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Huawei-CEO: „Jetzt geht es ums Überleben“

Huawei-CEO Ren Zhengfei hat sich in einem internen Memo an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewandt und dabei eine düstere Zukunft aufgezeigt. Anhaltende Probleme, die Rezession und mehr gehen auch an dem Tech-Riesen aus China nicht spurlos vorüber.

Huawei kämpft um Überleben

Das Embargo durch die USA, der Ukraine-Krieg und die Folgen der Coronapandemie haben offenbar Huawei stark zugesetzt. Zumal dem Anbieter auch in Deutschland bald das Aus drohen könnte. Entsprecht geht es intern in nächster Zeit nicht mehr darum, Gewinne zu erzielen, sondern nur noch um das nackte Überleben.

Das geht zumindest aus einem internen Memo von Huawei-CEO Ren Zhengfei hervor, das laut Bericht von verschiedenen chinesischen Medien wie beispielsweise Yicai bereits am 22. August verschickt wurde und auf Netease vollumfänglich nachzulesen ist.

Zhengfei geht davon aus, dass die weltweite Wirtschaft innerhalb des kommenden Jahrzehntes weiter zurückgehen wird. Für den Konzern gehe es nun vor allem um das Überleben. Dazu werde man als Unternehmen den Markt in „einigen Ländern“ auch vollständig aufgeben, so der Huawei-Chef weiter.

Entwicklung bis 2025 entscheidend

Vor allem in den nächsten drei Jahren geht es für Huawei vor allem um das Überleben: „Im Jahr 2023 oder sogar bis 2025 müssen wir das Überleben als Hauptziel sehen.“ Im Geschäftsjahr 2021 stieg zwar der Unternehmensgewinn von Huawei um rund 76 Prozent, der Umsatz erhielt jedoch einen gewaltigen Dämpfer und ging um fast 30 Prozent zurück.

Aktuell liegt man für das Jahr 2022 hinter den Erwartungen, aber auch hinter dem Umsatz des Vorjahres zurück. Kein Wunder also, dass Zhengfei einen Sparkurs ankündigt, um Huawei am Leben zu erhalten.

„Das gesamte Unternehmen muss das Budget effektiv nutzen, kann nicht blind alle Projekte schließen,“ so der CEO im Memo. Auch die Budgets der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen müssten demnach reduziert werden, während ein erneuter Personalabbau ebenfalls im Raum steht.

Seit geraumer Zeit konzentriert sich Huawei abseits des ursprünglichen Kerngeschäftes auf andere Technik-Bereiche wie Notebooks um das MateBook 16s (unser Test) oder In-Ear-Kopfhörer wie die FreeBuds Pro 2 (unser Test), nachdem die Smartphone-Sparte seit den durch die USA verhängten Sanktionen kaum mehr in der Lage ist, Gewinne zu erzielen.

Wenngleich man es hier mit neuen Geräten wie dem kürzlich vorgestellten Huawei Enjoy 50 Pro immer wieder probiert. Doch die Käuferinnen und Käufer bleiben, zumindest in den USA und in Europa, offenbar weitestgehend aus.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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