PC-Hardware

Basic Tutorials Ratgeber: Wie finde ich den richtigen Monitor?

Wer viel Zeit vor dem Computer verbringt, sollte darauf achten, einen für seine Zwecke geeigneten Bildschirm auszuwählen – schließlich eignet sich nicht jeder Monitor für jeden Anwendungszweck. Doch worauf muss beim Kauf geachtet werden? Gibt es Stolperfallen oder besondere Merkmale, die in jedem Falle beachtet werden sollten? Und wie finde ich heraus, ob mein favorisierter Monitor wirklich für die Arbeit im Büro oder für intensives Gaming geeignet ist? Diese und viele weitere Fragen, die im Rahmen der Auswahl eines Monitors von Bedeutung sind, werden in diesem Ratgeber geklärt.

Die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten

Die erste Frage, die im Zusammenhang mit dem Kauf eines neuen Monitors aufkommt, ist die, ob das ins Auge gefasste Modell überhaupt mit dem eigenen Computer kompatibel ist. Die Antwort auf diese Frage kann recht leicht durch einen Abgleich der Anschlussmöglichkeiten gefunden werden. Mindestens eine Anschlussmöglichkeit muss von beiden Geräten angeboten werden, um Kompatibilität gewährleisten zu können. Nachfolgend findet sich ein Überblick über die gängigsten Anschlussmöglichkeiten – inklusive Betrachtung der jeweiligen Vor- und Nachteile. Bereits an dieser Stelle kann herausgefunden werden, wie modern ein Monitor ist. Ist er beispielsweise nur mit veralteten Anschlüssen ausgestattet, sollte möglicherweise von einem Kauf abgesehen werden, um auch die Verwendbarkeit des Geräts auch in absehbarer Zukunft gewährleisten zu können.

Die Anschlüsse des Philips 245C7QJSB (HDMI, VGA und DisplayPort)
Die Anschlüsse des Philips 245C7QJSB

VGA: Veraltet, aber teilweise immer noch in Gebrauch

Der VGA-Anschluss gilt als veraltet und ist neueren Anschlussmethoden weit unterlegen, was auch darauf zurückzuführen ist, dass ausschließlich ein Videosignal übertragen wird. Soll auch Ton übertragen werden, muss für eine separate Audioübertragung gesorgt werden. Genutzt wird der Anschluss in alten Modellen, in extrem günstigen Modellen sowie als Zusatzoption in Businesslaptops. Hiermit soll sichergestellt werden, dass die Geräte mit alten Projektoren kompatibel sind. Wer heute auf der Suche nach einem PC-Bildschirm ist, ist jedoch keineswegs auf einen VGA-Anschluss angewiesen.

DVI: Ebenfalls veraltet, aber noch in Gebrauch

Ähnliches gilt für den DVI-Anschluss. Auch mit diesem können ausschließlich Videosignale übertragen werden. Obwohl dieser Standard als veraltet gilt, wird er noch überraschend häufig genutzt. Benötigt wird dieser Anschluss in der Regel jedoch nicht mehr. Darüber hinaus fällt er durch seine im Vergleich mit anderen Anschlusssteckern enorme Größe negativ auf.

HDMI: Sehr weit verbreitet und beinahe überall zu finden

HDMI-Anschlüsse sind extrem verbreitet und stellen heute den Standard im PC- und TV-Bereich dar. Sie übertragen sowohl Audio- als auch Video-Signale. Ein weiteres Kabel wird daher nicht benötigt, was die Benutzung deutlich vereinfacht. Heute werden HDMI-Kabel extrem häufig zur Signalübertragung zwischen PC und Monitor sowie zur Übertragung zwischen Spielkonsole und TV verwendet. Der durchschnittliche Monitorkäufer dürfte daher bereits mit diesen Anschlüssen in Kontakt gekommen sein. Mit der neuesten HDMI-Version (2.1) können Bilder mit bis zu 10.000 Pixeln bei 120 Hertz übertragen werden. Beim Kauf sollte also darauf geachtet werden, dass diese neue Version verbaut wurde. Alte HDMI-Anschlüsse können derart hohe Auflösungen und Hertz-Werte hingegen nicht übertragen.

DisplayPort: Sehr viele Möglichkeiten

Neuere Monitore sind häufig auch mit einem DisplayPort-Anschluss ausgestattet. Dieser bietet zahlreiche Möglichkeiten. So können beispielsweise mehrere Monitore über ein einziges Kabel mit einem PC verbunden werden. Darüber hinaus dürften vor allem Gamer und Kreative von der Signalübertragung via DisplayPort profitieren, da 4K-Bilder mit bis zu 240 Hertz und 8K-Bilder mit bis zu 60 Hertz übertragen werden können. Soll Platz gespart werden, kann auch die MiniDisplayPort genannte Miniaturversion des Anschlusses zum Einsatz kommen.

USB-C und Thunderbolt: Neu, aber noch nicht verbreitet

Neuere Monitore und PCs sind teilweise mit USB-C-Anschlüssen ausgestattet. Über Thunderbolt können auch auf diesem Wege Audio- und Videosignale übertragen werden. Der größte Vorteil dieses Übertragungsweges besteht darin, dass auf diesem Wege auch weitere Aktionen vorgenommen werden können. So können angeschlossene Geräte beispielsweise gleichzeitig aufgeladen werden. Da es sich um eine recht neue Anschlussart handelt, wurde noch keine flächendeckende Verbreitung erreicht.

Die Bildschirmgröße: Abhängig vom Einsatzzweck

Die Bildschirmgröße stellt im Rahmen der Kaufentscheidung einen weiteren entscheidenden Faktor dar. Prinzipiell steigt mit der Größe eines Monitors auch sein Preis – und zwar deutlich. Die Entscheidung für eine bestimmte Monitorgröße sollte also bewusst getroffen werden. Es handelt sich bei der Frage nach der Bildschirmgröße in erster Linie um eine Frage des persönlichen Geschmacks. Darüber hinaus sollte jedoch auch der angedachte Einsatzzweck des Bildschirms bedacht werden. Schließlich sind für bestimmte Arbeiten größere Monitore nötig als für andere. Auch der Platz, an dem der Monitor stehen sollte, hat einen Einfluss auf die Wahl der Bildschirmgröße. Platzmangel und eine geringe Distanz zum Bildschirm sprechen beispielsweise eher für ein kleineres Modell.

Philips 349X7FJEW
Philips 349X7FJEW

Große Bildschirme werden vor allem bei sehr grafikintensiven Tätigkeiten benötigt. Wer Bilder bearbeitet, Webseiten gestaltet, grafikintensive Spiele spielt oder häufig Videos schaut, sollte also zu einem eher größeren Modell greifen. Auch im beruflichen Kontext machen sich größere Monitore meist bezahlt, da sie beispielsweise im Rahmen des Multitaskings große Vorteile bieten. Wer seinen PC jedoch nur selten für einen der genannten Zwecke nutzt, kommt meist auch mit einem kleineren Monitor aus.

Des Weiteren sollte der Sitzabstand recht genau ermittelt werden. Liegt ein durchschnittlicher Sitzabstand vor, sollte die Bildschirmdiagonale 34 Zoll nicht überschreiten. Andernfalls ist angenehmes Arbeiten beinahe unmöglich.

Das Seitenverhältnis: Breitbildmonitore sind der Standard

Auch das Seitenverhältnis wirkt sich stark auf das Bildschirmerlebnis aus. Ein Monitor im 4:3-Format sorgt beispielsweise für einen komplett anderen Eindruck als ein Bildschirm im 16:9-Format. Das Verhältnis von Bildschirmbreite und -höhe sollte also in jedem Falle beachtet werden.

Das Display des Philips 245C7QJSB
Philips 245C7QJSB von vorne

Seitenverhältnisse von 4:3 oder 5:4 kommen beinahe ausschließlich in alten Monitoren zum Einsatz. Die klassischen Röhrenmonitore weisen beispielsweise meist derartige Seitenverhältnisse auf. Heute gelten diese Formate als überholt. Am weitesten verbreitet ist das 16:9-Format, welches auch bei den meisten Fernseher zum Einsatz kommt. Das leicht abweichende 16:10-Format, das nur selten zu finden ist, wird hingegen vor allem im professionellen Kontext – beispielsweise in der Kreativbranche, in der regelmäßig Bilder bearbeitet werden – eingesetzt.

Samsung C49HG90
Samsung C49HG90 im 32:9-Format

In der letzten Zeit werden außerdem zahlreiche noch deutlich breitere Monitore entwickelt. Diese Geräte, die ein Format von 21:9 oder höher erreichen, sind leider derzeit noch relativ teuer, bieten vor allem im Curved-Format jedoch ein deutlich immersiveres Gaming-Erlebnis und auch im Office ist das Format von Vorteil, da keine zwei Monitore nebeneinander gestellt werden müssen und somit der störende Rand zwischen zwei Monitoren wegfällt.

Curved: Selten nötig, aber ein schönes Extra

In den letzten Jahren gewinnen gekrümmte Bildschirme an Beliebtheit. Diese sogenannten Curved-Monitore sind mehr oder weniger stark nach innen gebogen. Laut Herstellern dieser Monitore soll so die Krümmung des menschlichen Auges nachgebildet werden, was zu einer wesentlichen Verbesserung des Seherlebnisses führen soll. Vor allem der annähernd natürliche Betrachtungswinkel wird als großer Vorteil dieser neuen Monitore angeführt.

Samsung CH49G90
Samsung C49HG90

Der Krümmungsradius wird in Millimetern angegeben. Umso niedriger der Wert ist, umso stärker ist der Monitor gekrümmt. Ein Monitor mit 1500R ist somit deutlich stärker gekrümmt als einer mit 3000R. Ein sehr beliebtes Format ist 1800R.

Leider sind Curved-Monitore derzeit noch recht teuer, obwohl sie einen großen Vorteil bieten. Propagiert werden Vorteile vor allem für längere Bildschirmarbeiten sowie für Spiele. In letzterem Bereich finden die Curved-Monitore bereits eine recht weite Verbreitung, während sie in den meisten Büros heute noch nicht zu finden sind. Stehst du vor der Entscheidung, einen Curved-Monitor zu kaufen, solltest du also vor allem überlegen, ob die dadurch gebotenen Vorteile ihren Preis wert sind. Im Gaming-Bereich kann dies durchaus der Fall sein. Auch bei bestimmten Büroarbeiten stellen Curved-Monitore einen leichten Vorteil dar – wenn man einen Ultrawide-Monitor im 21:9- oder 32:9-Format nutzt, lohnt sich ein Curved-Monitor auf jeden Fall, da die Ecken nicht weiter vom Auge entfernt sind als die Mitte. Ob die Krümmung den Aufpreis wert ist, muss jeder selber entscheiden, wir sind jedoch Fans von Curved-Monitoren.

Die Bildschirmauflösung: Wie scharf soll das Bild sein?

Alle auf dem Bildschirm angezeigten Bilder setzen sich aus Pixeln zusammen. Wird also beispielsweise ein Hai angezeigt, ist tatsächlich kein Hai vorhanden – wer den Bildschirm sehr genau betrachtet, sieht, dass das zu sehende Bild sich aus unzähligen verschiedenfarbigen Pixeln zusammensetzt. Ein Bildwechsel wiederum wird durch eine Änderung der Farbgebung der einzelnen Pixel erreicht. Die Farbgebung der einzelnen Pixel entscheidet also darüber, was auf dem Bildschirm zu sehen ist. Weiterhin entscheiden die Pixel – genauer gesagt ihre Anzahl – darüber, wie das Bild dargestellt wird – je mehr Pixel vorhanden sind und somit mit verschiedenen Farben besetzt werden können, desto schärfer erscheint das Bild.

Samsung U28E590D
Samsung U28E590D

Angegeben wird die Anzahl der Pixel in der Form „Horizontal x Vertikal“. Bei einer Bildschirmauflösung von 1.920 x 1.080 sind also 2.073.600 Pixel vorhanden, denen je eine Farbe zugeordnet werden kann.

Mit der Auflösung wird also die Gesamtzahl der Bildpunkte in einer Rastergrafik angegeben. Diese wird in Bezug zur Fläche gesetzt, auf der das Raster dargestellt wird. So lässt sich angeben, in welchem Seitenverhältnis die einzelnen Pixel vorliegen. Um wissen zu können, wie nah eine solche Darstellung dem analog Wahrgenommenen kommt, muss jedoch auch die absolute Größe der Rasterfläche, also des Displays, bekannt sein. Nur so können wir wissen, wie groß die Pixel letztendlich sind, wie feinkörnig das Bild somit wirkt und wie real es uns erscheinen wird.

Eine digitale Bilddatei wird auf einem Bildschirm in Form quadratischer Pixel dargestellt. Das Ziel besteht darin, diese Pixel nicht sichtbar werden zu lassen. Je höher die Auflösung ist, desto näher kommt das dargestellte Bild an das analog wahrnehmbare Bild heran. Technisch wichtig ist die Unterscheidung zwischen der nativen Bildauflösung, also der Anzahl an Pixeln, die das Display gleichzeitig darstellen kann, und der Datenmenge, die die Bilddatei liefert – werden nur wenige Daten geliefert, kann auch eine hohe native Auflösung nicht viel ausrichten, um ein real wirkendes Bild zu erzeugen. Andersherum kann auch eine sehr große, detaillierte Bilddatei nicht ideal dargestellt werden, wenn es dem Display an Pixeln mangelt. In der heutigen Zeit liegt das Problem in aller Regel bei den Displays – moderne Kameras liefern nämlich extrem hochauflösende Bilder. Können diese nicht ansprechend genug dargestellt werden, ist meist eine zu niedrige native Bildauflösung das Problem.

Je niedriger die Auflösung, desto deutlicher sind die einzelnen Pixel sichtbar. Eine höhere Auflösung verbessert also die Detailschärfe und lässt das Bild realistischer wirken. Gleichzeitig verbessert sie auch die Farbdarstellung. Wird ein Bereich X bei Display 1 von einem Pixel bedeckt und bei Display 2 von zwei Pixeln, ist die Farbdarstellung beim zweiten Display in jedem Falle besser – hier können mehr Details und einzelne Farben dargestellt werden, während bei Display 1 ein gemittelter Farbwert eingesetzt werden muss. Eine höhere Auflösung ist also erstrebenswert, da sie schärfere, detailreichere und farblich stimmigere Bilder ermöglicht.

Es muss immer beachtet werden, dass das Verhältnis von Displaygröße und Auflösung stimmig sein muss. Je größer ein Display ist, desto mehr Pixel muss es aufweisen. Ist Monitor X größer als Monitor Y, weist jedoch die gleiche Auflösung auf, werden die Bilder auf Monitor Y schärfer und detailreicher dargestellt werden. Prinzipiell muss mit der Größe eines Bildschirms also auch die Auflösung steigen.

Prinzipiell wird ein Bild optimal dargestellt, wenn die tatsächliche Auflösung mit der nativen Auflösung – also mit der physikalischen digitalen Auflösung des Anzeigegeräts – übereinstimmt. Besonders hohe Auflösungen sind indes nicht immer sinnvoll oder besser als geringere Auflösungen. So reicht die Standardauflösung 1080p für die meisten Privatnutzer vollkommen aus. Eine Erhöhung der Auflösung um jeden Preis sollte vermieden werden. Andernfalls könnten auch Skalierungsprobleme drohen. Entscheide dich also nicht ohne Beachtung anderer Faktoren für den Bildschirm mit der höchsten Auflösung.

1.920 x 1.080

Bei dieser Auflösung, die einführend als Beispiel gewählt wurde, handelt es sich um die heutige Standardauflösung, die häufig nur als „1080p“ bezeichnet wird. Diese Auflösung, die teilweise auch als „Full HD“ beworben wird, kommt in den allermeisten 16:9-Monitoren zum Einsatz und dürfte für den durchschnittlichen Nutzer vollkommen ausreichen.

1.920 x 1.200

Diese minimal vom Standard abweichende Auflösung kommt in der Regel nur in Businessmonitoren, die beispielsweise zur Grafikbearbeitung verwendet werden, zum Einsatz. Wer einen Monitor für den privaten Gebrauch sucht, wird hingegen nur selten Modelle mit dieser Auflösung finden.

2.560 x 1.440

Diese auch unter dem Namen „2K“ oder „WQHD“ bekannte Auflösung kommt manchmal in 16:9-Monitoren zum Einsatz. Bilder wirken mit dieser Auflösung schärfer als bei einer Auflösung von 1.920 x 1.080. Monitore ab 27 Zoll sollten nicht unter dieser Auflösung liegen, da die Darstellung sonst unscharf erscheinen kann.

2.560 x 1.600

Diese Auflösung stellt das in 16:10-Bildschirmen zum Einsatz kommende Pendant der zuvor vorgestellten Auflösung dar.

3.840 x 2.160

Wer gestochen scharf wirkende Bilder bevorzugt – meist handelt es sich um Gamer und Kreative – greift zur „4K-Auflösung“. Die Bezeichnung rührt übrigens daher, dass viermal so viele Pixel wie bei der Standardauflösung vorhanden sind – was nicht bedeutet, dass das Bild automatisch schärfer ist. Ist der Bildschirm viermal größer als ein Durchschnittsbildschirm, wird die 4K-Auflösung hier nicht schärfer wirken als die Standardauflösung auf einem viermal kleineren Bildschirm.

Neben den vorgestellten Auflösungen existieren einige weitere, mit denen ein durchschnittlicher Nutzer jedoch nicht in Berührung kommen wird. 5K- oder 8K-Auflösungen sind beispielsweise ausschließlich in Premium-Monitoren zu finden, die für einen Durchschnittsnutzer nicht erschwinglich sind. Außerdem existieren einige weitere Auflösungen, die für superweite Monitore geeignet sind.

Der Panelart: Im Zweifelsfalle entscheidend

Unerfahrene Kaufinteressenten schenken dem verwendeten Panel kaum Beachtung, obwohl es im Zweifelsfalle entscheidend ist. Nicht jedes Panel ist für jeden Einsatzzweck optimal geeignet. Im Folgenden werden die gängigsten Paneltypen und ihre Einsatzbereiche vorgestellt. Wer einen wirklich passenden Monitor erwerben will, erhält hier essentielle Informationen.

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass Displays sich hinsichtlich ihrer Beschaffenheit mehr oder weniger stark voneinander unterscheiden – Display ist also nicht gleich Display. Besonders deutlich werden die starken Unterschiede der einzelnen Displays bei Betrachtung der vor einem Jahrzehnt noch recht häufig anzutreffenden Röhrenbildschirme. Die dort verwendeten Bildschirme gelten als veraltet und können mit den heutigen Displays, die in Flachbildschirmen zum Einsatz kommen, nicht mithalten.

Heute werden vor allem sogenannte LCD-Panels verwendet. Wer einen Flachbildschirm nutzt, setzt in der Regel also ein Liquid-Crystal-Display ein. Ein solches Display setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Zunächst werden eine Gehäuserückseite und eine Hintergrundbeleuchtung benötigt. Weiterhin kommen ein Pixel-Panel und eine Frontabdeckung zum Einsatz. Die einzelnen Pixel des Pixel-Panels bestehen bei LCD-Monitoren aus Flüssigkristallen, deren Lichtdurchlässigkeit festgelegt werden kann. So wird die im vorherigen Absatz beschriebene Bildzusammensetzung durch Farbbelegung der einzelnen Pixel möglich. Das Herstellen der einzelnen Farben wird übrigens durch die Mischung der Grundfarben Rot, Grün und Blau möglich. So werden die einzelnen Pixel unterschiedlich durchlässig für das von hinten gegen sie strahlende Licht – die Funktionsweise ist letztendlich also grob mit der eines Diaprojektors vergleichbar.

Da nicht jeder PC-Nutzer die gleichen Ansprüche an ein Display hat, wurden für die unterschiedlichen Einsatzzwecke und Bedürfnisse unterschiedliche LCD-Displays entwickelt, die sich in ihren Vor- und Nachteilen unterscheiden. Sie sollen im Folgenden vorgestellt werden.

Panelarten
TN (Twisted Nematic)  IPS (In Plane Switching) VA (Vertical Alignment)
Blickwinkel akzeptabel sehr gut gut
Kontrast gut gut sehr gut
Farbraum akzeptabel sehr gut gut
Reaktionszeit sehr gut gut akzeptabel
Preis niedrig sehr hoch hoch
Einsatzbereich
Gaming sehr gut gut gut
Fotobearbeitung akzeptabel sehr gut gut
Office gut sehr gut sehr gut
Multimedia gut gut sehr gut

Twisted-Nematic-Panels (TN)

LCD TN Subpixel
Subpixel eines entspiegelten Aktiv-Matrix-Flüssigkristallbildschirms mit Twisted-Nematic-Zellen (TN-LCD). Quelle: Wikipedia

Twisted-Nematic-Panels sind heute wahrscheinlich am weitesten verbreitet. Bei diesen Panels sind in jedem einzelnen Pixel stäbchenförmige Flüssigkristalle enthalten. All diese Stäbchen sind zunächst waagerecht zur Bildfläche ausgerichtet. Zwei Polarisatoren sorgen dann durch die Erzeugung eines elektrischen Feldes dafür, dass die einzelnen Stäbchen in die Senkrechte wechseln. Der Grad der Aufstellung kann dabei durch die Amplitude der angelegten Spannung reguliert werden. Je senkrechter der Flüssigkristall steht, desto weniger Licht kann ihn durchdringen. So wechselt ein Pixel mit drei Subpixeln in Rot, Grün und Blau von hell zu dunkel. Auf diesem Wege lassen sich 16,2 Millionen Farben darstellen. Die Differenz zum vollen 32-Bit-Farbspektrum von 16,7 Millionen Farben kann auf verschiedenen Wegen ausgeglichen werden. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, durch extrem schnellen Farbwechsel eine zwischenliegende Farbe zu simulieren. Diese als „Frame Rate Control“ bezeichnete Technik kann jedoch zu sichtbarem Flimmern führen. Eine andere Möglichkeit, die als „Dithering“ bezeichnet wird, besteht darin, die Farbübergänge durch eine spezielle Pixelanordnung zu verbessern und so mehr Farbtiefe zu simulieren.

Der größte Vorteil dieser TN-Panels besteht darin, dass sie recht günstig produzierbar sind. Aus diesem Grund sind sie weit verbreitet und vor allem in eher preiswerten Monitoren zu finden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie anderen LCD-Panels in der Praxis unterlegen sein müssen. So punkten sie nicht nur mit einem günstigen Preis, sondern auch mit sehr schnellen Reaktionszeiten. Der Blickwinkel und die Farbraumabdeckung sind hingegen weniger überzeugend. Der Kontrast ist zwar gut, aber nicht vollkommen brillant. Im Gamingbereich sind TN-Panels sehr beliebt und besonders geeignet.

In-Plane-Switching-Panels (IPS)

Bei der IPS-Technologie kommt es nicht zu einem Wechsel zwischen waage- und senkrechter Pixelpositionierung. Stattdessen wird auf die sogenannte liegende Orientierung gesetzt. Hierbei sind die einzelnen Pixel jeweils parallel und horizontal in Bezug auf einen der beiden Polarisatoren ausgerichtet. Das Licht der Hintergrundbeleuchtung wird also bei einem der beiden Polarisatoren blockiert. Ist keine Spannung mehr vorhanden, ändert sich die Ausrichtung des jeweiligen Pixels um 90 Grad – er erscheint weiß.

IPS-Panels stellen neben den bereits vorgestellten TN-Panels die am häufigsten verwendete Panelart dar. Sie sind teurer in der Produktion und dementsprechend eher in höherpreisigen Monitoren zu finden. Hinsichtlich des Blickwinkels und der Farbdarstellung sind sie unschlagbar. Die Reaktionszeit ist bei den IPS-Panels jedoch spürbar länger als bei den günstigeren TN-Panels. Im Kontrast besteht zwischen diesen beiden Panelarten kein Unterschied. Der bedeutendste Nachteil der IPS-Panels ist der sehr hohe Preis. Aus diesem Grund kommen sie fast ausschließlich im Businessbereich und in der Fotobearbeitung zum Einsatz.

Vertical-Alignment-Panels (VA)

Die VA-Technologie unterscheidet sich zunächst nicht wesentlich von der zuerst vorgestellten TN-Technik. So sind die Displays beispielsweise gleich aufgebaut. Auch hier kommen Flüssigkristallpixel zum Einsatz. Diese befinden sich zunächst jedoch in der Vertikalen, sodass sie schwarz erscheinen. Wird eine Spannung erzeugt, werden sie zunehmend horizontal ausgerichtet und wechseln in der Wahrnehmung immer mehr zum Weißen. Der bedeutendste Unterschied zu den TN-Panels besteht in der dreischichtigen Unterteilung der einzelnen Pixel. Aus dieser ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten für die Bilddarstellung. So kann etwa auch die Kipprichtung eines Pixels erkannt und für die Kontrastdarstellung genutzt werden.

Die VA-Panels sind noch recht neu am Markt. Diese noch recht neuen Panels überzeugen mit einem sehr guten Kontrast und einer hohen Blickwinkelstabilität. Der größte Nachteil besteht in der gegenüber den TN-Panels deutlich höheren Reaktionszeit. Eingesetzt werden sie beinahe ausschließlich im Business- und Multimediabereich.

Die Bildwiederholrate: Wie viele Bilder werden pro Sekunde angezeigt?

Die Bildwiederholrate beschreibt die Frequenz, mit der neue Bilder angezeigt werden. Je höher die Bildwiederholrate ist, desto bewegter und flüssiger erscheint das dargestellte Bild. Angegeben wird die Bildwiederholrate üblicherweise in Hertz, manchmal aber auch in „Frames per Second“ (fps), also in Bildern pro Sekunde.

AOC Agon AG271QX mit 144 Hz
AOC Agon AG271QX mit 144 Hz

Je höher die Bildwiederholrate ist, desto flüssiger erscheinen Bewegungen auf dem Bildschirm. Bei einer höheren Hertzzahl werden also mehr Einzelbilder in einer bestimmten Zeit angezeigt. Der Bildschirm aktualisiert das angezeigte Bild also schneller als bei einer niedrigeren Bildwiederholrate. Dies führt dazu, dass die Übergänge zwischen den einzelnen Bildern weniger abrupt erscheinen – mit einer steigenden Hertzzahl werden die Übergänge zwischen den einzelnen Bildern flüssiger, das Bild erscheint natürlicher bewegt. Während die durchschnittliche Bildwiederholrate bei 60 Hertz liegt, sind heute bei modernen Monitoren auch Raten von bis zu 240 Hertz zu finden. Wer schnell bewegte Spiele spielt, ist mit höheren Bildwiederholraten in jedem Falle gut beraten.

Ein durchschnittliches LCD-Display verfügt über eine Bildwiederholrate von 60 Hertz. Dieser Wert ist für den durchschnittlichen Anwender in aller Regel ausreichend. Lediglich im Gaming-Bereich werden Bildschirme mit einer höheren Bildwiederholrate bevorzugt, da das Spielgeschehen so noch flüssiger, lebendiger und bewegter wirkt. Einige High-End-Gaming-Monitore verfügen darüber hinaus über eine Funktion, die das Variieren der Bildwiederholrate ermöglicht. Um diese Funktion anwenden zu können, muss eine kompatible Grafikkarte verwendet werden. Ist die Funktion aktiviert, passt die Bildwiederholrate sich automatisch dem Geschehen im Spiel an – wird das Spiel schneller, steigt auch die Bildwiederholrate.

Im Zusammenhang mit der Bildwiederholrate sind auch die Technologien „G-Sync“ und „FreeSync“ von Bedeutung. Diese von unterschiedlichen Unternehmen – Nvidia und AMD – erfundenen Technologien arbeiten sehr ähnlich. Sie sorgen für eine Synchronisierung von Grafikkarte und Monitor. Grob gesagt passen sie die Bildwiederholrate des Monitors an die Bildausgabe der Grafikkarte an. Liefert die Grafikkarte gerade 50 Bilder pro Sekunde, sorgt die Technologie dafür, dass die Bildwiederholrate des Displays entsprechend eingestellt wird. Werden eine Sekunde später nur 45 Bilder ausgegeben, wird die Bildwiederholrate angepasst, steigt die Bildausgabe anschließend wieder, wird die Rate wieder angepasst usw. Eingesetzt werden diese Technologien vor allem im Gaming-Bereich, in dem Schlieren und andere Bildhänger in jedem Falle vermieden werden sollen. Nötig sind hierfür sowohl eine Grafikkarte als auch ein Bildschirm mit G-Sync- oder FreeSync-Unterstützung.

Ein durchschnittlicher Anwender kommt mit einer Bildwiederholrate von 60 Hertz in der Regel vollkommen aus. Hobby-Gamer sollten hingegen zu Monitoren mit höheren Bildwiederholraten greifen. In jedem Falle solltest du vor dem Kauf eines Monitors wissen, wie viele Bilder deine Grafikkarte maximal liefern kann. Eine höhere Bildwiederholrate ist nur sinnvoll, wenn der Bildschirm von der Grafikkarte auch entsprechend bedient werden kann.

Die Helligkeit: Wie viel Licht soll der Monitor abgeben?

In einigen Anwendungsfeldern ist auch die Helligkeit des Monitors von Bedeutung. Für den Durchschnittsanwender, der mit seinem PC keine besonders grafikintensiven Arbeiten vornimmt und keine grafiklastigen Spiele spielt, nimmt sie jedoch eine eher untergeordnete Rolle ein. Angegeben wird die Helligkeit eines Monitors in Candela pro Quadratmeter.

Ab einem Wert von 200 Candela pro Quadratmeter sollte ein Bildschirm für beinahe jeden Nutzer geeignet sein. Höhere Werte werden nur in Sonderfällen – beispielsweise im Kontext der Bildbearbeitung oder des Gamings – benötigt. Bei Werten von 300 Candela pro Quadratmeter oder höher werden eine bessere Farbdarstellung und ein besserer Kontrast erreicht.

Ultra HD Premium Logo
Ultra HD Premium Logo

In diesem Zusammenhang sind auch die sog. Hochkontrastbilder (HDR) von Bedeutung. Bei diesen handelt es sich um Rastergrafiken, die große Helligkeitsunterschiede sehr detailreich wiedergeben und so realistischer wirken. Das von der Kamera eingefangene Bild ist aufgrund der Kontrastdarstellung zwischen Helligkeit und Dunkelheit sehr nah an dem mit dem Auge wahrgenommenen Bild. Wer besonders detailgetreue, kontrastreiche und realistische Bilder sehen will, sollte daher zu einem HDR-Monitor greifen – andernfalls können solche Bilder nicht adäquat dargestellt werden. HDR-Monitore überzeugen mit einer Farbtiefe von zehn Bit. Nach dem UHD-Premium-Standard zertifizierte HDR-Monitore bieten darüber hinaus eine Auflösung von 3.820 x 2.160 Pixeln und die Unterstützung des Rec.2020-Farbraums. Ein großer Farbraum und eine passende Helligkeitssteuerung sind weiterhin Grundvoraussetzung für die Wiedergabe von HDR-Bildern. Mindestens 1000 Candela pro Quadratmeter (nits) müssen für den UHD-Premium-Standard unterstützt werden.

Wer derzeit einen HDR-Monitor kaufen möchte, sollte auf die UHD-Premium-Zertifizierung achten. Diese garantiert die Unterstützung von HDR10. Der andere HDR-Standard Dolby Vision ist im PC-Bereich derzeit weit weniger verbreitet.

Wirklich nötig ist HDR im Übrigen nicht. Wer jedoch nicht darauf verzichten möchte, muss tief in die Tasche greifen. Die deutlich bessere Farb- und Kontrastdarstellung macht Monitore sehr teuer.

Der Kontrast: Ausschlaggebend für die Farben

Das Kontrastverhältnis eines Bildschirms beschreibt das Verhältnis der Leuchtdichte des weißesten Weiß und des schwärzesten Schwarzes, das der Monitor anzuzeigen in der Lage ist. Je größer das Kontrastverhältnis ausfällt, desto feinere Farbunterschiede kann ein Bildschirm darstellen. Auch hier profitieren also vor allem Profis, die viel mit Bildern arbeiten oder grafikintensive Spiele betreiben, von höheren Werten.

Anders als bei beinahe allen anderen für die Kaufentscheidung relevanten Faktoren existiert hier jedoch kein Standardwert. Jeder Hersteller wählt andere hausinterne Standardwerte, was zu deutlichen Unterschieden führt, die in der Praxis jedoch teilweise kaum wahrnehmbar sind.

Philips 272P4APJKHB
Philips 272P4APJKHB

In der Regel wird ein Minimalkontrast von 350:1 empfohlen. In der heutigen Zeit übertreffen beinahe alle Monitore diesen Wert sehr deutlich.

Beim Kontrast sowie bei allen nachfolgend genannten Kriterien sollte beachtet werden, dass die Panelart erheblichen Einfluss auf diese hat. Die verschiedenen Panelarten wurden in diesem Artikel bereits einer eingehenden Betrachtung unterzogen.

Im Kontext des Kontrasts sind auch die Ausführungen zu HDR und HDR-Monitoren, die im vorherigen Absatz zu finden sind, von Bedeutung.

Die Farbraumabdeckung: Je mehr Farben, desto realistischer wirkt das Bild

Die Farbraumabdeckung ist für einen Durchschnittskunden nicht von Bedeutung. Beinahe jeder heute erhältliche Monitor kann alle 16,7 Millionen Farben des RGB-Farbraums abdecken (24-bit). Wer einen gebrauchten oder älteren Monitor kaufen will, sollte jedoch darauf achten, dass diese Farbraumabdeckung gegeben ist. Ist dies nicht der Fall, sollte von einem Kauf abgesehen werden.

Die Blickwinkelstabilität: Wann ist nichts mehr zu sehen?

Schauen wir recht weit seitlich auf den Monitor, verzerrt das Bild irgendwann. Wann genau das bei einem bestimmten Monitor der Fall ist, verrät die Blickwinkelstabilität. In der Praxis weisen viele LCD-Monitore einen Wert von etwa 170 Grad auf, was sehr gut ist. Nötig ist eine derart hohe Blickwinkelstabilität in der Regel nur, wenn der Monitor mit mehreren Personen genutzt werden soll. Willst du also regelmäßig mit Freunden Videos schauen oder bist ein Webdesigner, der Kunden regelmäßige etwas auf diesem Monitor präsentieren musst, solltest du auf eine möglichst hohe Blickwinkelstabilität achten. In allen anderen Fällen reichen auch leicht niedrigere Werte aus.

Die Reaktionsgeschwindigkeit: Verzögerungen sollten nicht akzeptiert werden

Wie an anderer Stelle bereits geschildert wurde, entsteht ein Bild durch die Farbvergabe an die einzelnen Pixel. Hierbei ist zu beachten, dass eine bestimmte Zeitspanne vergeht, bis ein Pixel eine neue Farbe anzeigt. Dieser Zeitraum, der zwischen dem Anzeigen von Farbe 1 und Farbe 2 liegt, wird als Reaktionsgeschwindigkeit bezeichnet. Diese Geschwindigkeit sollte möglichst hoch sein, um Verzögerungen zu vermeiden. Wichtig ist die Reaktionsgeschwindigkeit vor allem im Video– und Gamingbereich, da zu lange Reaktionszeiten zu Bewegungsunschärfe führen. In diesen Fällen sollte die Reaktionsgeschwindigkeit nicht mehr als acht Millisekunden betragen. Wer weder Videos bearbeitet noch PC-Spiele spielt, muss diesen Wert jedoch nicht weiter beachten.

Ergonomische Eigenschaften: Wichtig für Vielnutzer

Die ergonomischen Eigenschaften eines Monitors werden von vielen Kaufinteressenten vernachlässigt, obwohl sie essentiell für das Benutzererlebnis sind. Vor allem Menschen, die ihren Bildschirm häufig nutzen, sollten Wert auf diese Eigenschaften legen. So stellt ein verstellbarer Standfuß beispielsweise eine Eigenschaft dar, die stark zur Benutzerzufriedenheit beiträgt.

Kann der Standfuß nicht verstellt werden, muss der Nutzer meist eine unangenehme Körperposition einnehmen. Ein starrer Fuß führt dazu, dass der Bildschirm nicht an die individuellen Bedürfnisse des Nutzers, die beispielsweise von der Körpergröße und der Sitzentfernung abhängig sind, angepasst werden kann. Der Nutzer muss sich stattdessen an den Bildschirm anpassen. So entstehen Rückenschmerzen, Verspannungen, Spannungskopfschmerzen und andere Beschwerden. Eine angenehme Nutzung ist also nur möglich, wenn die Bildschirmposition angepasst werden kann.

Philips 272B7QUPBEB
Philips 272B7QUPBEB

Idealerweise lässt ein Bildschirm sich nicht nur in der Höhe verstellen, sondern auch hinsichtlich des Neigungswinkels variieren. Der richtige Neigungswinkel sorgt für eine Entlastung für Kopf und Nacken. Wer nach langen Arbeitstagen im Büro ständig verspannt ist, sollte an dieser Stelle ansetzen und für Abhilfe sorgen – leider hilft hier nur das Ausprobieren verschiedenster Einstellungen weiter. Da nie vorher gewusst werden kann, welche Einstellung bei einem bestimmten Monitor im individuellen Falle optimal ist, sollte ein Bildschirm mit möglichst flexiblen Einstellungsmöglichkeiten gewählt werden.

Auch seitlich sollte ein Monitor drehbar sein. Moderne Bildschirme erlauben das Drehen um bis zu 180 Grad in beide Richtungen. So wird sichergestellt, dass auch beim Arbeiten mit mehreren Monitoren oder mit mehreren Personen keine Probleme mit dem Bewegungsapparat drohen. Wer ständig seinen Kopf drehen muss, um auf einen anderen Bildschirm zu schauen, bekommt schnell Konsequenzen zu spüren – Verspannungen und damit einhergehende Kopfschmerzen sind nicht selten auf unnatürliche seitliche Drehbewegungen des Kopfes zurückzuführen. Auch in diesem Punkt sollte der Bildschirm also möglichst viel Flexibilität ermöglichen.

Die Pivotfunktion, die vielen Nutzern nur im Zusammenhang mit der Bildbearbeitung bekannt ist, kann auch dem durchschnittlichen Computernutzer viele Vorteile bieten. Ist diese Funktion vorhanden, kann der Bildschirm im Hochkantformat genutzt werden. Dies ist nicht nur bei der Bildbearbeitung, sondern auch bei der Bearbeitung mit langen Text- oder Tabellendokumenten von Vorteil. So wird nicht nur die Effizienz gesteigert, sondern auch die für Verspannungen anfällige Nackenmuskulatur entlastet.

Weiterhin sollte ein Monitor möglichst augenschonend sein. Andernfalls drohen auch hier gesundheitliche Probleme. Moderne Monitore sind meist mit Low-Blue- und Flicker-Free-Technologie ausgestattet. Diese Technologien sorgen dafür, dass schädliches blaues Licht und nicht wahrnehmbares, aber ebenfalls schädliches Bildschirmflimmern reduziert werden. So können Kopfschmerzen und andere Beschwerden meist vermieden werden.

Wesentlich weniger bekannt sind die schädlichen Auswirkungen von Reflexionen auf der Bildschirmoberfläche. Besonders in lichtdurchfluteten Räumen stellen diese nicht nur eine nervige Ablenkung, sondern auch eine Belastung für die Augen dar. Ein Bildschirm sollte daher möglichst reflexionsarm sein.

Integrierte Lautsprecher, Mikrofone und Kameras

Die meisten modernen Bildschirme verfügen über integrierte Lautsprecher und teilweise auch über Kameras. Benötigt werden diese nicht unbedingt. Wer jedoch plant, Musik zu hören oder Videos mit Ton anzuschauen, ohne externe Lautsprecher zu nutzen, sollte auf das Vorhandensein integrierter Lautsprecher nutzen. Entsprechend sollten Personen, die beispielsweise Skype nutzen wollen, auf das Vorhandensein einer Webcam und eines Mikrofons achten. Im Zweifelsfalle können all diese Komponenten jedoch auch extern bereitgestellt werden – sie müssen also nicht zwingen in den Bildschirm integriert vorliegen.

Fazit

Den perfekten Monitor gibt es nicht. Es kommt immer auf die eigenen Ansprüche und den Einsatzzweck an. Unser Ratgeber hat dabei hoffentlich geholfen und du weißt nun, worauf du zu achten hast.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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