zwei zusätzliche Ohrpolster aus Netzstoff. Entsprechende Pendants aus Protein-Leder sind bereits vorinstalliert.

Asus ROG Delta S Wireless Lieferumfang
Der Lieferumfang fällt üppig aus. Sogar zusätzliche Ohrpolster aus Stoff legt der Hersteller bei.

Versteckt in der Unterseite der rechten Ohrmuschel findet der USB-C-Wireless-Dongle magnetisch sicheren Halt. Ungewöhnlich, aber sehr cool gelöst. Eine Anleitung und Garantie-Karte runden den Lieferumfang ab.

Design und Verarbeitung

  • Hochwertige, schlichte Optik
  • Keine RGB-Beleuchtung

Das Asus ROG Delta S Wireless greift das Design der Delta-Reihe des Herstellers auf, unterscheidet sich aber in vielen Punkten vom Ur-Delta (unser Test) oder auch dem Geschwisterchen namens Delta S. So verzichtet das kabellose Modell beispielsweise vollständig auf eine RGB-Beleuchtung, um den Akkuverbrauch nicht unnötig in die Höhe zu treiben.

Auffällig sind natürlich einmal mehr die D-förmigen Ohrmuscheln, die der Form des menschlichen Ohrs nachempfunden sind. Ihres Zeichens Aushängeschild der Headset-Serie. Sie sind, wie fast das gesamte Headset, in einem matten Schwarzton gehalten. Farblich im Kontrast steht dazu das weiß abgesetzte, embossierte Herstellerlogo auf den Ohrmuscheln, sowie die silbrig-weißen Übergänge zum Kopfbügel.

Zudem sticht ins Auge, dass das Headset nicht mehr über ein klassisches Schwanenhals-Mikrofon verfügt, wie es noch im Delta S zu finden war. Stattdessen setzt das Wireless-Modell auf zwei winzig kleine Beamforming-Mikrofone, die lediglich als kleine Punkte an den Innenseiten des Headsets zu sehen sind. Dort, wo einst der Mirkrofonarm zu finden war, nimmt nun (magnetisch) der USB-Dongle Platz. Sehr praktisch für unterwegs.

Asus ROG Delta S Wireless USB-Dongle

Sämtliche Bedienelemente findest du, perfekt erreichbar, an der linken Ohrmuschel. An der Rückseite sitzt das Lautstärkerad, das in der Mitte eine Erhöhung aufweist und damit gut ertastbar ist. Per Druck schaltest du damit automatisch den Ton stumm.

Darunter positioniert Asus den Multifunktionsknopf, der beispielsweise für die Medienteuerung genutzt wird. Gefolgt vom Modus-Schalter, mit dem du das Headset ausschalten, sowie zwischen Wireless-Funk- und Bluetooth-Betrieb wechselst. Den Abschluss bilden eine Status-LED, sowie der USB-C-Anschluss, an dem du das Headset zum Aufladen mit Energie versorgst.

Asus ROG Delta S Wireless

Verarbeitung des Asus ROG Delta S Wireless

  • Relativ viel Plastik
  • Robuste Konstruktion um Ohrmuscheln und Kopfbügel

Die Verarbeitungsqualität des Asus ROG Delta S Wireless würde ich als gut bis sehr gut beschreiben. Gefühlt präsentiert sich alles ein wenig weicher, nachgiebiger und nicht ganz so robust, wie ich es von anderen Headsets in dieser Preisklasse gewohnt bin. Was vor allem mit dem relativ hohen Plastikanteil des Gerätes einhergeht.

Das ist aber nur ein Gefühl, denn rein technisch leistet sich das kabellose Gaming-Headset eigentlich keine groben Patzer und überzeugt mit einer angenehmen und hochwertigen Haptik. Der Kopfbügel aus Metall ist schön robust, bietet aber gleichzeitig mehr als genug Spiel, um einen hohen Tragekomfort zu ermöglichen.

Ganz so robust, wie das ähnlich schwere EPOS H3PRO Hybrid (unser Test) fühlt sich das neue Asus-Modell allerdings nicht an. Wie es um die Langlebigkeit der Materialien bestellt ist, kann ich natürlich noch nicht sagen. Aber hier zeigte bereits die Vergangenheit, dass die Delta-Headsets auch auf lange Sicht Freude bereiten.

Tragekomfort

  • Sehr hoher Tragekomfort, auch auf Dauer
  • Hitzestau unter Proteinleder-Ohrmuscheln
  • Zusätzliche Polster aus atmungsaktiven Stoff enthalten

Ohrmuscheln von Headsets und Kopfhörern gibt es mittlerweile in allen Formen und Farben. Vom klassischen rund über eine ovale Form bis hin zu Halbmonden wie im HYTE Eclipse HG10 habe ich mittlerweile so ziemlich alles gesehen und/oder getragen.

Das Asus ROG Delta S Wireless setzt bei den Ohrmuscheln auf eine D-Form (Aushängeschild der Serie), die uns seit jeher gut gefallen haben. Das ist auch beim neuesten Vertreter nicht anders. Der Tragekomfort ist, in weiten Teilen, schlicht überragend.

Um direkt mal mit dem einzigen Kritikpunkt ins Haus zu fallen: Es wird, gerade unter den vorinstallierten Proteinleder-Ohrpolstern, sehr schnell sehr warm. Gerade bei sommerlichen Temperaturen oder hitzigen Gefechten staut sich die Wärme bei diesem Headset etwas stärker als ich es von den meisten Konkurrenten gewohnt bin.

Dem kannst du aber problemlos entgegenwirken, indem du die beiliegenden Synthetik-Faser-Ohrpolster (ROG Hybrid Ear Cushions) aufziehst, was mit nur wenigen Handgriffen in Sekunden über die Bühne geht. Sie sind deutlich luftdurchlässiger, atmungsaktiv und noch dazu angenehm weich.

Asus ROG Delta S Wireless Tragekomfort
Der Tragekomfort überzeugt. Unter den Proteinleder-Ohrpolstern wird es aber sehr warm.

Mit dem Wechsel der Ohrpolster geht aber auch eine Veränderung im Klang und der Abdichtung einher. Die Kunstleder-Variante ist deutlich dichter und isoliert besser gegen Umgebungsgeräusche, während der Klang mit den Stoff-Ohrpolstern etwas offener daherkommt.

Ansonsten überzeugt der Tragekomfort aber auf ganzer Linie, was vor allem den großzügigen Ohrpolstern zu verdanken ist, die – auch bei längeren Gaming-Sessions – selbst großen Lauschern mehr als genügend Platz bieten. Trotz des vergleichsweise hohen Gewichtes des Headsets von 318 Gramm, fällt der Anpressdruck angenehm niedrig aus. Mehrstündiges Zocken oder Musikhören ist mit dem Delta S Wireless absolut bequem möglich.

Praxistest und Handhabung

  • Funk- und Bluetooth-Betrieb möglich
  • USB-Dongle funktioniert am Smartphone nicht
  • Gelungene Bedienung

In der Praxis gibt sich das Asus ROG Delta S Wireless enorm vielseitig. Ob in Kombination mit dem USB-C-Dongle im 2,4-GHz-Funkband oder ganz ohne Helferlein via Bluetooth 5.0: Das Headset findet fast an jeder Audioquelle Anschluss und ist mit wenigen Handgriffen einsatzbereit.

Leider ist es nicht möglich, das Headset auf einem Android-Smartphone mit dem USB-Dongle zur Musikwiedergabe zu bewegen. Sehr schade, zumal Asus genau dies in einem Produktbild andeutet. Klappt aber offenbar nur mit den hauseigenen ROG Phones. Aber hey: Via Bluetooth geht’s ja auch.

In der Praxis fällt die Latenz in beiden Betriebs-Modi aber gleichermaßen überzeugend aus. Das Funknetz ist natürlich noch einmal ein gutes Stückchen schneller und im kompetitiven Gaming-Einsatz an PC und Notebook klar die bessere Option. Übrigens auch klanglich, doch dazu später mehr.

Die Bedienung mithilfe der Tasten und Regler arbeitet ebenfalls sehr präzise. Dabei empfinde ich die gewählte Position als hervorragend, um problemlos alles erreichen zu können. Zudem gefällt mir die Haptik sehr gut. Das Lautstärkerad weist eine angenehme Rasterung auf, was eine präzise Einstellung ermöglicht. Praktisch zudem, dass es klickbar ist und so das Mikrofon kurzerhand stummschaltet.

Asus ROG Delta S Wireless
Die Bedienung empfinden wir dank hervorragender Regler und Tasten als sehr gut.

Auch die Multifunktionstaste leistet gute Arbeit und dient hauptsächlich der Mediensteuerung. Einmal drücken startet oder pausiert die Wiedergabe, mehrfaches Drücken wechselt zum vorherigen oder nächsten Titel. Hältst du die Taste länger gedrückt, wechselt das Delta S Wireless in den Bluetooth-Pairing-Modus.

Sauer stößt allerdings auf, dass es bei Verwendung des USB-Dongles im Rahmen unseres Tests zu Störungen mit anderen Wireless-Receivern, in diesem Fall dem Logi-Bolt-Empfänger meiner kabellosen Maus kam. Sie reagierte stellenweise träge oder verweigerte kurzzeitig sogar vollständig den Dienst. Habe ich in dieser Form auch noch nicht erlebt. Weder bei Razer, noch bei Corsair und wie sie nicht alle heißen.

Asus ROG Delta S Wireless
Huch: Der Asus-Dongle legt die kabellose Logitech-Maus kurzerhand lahm.

Reichweite, Akkulaufzeit und Ladezeit

  • 15 Meter (Funk) bzw. 10-12 Meter (Bluetooth) Reichweite
  • 25 Stunden Akkulaufzeit nur Durchschnitt, lädt aber sehr schnell

Gut ist es um die kabellose Reichweite des Asus ROG Delta S Wireless bestellt. Im 2,4-GHz-Funkband kam ich bei meinem Indoor-Test in dicken Kellerwänden auf rund 15 Meter Entfernung, bevor es im Klang zu Aussetzern kam. Damit liegt das ROG-Modell in etwa auf Augenhöhe mit den besten Wireless-Gaming-Headsets. Im Bluetooth-Betrieb fällt die Reichweite natürlich etwas geringer aus, doch selbst hier sind sehr gute 10-12 Meter drin.

Auf gutem, wenngleich nicht überragenden Niveau, liegt zudem die Akkulaufzeit. Die vom Hersteller versprochenen 25 Stunden können wir im Praxistest weitgehend bestätigen. Und dennoch: Andere Headsets kommen hier auf das Doppelte, während ein HyperX Cloud Alpha Wireless sogar satte 300 Stunden Nutzung erlaubt.

Asus ROG Delta S Wireless
Die Akkulaufzeit von 25 Stunden ist Durchschnitt, dafür geht das Laden rasend schnell.

Natürlich hängt die Laufzeit aber auch mit den Einstellungen (Surround-Sound an/aus), sowie der gewählten Lautstärke zusammen und variiert entsprechend stark. Dafür geht das Aufladen äußerst schnell vonstatten. 15 Minuten mit dem verbundenen USB-Kabel genügen dem Headset für volle drei Stunden Wiedergabe. Insgesamt nimmt ein Ladevorgang rund anderthalb Stunden Zeit in Anspruch.

Was ich allerdings nicht ganz nachvollziehen kann, ist die Akkustandsanzeige. Die gibt’s lediglich in der Begleit-App und unterscheidet sich stark zwischen dem Wert, den Windows anzeigt und dem Wert, den mir mein Android-Smartphone aufzeigt. Am PC spricht das Programm von 40 Prozent, auf dem Smartphone werden mir, wenige Sekunden später, jedoch 90 Prozent angezeigt. Ja was stimmt denn nun? Man weiß es nicht.

Asus ROG Delta S Wireless
Nervig: Die Akkustandsanzeige via Bluetooth weicht stark von der am PC ab.

Aufnahme- und Wiedergabequalität

  • Kein Hi-Fi DAC verbaut (wie im Delta S)
  • 50-mm-Treiber
  • Klang bedarf Feintuning in Begleit-App

Klanglich präsentiert sich das Asus ROG Delta S Wireless, im Vergleich zu seinem kabelgebundenen Geschwisterchen, etwas abgespeckt. Bot dieser doch den hochauflösenden Verstärker „Hi-fi ESS 9281 Quad DAC“, auf den das kabellose Modell verzichtet. Du musst hier also ohne den hochauflösenden Klang samt MQA-Renderer (Master Quality Authenticated) auskommen.

Das ist besonders ärgerlich für all diejenigen, die aufgrund der Namensgebung seitens Asus einfach mit einem kabellosen Modell des ROG Delta S rechnen. Das das Wireless-Headset aber schlicht und ergreifend nicht ist. Das finde ich, gelinge gesagt, schon sehr frech.

Asus ROG Delta S Wireless Vergleich
Ein Vergleich von Asus selbst zeigt, dass das Asus ROG Delta S Wireless einige Features vermissen lässt. (Bild: Asus)

Doch genug gemeckert. Wie klingen die 50 mm großen Asus Essence-Treiber denn nun? Zunächst einmal ganz gut, in Verbindung mit den vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten innerhalb der Armoury Crate-Software sogar sehr gut. Diese sollte an PC oder Notebook aber auch immer schön im Hintergrund laufen, da das Headset ansonsten nur die Standard-Abmischung nutzt.

Und die fällt, wie gesagt, gut aus. Liegt aber nicht auf dem Niveau der ähnlich teuren Konkurrenz. Dafür steht der Bass zu stark im Mittelpunkt, während es den Mitten an Klarheit fehlt. Es ist ein gefälliger, vor allem auf wuchtige Effekte in Games ausgelegter Sound, dem es in der Höhe etwas an Offenheit und Differenziertheit (gerade zwischen Mitten und Höhen) mangelt.

Glücklicherweise kannst du den Klang aber mit der Software ordentlich pimpen und so ein auf dich zugeschnittenes Klangbild erschaffen, das sich hinter den meisten anderen kabellosen Gaming-Headsets nicht verstecken muss.

Asus ROG Delta S Wireless
Klanglich kann das Asus ROG Delta S Wireless zumindest mit Software-seitigen Anpassungen überzeugen.

Die klangliche Brillanz eines EPOS H3PRO Hybrid oder Corsair HS80 (unser Test) erreicht das Headset aber zu keinem Zeitpunkt. In Spielen profitierst du dank virtuellem 7.1-Surround-Sound von einer sehr guten räumlichen Ortung, doch auch hier kann man nicht ganz mit den Top-Modellen mithalten.

Zudem gibt es enorme klangliche Unterschiede zwischen Funk- und Bluetooth-Betrieb. Bei letzterem klingen die Höhen bei hohen Lautstärken zu schrill und überspitzt, dafür steht der Bass etwas stärker im Hintergrund. Das macht das Musikhören via Bluetooth schnell recht anstrengend, für ab und zu mal etwas musikalische Beschallung reicht es jedoch.

Asus ROG Delta S Wireless Bluetooth
Im BT-Modus ist das Klangbild deutlich anstrengender, zumindest auf hohen Lautstärken.

Mikrofonqualität

  • Zwei winzige Beamforming-Mikrofone
  • Umfangreiche KI-Funktionen, mit Auswirkungen auf den Klang

Das ROG Delta S Wireless verzichtet, wie bereits eingangs erwähnt, auf einen richtigen Mikrofonarm und setzt auf bi-direktionale Dual Beamforming-Mikrofone. Sie bieten eine Sensibilität von -37 dB und decken ein Frequenzband von 100 Hz bis 10.000 Hz ab. Zudem kannst du auf Wunsch innerhalb der Software verschiedene Einstellungen vornehmen.

Dazu gehört eine KI-Rauschunterdrückung oder eine Stimmverstärkung, die für eine klarere Kommunikation sorgen soll (genannt „Perfekte Stimme“). Diese Werte kannst du in der Software in mehreren Stufen oder ziemlich frei feineinstellen.

Qualitativ leisten die Mikrofone, ohne Unterstützung der künstlichen Intelligenz, einen guten Job. Ich finde es zudem absolut erstaunlich, was das Headset hier aus diesen beiden winzig kleinen Mikrofonlöchern klanglich herausholt. Für Sprachchats oder die Kommunikation in verschiedenen Spielen ist die gebotene Leistung wirklich gut. Ich bin klar und dynamisch zu verstehen.

Ohne jeglichen Eingriff nimmt das Delta S Wireless Hintergrund- und Umgebungsgeräusche allerdings vergleichsweise stark auf. Mit der KI-Rauschunterdrückung wird es dann in Bereich der Dynamik deutlich besser in lauteren Umgebungen, die Komprimierung durch die Technologie hörst du aber schon deutlich. Sehr gut finde ich hingegen, dass hier keinerlei Silben verschluckt werden. Das haben wir bei ähnlichen Lösungen anderer Hersteller schon ganz anders gesehen.

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App-Anbindung: Armoury Crate

  • Übersichtliche App mit großem Umfang
  • Vergleichweise wenig CPU-Belastung

Als Begleit-App kommt Asus‘ Allround-Lösung Armoury Crate zum Einsatz, in der das Headset nur einen kleinen, dafür extrem umfangreichen Teilbereich spendiert bekommt. Zumindest, nachdem wir erst einmal die Firmware aktualisiert haben.

In den Audioeinstellungen bestimmst du beispielsweise die Klangqualität und nimmst Klangoptierungen vor. Hier gibt es verschiedene Modi, die beispielsweise auf Spiele-Genre, Filme oder Musik ausgelegt sind.

Optional schaltest du zudem einen Bass Boost oder eine Stimmverstärkung hinzu. Mithilfe eines 10-Band-Equalizers kannst du den Klang zudem auf deine Vorlieben abstimmen und regelst darüber hinaus die drei KI-Funktionen der Mikrofone.

Unter dem Punkt „Energie“ kannst du den aktuellen Batteriestand ablesen, der sich aber auch im App-Symbol auf der Taskleiste ablesen lässt. Zudem bestimmst du hier, nach wie vielen Minuten Nichtnutzung das Headset in den Energiesparmodus wechseln soll. Viel mehr gibt es in der App nicht zu sehen. Doch der Umfang und die Funktionen gefallen.

Asus ROG Delta S Wireless Test: Fazit

Das Asus ROG Delta S Wireless sieht schick aus, ist hochwertig verarbeitet und bietet einen wirklich guten Tragekomfort. Auf der Haben-Seite verbucht das Headset zudem eine beeindruckende Lautstärke, eine überzeugende Bedienung und die vielfältige Konnektivität.

Allerdings musst du erst einmal ein wenig Feintuning betreiben, bevor das kabellose Gerät auch wirklich den bestmöglichen Klang realisiert. Out-of-the-box ist es klanglich lediglich ganz gut aufgestellt, kann mit den richtigen Einstellungen aber sogar sehr gut klingen.

Es gibt allerdings auch vergleichsweise viel Schatten. Die Akkulaufzeit ist Durchschnitt, die Ladezeit dafür sehr gut. Im Bluetooth-Modus fällt die Klangqualität stark ab und die Mikrofonqualität könnte, gerade bei hinzugeschalten KI-Funktionen auch besser sein. Für Beamfoaming-Mikrofone fällt das Ergebnis aber recht beeindruckend aus – wenngleich man hier echten Schwanenhals-Mikros nicht das Wasser reichen kann.

Ich finde es zudem fast schon ein wenig dreist, dass der Name stark an das ROG Delta S angelehnt ist, das Wireless-Modell aber den Hi-Fi-Klang und Verstärker vermissen lässt. Auch die Interferenzen des USB-Dongles mit Lösungen anderer Hersteller haben mich fast zur Weißglut getrieben, da ich so etwas in dieser Form noch nicht erlebt habe.

So bleibt das Asus ROG Delta S Wireless am Ende ein wirklich komfortables, hochwertiges und vielseitig nutzbares Gaming-Headset mit einem zumindest am PC wirklich überzeugenden Klang, das am Ende aber hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt und einfach zu teuer ausfällt. Wesentlich günstiger ist das kabelgebundene ROG Delta S erhältlich, schon ab etwa 160 Euro.

Asus ROG Delta S Wireless Test: Silver Award

Asus ROG Delta S Wireless

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Aufnahmequalität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

86/100

Schickes kabelloses Gaming-Headset mit hohem Tragekomfort und dualer Verbindung. Bedarf beim Klang aber viel Feintuning und kann bei der Mikrofonqualität nur bedingt überzeugen.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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