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Eufy Mach V1 Test: Anker baut jetzt auch Akkuwischer

Wischsauger gewinnen derzeit stark an Beliebtheit. Das verwundert angesichts des smarten Konzepts nicht wirklich. So kombinieren die Hersteller hier gewissermaßen Akkusauger und Wischmopp zu einem Gerät. Nun steigt ein Tochterunternehmen von Anker in den vielversprechenden Markt ein. Eufy bringt mit Mach V1 und Mach V1 Ultra dabei gleich zwei Haushaltshelfer an den Start. Im Eufy Mach V1 Test wollen wir heute einmal das Standardmodell unter die Lupe nehmen.

Unterschiede zwischen Anker Mach V1 und V1 Ultra

Anker stellt sich in den letzten Monaten mächtig breit auf. Produzierte das 2011 gegründete Unternehmen vor einigen Jahren lediglich kleine Gadgets wie Bluetooth-Lautsprecher, Powerbanks und Ladekabel folgten auch Powerstations und smarte Hubs für den heimischen Computer. Sogar ein Balkonkraftwerk hat der Hersteller nun in der Mache. Mit seinem Anker Mach V1 betritt das Unternehmen streng genommen nicht gänzlich Neuland. Schließlich ist es mit seiner Tochter eufy bereits mittelbar auf dem Markt der smarten Haushaltshelfer tätig.

eufy mach v1 test

Dabei liegt der Fokus aber eher auf Saugrobotern wie dem Anker eufy RoboVac G20 Hybrid (Test). Seine Premiere im Bereich der Saugwischer feiert Anker oder besser gesagt eufy dabei gleich im Doppelpack. Neben Mach V1 kommt auch der Mach V1 Ultra. In der Ultra-Version gibt es dabei einen integrierten Dampfreiniger, eine Schnelltrocknungsfunktion sowie eine längere Akkuleistung. Dafür kostet er allerdings auch 200 Euro mehr. Wir überprüfen mal, ob du diesen Aufpreis wirklich in Kauf nehmen musst oder die Standardversion bereits ausreichend Leistung bietet.

Technische Daten

Größe und Gewicht 1178 x 278 x 240mm und 4,8 kg
Saugleistung 16.800 Pascal
Akkulaufzeit bis zu 45 Minuten
Grundfunktionen Saugen, Wischen, Desinfizieren, Trocknen
Display Smartes LCD-Display
Frischwasserbehälter 820 ml
Schmutzwasserbehälter 720 ml
Preis € 599,00 *

Eufy Mach V1 Test: Lieferumfang

Der üppige Lieferumfang ist für mich nicht überraschend. Schließlich ist der Anker Mach V1 nicht der erste Saugwischer, den wir im Rahmen unserer Testreihe unter die Lupe nehmen dürfen. Der Hersteller orientiert sich in Sachen Ausstattung also bei der Konkurrenz. Herzstück ist natürlich der Saugwischer selbst. Mit dabei ist auch die passende Ladestation und jede Menge Zubehör.

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Da wäre zum einen der Ersatzfilter. Zum anderen bekommst du eine Reinigungsbürste sowie passendes Reinigungsmittel, welches du dem Wischwasser zuführen kannst. Obendrein legt das Unternehmen eine Ersatzwalze bei. Solltest du mit der Zeit neues Zubehör benötigen, kannst du dieses ganz bequem nachkaufen. Das ist der Vorteil beim Griff zu einem namhaften Hersteller wie eufy.

Eufy Mach V1 Test: Design und Verarbeitung

  • Kombination aus Schwarz und Weiß
  • Kleines Display am Griff
  • Schicke Optik und hohe Verarbeitungsqualität

Bereits auf den ersten Blick macht der Saugwischer einen sehr guten Eindruck. Das liegt zum einen am modernen Design. Dieses hebt sich erfreulich gut vom Standard der Modelle vom Branchenprimus Tineco ab. Es erinnert mich mitunter ein wenig an die flache Optik eines OSOTEK Horizon H200 (Test). Richtig cool finde ich die Hintergrundbeleuchtung des Wassertanks. Hier unterstreicht Anker seine futuristische Designsprache. Ein großer Unterschied zur Konkurrenz ist das Display.

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Dieses setzt unmittelbar am Handgriff und ist deutlich kleiner als beispielsweise der gigantische Bildschirm eines Tineco Floor One S7 Pro (Test). Die Verarbeitung ist durchweg auf einem sehr hohen Niveau. So verwendet Anker hier hochwertigen Kunststoff und verbaut ihn auf makellose Weise, sodass es hier an keiner Stelle knackt oder knarzt. Der Griff zum Kunststoff spiegelt sich auch beim recht geringen Gewicht wieder. So bringt der Saugwischer gerade einmal 4,8 kg auf die Waage.

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Auch der Aufbau stellte mich vor keinerlei Probleme. Den Blick auf den beiliegenden Quick Start Guide werden sich deshalb alle halbwegs technisch affinen Personen sparen können. So setzt du hier lediglich die beiden Wassertanks für Frisch- und Schmutzwasser ein. Der Griff wiederum befindet sich bereits in montierter Position. Nun musst du nur noch einen geeignet Ort mit Steckdose finden, um die Ladestation zu platzieren. Das bedeutet, dass die Montage hier noch unkomplizierter ist als bei der Konkurrenz.

Eufy Mach V1 Test: Bedienung

  • Bedieneinheit befindet sich beim Display
  • Steuerung auch per App möglich

Bei nahezu jedem Test eines Saugwischers von Tineco musste ich mir die Frage stellen, warum der US-Hersteller einen App-Support bietet. Schließlich bescherte mir die Smartphone-Anwendung keinen wirklichen Mehrwert. Umso überraschender ist es, dass Anker den selben Weg geht und auch für seinen Mach V1 eine passende App in petto hat. Der Funktionsumfang entspricht in etwa dem aus dem Hause Tineco. So kannst du hier beispielsweise Einstellungen zur Sprachsteuerung vornehmen oder einsehen wie hoch der Akkustand ist.

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Mehr als eine kleine technische Spielerei ist das nicht. Für die Einrichtung des Saugwischers benötigst du die App auf jeden Fall nicht. Das geht alles problemlos am Haushaltshelfer selbst. Herzstück ist dabei das am Griff befindliche Display. Hier befinden sich gleichsam Tasten, die du zur Navigation durchs Menü nutzt. Auch während der ersten Einrichtung kommen diese Tasten zum Einsatz.

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Ist der Saugwischer komplett eingerichtet, solltest du natürlich noch den Frischwassertank füllen. Ein passendes Reinigungsmittel, das mit frischem Duft punktet, legt Anker direkt bei. Ob du mit oder ohne dieses wischen möchtest, ist dir natürlich selbst überlassen. Es ist kein Muss. Sollte der Akku des Wischers ausreichend gefüllt sein, kannst du direkt mit der ersten Reinigungstour loslegen. Andernfalls schickst du das Gerät zunächst einmal zum Aufladen in die Station.

Eufy Mach V1 Test: Optimale Reinigung auf Hartböden

  • Akkuwischer eignet sich für alle Hartböden
  • Für Teppiche ungeeignet

Einfach ist nicht nur die Einrichtung des Mach V1. Auch beim Reinigungsvorgang punktet das Gerät mit einer unkomplizierten Bedienung. Hierbei stehen wieder die Tasten am Handgriff im Vordergrund. Mithilfe dieser lässt sich der Mach V1 nicht nur starten. Obendrein kannst du hier zwischen den unterschiedlichen Modi wechseln. Der sogenannte intelligente Modus entspricht dabei dem Auto Modus der Konkurrenz. Hier reguliert der Saugwischer die Wisch- bzw. Saugleistung je nach ermitteltem Verschmutzungsgrad. Letzteren analysiert der Mach V1 mithilfe der Sensoren.

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Wer hingegen das Maximum an Leistung herauskitzeln möchte, aktiviert am besten den Turbomodus. Dieser lässt sich mithilfe eines Triggers unterhalb des Griffs einschalten. Sollte dir einmal ein Glas Milch oder eine andere Flüssigkeit auskippen, ist der reine Saugmodus interessant. Hier saugt das Gerät nämlich ganz einfach die Pfütze oder anderen Unrat auf. Bei meinem ausführlichen Reinigungstest offenbarte der Mach V1 keinerlei Schwächen, wenn es um die Power geht. Wirft man einen Blick auf die technischen Daten verwundert das auch nicht wirklich.

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Der Wasserfilm auf dem Boden trocknet erstaunlich schnell.

Schließlich punktet der smarte Haushaltshelfer mit einer Saugleistung von 16.800 Pascal. Wer ausschließlich oder zumindest viele Teppichböden in den eigenen vier Wänden besitzt, für den ist der Mach V1 hingegen nicht wirklich geeignet. Schließlich ist seine Kernkompetenz die feuchte Reinigung von Hartböden wie Vinyl, Fliesen, Parkett oder Laminat. Und auf diesen machte er bei mir eine hervorragende Figur. Egal, ob Badezimmer, Küche oder Wohnzimmer. Auf meinen Vinyl- und Fliesenböden konnte ich neben Tierhaaren auch Chipskrümel und Hausstaub problemlos aufwischen bzw. -saugen.

Eufy Mach V1 Test: Desinfektion mithilfe von Ozon

Ein weiteres Verkaufsargument, das Anker bei seinem Mach V1 hervorbringt ist die Desinfektion mittels Ozon. Diese bekommst du im Eco-Clean-Modus geboten. Das Ozon soll 99,9 Prozent aller Keime auf dem Boden entfernen können. Ob das tatsächlich der Fall ist, konnte ich im Rahmen des Tests nicht nachprüfen. Anker hat sich hierfür aber einen fachmännischen Zeugen an die Seite geholt. Der TÜV Rheinland hat dem Hersteller nämlich die antibakterielle Wirkung bescheinigt.

Die Ozon-Technik sorgt für eine hygienische Reinigung.

Wer sich übrigens für die Ultra-Version entscheidet, bekommt einen weiteren Reinigungsmodus geboten. So kommt der Mach V1 Ultra mit einem Dampfreiniger-Modus daher, der ebenfalls Bakterien und anderen Keimen den Kampf ansagt. Ähnlich wie andere Modelle der Konkurrenz setzt auch der Mach V1 auf einen praktischen Filter beim Schmutzwasserbehälter. Dieser sorgt dafür, dass keine Feststoffe im Behälter landen und damit drohen, deinen Abfluss zu verstopfen. Stattdessen kannst du sie bequem in deinem Mülleimer entsorgen.

Eufy Mach V1 Test: Rückschrittliche Reinigungsbürste

  • Breiter Walzenrand hinterlässt ungereinigten Rest
  • Passt nicht unter flache Möbel

Während beispielsweise die Desinfektion mithilfe von Ozon fortschrittlich scheint, offenbart das Gerät aber auch ein paar kleine Schwächen, die eher einem Rückschritt gleichkommen. Insbesondere muss ich über die Bürstenform meckern. Hier besteht ein großer Rand zwischen seitlichem Bürstenende und Aufhängung sowie entsprechender Abdeckung. Das hat zur Folge, dass es sich während der Reinigung gar nicht vermeiden lässt, dass du einen ungereinigten Rand zur Fußbodenleiste hinterlässt.

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Die Walzenränder verhindern leider eine Reinigung in Randbereichen.

Es wäre sinnvoll gewesen, wenn zumindest eine Seite der Bürste ohne einen solchen Abstand auskommt. Dass das möglich ist, stellen Saugwischer wie der Roborock Dyad (Test) unter Beweis. Die zweite Schwäche, die ich dem Mach V1 attestieren muss, ist der unflexible Bürstenkopf. Hier liegt aber die Achillesferse vieler Saugwischer. So ist eine Reinigung unter recht flachen Möbeln nämlich schlichtweg nicht möglich, da man mit dem Saugwischer nicht darunter passt.

Leider passt der Saugwischer nur schwer unter flache Möbel.

Bislang konnte mich in dieser Hinsicht nur der Horizon H200 von OSOTEK überzeugen. Dieser lässt sich nämlich so flach ausrichten, dass man auch unter das heimische Sideboard passt. Das sind Abstriche, die dafür sorgen, dass der Mach V1 als alleiniges Haushaltsgerät für die Bodenreinigung nicht genügen dürfte. Ansonsten gäbe es einige ungereinigte Stellen in den eigenen vier Wänden.

Eufy Mach V1 Test: Unkomplizierte Wartung

Wenn du mit dem Mach V1 Bahnen durch die eigenen vier Wände gezogen hast, sammelt sich jede Menge Schmutzwasser an. Das macht bereits deutlich, dass man den Saugwischer aus hygienischen Gründen regelmäßig säubern sollte. Zu einem Großteil macht der Saugwischer das selbst. Schließlich bietet er wie die Modelle der Konkurrenz eine Selbstreinigungsfunktion. Um diese zu starten, musst du den Mach V1 zunächst in der Ladestation platzieren. Per Knopfdruck aktivierst du nun die Selbstreinigung.

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Die Selbstreinigung aktivierst du über die Sternentaste am Griff.

Hierbei säubert das System nicht nur die Hauptbürste. Obendrein wird die Schmutzwasserleitung durchgespült. Dieser Vorgang dauert nur eine kurze Zeit. Anders sieht es mit dem sogenannten Auto-Dry-Feature aus, das im Anschluss startet. Um üblen Gerüchen und der Bildung von Bakterien vorzubeugen, trocknet das Gerät die Walze im Anschluss an die Selbstreinigung nämlich mit Heißluft. Hier musst du mit einer knappen Stunde Trocknungszeit rechnen.

In regelmäßigen Abständen musst du das Frischwasser nachfüllen.

Die übrige Wartung hält sich wirklich in Grenzen. So solltest du in regelmäßigen Abständen den Schmutzwassertank inklusive Filter ordentlich durchspülen. Wer Reinigungsmittel nutzen möchte, muss dieses außerdem in den separaten Behälter füllen. Dieses füllt der Mach V1 übrigens mit seinem Feature Tesla Valve Mixing selbstständig in den Wassertank. Laut Herstellerangaben soll das Ventilmischsystem immer für eine perfekte Mischung der beiden Komponenten sorgen.

Eufy Mach V1 Test: Sehr gute Akkulaufzeit

Zu guter Letzt sei noch auf zwei weitere wichtige Aspekte zum Thema Bedienkomfort hingewiesen. Zum einen arbeitet der Mach V1 erfreulich ruhig. Selbst der Turbomodus ist mit gerade mal 65 dB erstaunlich ruhig und über mehrere Minuten problemlos zu ertragen. Obendrein punktet der Saugwischer mit einer guten Ausdauer. Der Akku hält bis zu 45 Minuten durch. Im Test konnte ich im smarten Modus gute 35 Minuten reinigen. Die Angabe scheint also durchaus realistisch zu sein, wenn man sich auf den schwächsten Modus verlässt.

Fazit

Du lebst in einer Wohnung, die sich vornehmlich durch Hartböden wie Parkett, Vinyl oder Fliesen auszeichnet? Dann ist ein Saugwischer wie der Anker Mach V1 durchaus ein geeigneter Haushaltshelfer für dich. So punktet er nicht nur mit einem schicken Design und einer guten Verarbeitung. Obendrein bietet er ausreichend Saug- und Wischleistung, um deinen Boden zu säubern. Dabei sorgt die Ozon-Technik dafür, dass 99,9 Prozent der Bakterien bekämpft werden. Mit bis zu 45 Minuten Laufzeit dürftest du selbst größere Wohnungen problemlos mit einer Akkuladung säubern können.

Für schmale Ecken ist der Mach V1 zu groß.

Allerdings ist angesichts des Walzendesigns nie die komplette Reinigung deiner Böden möglich. Hier hätte Anker zumindest eine Seite randlos machen sollen. Auch die eingeschränkte Flexibilität des Reinigungskopfes hinterlässt schmutzige Stellen. Schließlich reicht der Akkuwischer nicht unter flache Möbel. So bleibt der Mach V1 die perfekte Ergänzung zum bereits vorhandenen wendigen Staubsauger. Wer vornehmlich Teppichböden in den eigenen vier Wänden hat, sollte hingegen gänzlich die Finger von Saugwischern wie dem Mach V1 lassen.

Eufy Mach V1

Verarbeitung
Design
Leistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

88/100

Der Eufy Mach V1 ist ein guter Saugwischer im schicken Design, der kleine Schwächen aufweist.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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