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Yeedi Floor 3 Station Test: Ein Preis-Leistungs-Hit?

Mittlerweile ist es fast schon kompliziert, einen Saugroboter zu finden, der wirklich nur noch automatisiert staubsaugen kann. So bieten insbesondere Modelle der Mittel- und vor allem Oberklasse heutzutage eigentlich fast immer eine zusätzliche Wischfunktion. Wirklich effektiv ist diese leider nur in den seltensten Fällen. Insbesondere dann, wenn Hersteller auf eine starre Wischplatte setzen, ist das Feature sogar eher kontraproduktiv. Schließlich wird der Schmutz hier eher in der Wohnung verteilt, als dass man ihn beseitigt.

yeedi floor 3 station

Früher oder später montieren Nutzer dann in der Regel die Wischfläche ab, um das Problem zu beseitigen. Yeedi geht mit seiner auf der IFA 2022 präsentierten KK-Serie einen anderen Weg. Hier kommen zwei rotierende Wischmopps zum Einsatz, die ihrerseits einer natürlichen Wischbewegung am nächsten kommen. Auch wenn sich die Namen der auf der Technikmesse noch als KK-Modelle betitelten Geräte mittlerweile geändert haben, bleibt die Ausstattung beim Alten. Grund genug, um im Yeedi Floor 3 Station Test das Top-Modell des dreiköpfigen Familienzuwachses unter die Lupe zu nehmen.

Aus KK-Serie wird Yeedi Floor 3

Bei seiner Produktvorstellung auf der IFA betitelte Yeedi seine Neuzugänge noch als KK-Serie. Doch dieser Name ist mittlerweile Geschichte. So hat man sich firmenintern auf den passenderen Namen Yeedi Floor 3 geeinigt. Wie es in der Branche üblich ist, soll das Produkt in unterschiedlichen Ausführungen an den Start gehen. Insgesamt drei unterschiedliche Modelle soll es mit der Zeit geben. Als Basismodell kommt der Yeedi Floor 3 daher. Dieser setzt sich aus Saugwischroboter und dazugehöriger Ladestation zusammen. Insbesondere Personen, die kein Problem damit haben, den Roboter alle paar Tage selbst zu entleeren, dürften Interesse an diesem Modell haben. Außerdem lässt er sich dank der geringen Höhe der Ladestation auch ungesehen unter Möbeln verstecken.

yeedi floor 3 station
In Europa geht die Yeedi Floor 3 Station als einziges Modell der Floor-3-Serie an den Start. (Bild: Yeedi)

Weiter geht es mit dem Yeedi Floor 3 Plus. In diesem Set kommt abermals der Yeedi Floor 3 als Saugwischroboter zum Einsatz. Doch die Basisstation ist keine keine einfache Ladestation. Hier wird vielmehr der gesammelte Staub des smarten Haushaltshelfers gesammelt. Nach jeder erfolgten Reinigungstour saugt die Station dafür den Sauger ab. Laut Yeedi soll der Beutel so ein Fassungsvermögen aufweisen, das eine Entsorgung nur noch etwa alle 75 Tage erforderlich ist. Eine Schippe legt Yeedi dann mit der Floor 3 Station drauf. Diese bietet zwar keine Absaugstation, verbirgt in sich aber eine ganze Waschanlage für die beiden Wischmopps des Saugwischers. In Europa soll zunächst einmal nur die Yeedi Floor 3 Station an den Start gehen. Ob die beiden anderen Ausführungen auch noch kommen werden, ist bislang noch unklar.

Technische Daten

Maße Saugroboter 35,0 x 35,0 x 8,4 cm
Maße Reinigungsstation 46,6 x 44,5 x 45,3 cm
Gewicht Saugroboter 4,1 kg
Saugleistung 5.100 Pascal (4 Saugstufen)
Volumen Staubbehälter 400 ml
Volumen Wasserbehälter 200 ml
Akkukapazität 5.200 mAh
Laufzeit max. 180 min
Navigation und Sensoren – 3D ToF für Kartenerstellung
– Hinderniserkennung mit Kamera
– Sturzsensoren an Unterseite
Bedienung App-Unterstützung, Sprachsteuerung (Google Assistant + Amazon Alexa)
Preis € 508,75 *

Lieferumfang

Werfen wir zunächst mal einen Blick in den Lieferumfang. Hier gibt es keine großen Überraschungen. Neben Mop-Station und Saugwischroboter finden wir hier noch etwas Zubehör vor. Die beiden runden Wischpads sowie die beiden Seitenbürsten muss man nur noch an der Unterseite installieren und die Auffangschale in der Basisstation platzieren.

yeedi floor 3 station test

Schon ist das Gerät komplett aufgebaut. Natürlich legt Yeedi noch einen Quick Start Guide, Netzkabel sowie eine Bedienungsanleitung bei. Mithilfe des praktischen Reinigungswerkzeugs kannst du den Roboter dann von hartnäckigen Verschmutzungen befreien.

Yeedi Floor 3 Station Test: Flaches Design

  • Flaches Design mit 8,4 cm Höhe
  • Hohe Verarbeitungsqualität
  • Weißes, edles Design

Wenn man sich einen Saugroboter samt Reinigungsstation ins Haus holt, spielen selbstverständlich auch ästhetische Aspekte eine große Rolle. Da sich die Mop-Station mit ihrer Höhe von knapp 45 cm nur schwer unter Möbeln verstecken lässt, muss man sie gezwungenermaßen recht präsent platzieren. Dementsprechend setzt Yeedi auch hier auf ein edles wie zurückhaltendes Weiß. Einen schicken Kontrast bilden hierbei die Farbakzente in schickem Roségold.

Diese umschließen zum einen den Deckel auf der Oberseite der Basisstation. Zum anderen befindet sich ein weiterer Farbakzent kreisförmig auf dem Saugroboter selbst. In seiner Grundform ist der Yeedi Floor 3 sofort als Saugroboter zu erkennen. Schließlich setzt der Hersteller hier auf ein kreisförmiges Design, das mit einem Durchmesser 35 cm Geräten der Konkurrenz entspricht. Einen anderen Weg geht Yeedi aber bei der Höhe.

yeedi floor 3 station test

Mit gerade einmal 8,4 cm ist der Saugroboter nämlich deutlich flacher als viele andere Modelle. Das liegt offensichtlich an dem Verzicht auf LiDAR-Sensoren. Die entsprechende Lasernavigation erfordert bei Konkurrenten wie dem Dreame L10 Ultra (Test) ein kleines Türmchen auf der Oberseite.

yeedi floor 3 station test
Flache Möbel sind kein Problem für den Yeedi Floor 3.

Dementsprechend misst der Dreame beispielsweise knapp 10 cm in der Höhe. Bei flachen Möbeln hat der Yeedi hier definitiv einen großen Vorteil. Ob das aber auch für eine schlechtere Navigation sorgt, wollen wir später ausführen.

Yeedi Floor 3 Station Test: Hohe Verarbeitungsqualität

  • Zwei rotierende Wischmopps
  • Hauptbürste nicht aus Vollgummi
  • Zwei Seitenbürsten

Ansonsten punktet der smarte Haushaltshelfer mit einer cleanen Oberseite. Gerätetasten gibt es hier nicht. Diese befinden sich lediglich an der Basisstation selbst. Eine kleine Einkerbung auf dem Saugroboter ermöglicht, die Wartungsklappe des Roboters zu entfernen. Diese haftet magnetisch am Gerät. Hier kannst du den Staubbehälter erreichen, um ihn auszuleeren. Weiterhin befindet sich hier der entsprechende Knopf, um den Saugwischer mit deiner App zu koppeln, bzw. dem heimischen Drahtlosnetzwerk zu verbinden. Auf der Rückseite erreichst du den Wasserbehälter.

An der Front werkelt das Herzstück für die Navigation – der Time of Flight Sensor (ToF). Weiterhin schlummert hinter der kleinen Scheibe die Technik für die Hinderniserkennung. Um Schäden am Roboter selbst und deinen Möbeln abzuwenden, darf natürlich auch der obligatorische Bumper nicht fehlen. Auf der Unterseite befinden sich die beiden Wischmopps sowie zwei Seitenbürsten. In der Mitte erblickt man wiederum die Hauptbürste, die den Staub in die Saugluke befördert. Leider setzt Yeedi hier auf keine Vollgummi-Lösung wie es seit dem Roborock S7 (Test) immer mehr Saugroboter tun.

Stattdessen kommt abermals eine Mischung aus Gummi und klassischen Borsten zum Einsatz. Das sollten insbesondere Besitzer von Haustieren mit langem Fell im Hinterkopf behalten, da der Wartungsaufwand hier erfahrungsgemäß höher ist. Ansonsten findet man noch die klassischen Sturzsensoren, welche ein Herabstürzen von der Treppe vermeiden sollen. Alles in allem punktet Yeedi hier wieder mal mit einer hervorragenden Verarbeitungsqualität und schicker Optik. Einzig der Hochglanzlack wirkt ein wenig anfällig für Kratzer. Hier hätte mir eine matte Lösung besser gefallen.

Yeedi Floor 3 Station Test: Verzicht auf LiDAR-Technik

  • ToF Sensor anstelle von LiDAR
  • Objekterkennung arbeitet befriedigend
  • Sturzsensoren schützen vor Treppenschäden

Beim Thema Navigation geht Yeedi einen anderen Weg als viele andere Modelle der Konkurrenz. So setzen inzwischen selbst Saugroboter der Mittelklasse auf LiDAR-Sensoren. Wie es sich für Yeedi gehört, kommt aber auch beim Floor 3 Station keine Laser-Navigation zum Einsatz. Nun stellt sich die Frage, warum das der Fall ist.

Unter der magnetischen Abdeckung befindet sich der Staubbehälter.

Eine Antwort könnte sicherlich sein, dass Yeedi mit seiner Saugrobotern nicht der Mutterfirma Ecovacs im Weg stehen möchte. Diese bietet einen Großteil ihrer Modelle wie den Deebot X1 Omni (Test), den Deebot T10 Plus (Test) oder den Deebot T9 AIVI (Test) mit LiDAR-Sensoren an. Der Verzicht auf den LiDAR-Sensor sorgt beim Yeedi Floor 3 für einen entscheidenden Vorteil. So ermöglicht es, auf den obligatorischen Navigationsturm auf der Oberseite zu verzichten.

Yeedi Floor 3 Station Test: ToF mit guten Ergebnissen

Entsprechend flach kommt auch der Yeedi Floor 3 daher. Dadurch fährt der Saugroboter selbst unter flache Möbel. Den Verzicht auf LiDAR-Sensorik gleicht Yeedi mit seinem ToF Sensor aus, der an der Vorderseite des Gerätes unter einer kleinen runden transparenten Schutzabdeckung werkelt. Herzstück des Sensors ist eine Kamera. Diese orientiert sich anhand von Eckpunkten in deiner Wohnung. Dazu gehören nicht nur Möbel, sondern auch Wände. Im Zusammenspiel mit Lichtsensoren erstellt der Saugroboter dann eine Karte deiner eigenen vier Wände. Im Vergleich zum Vorgänger möchte Yeedi seine Technik noch einmal deutlich überarbeitet haben. Und das spürt man durchaus.

Absturzsensoren bewahren den Roboter vor Treppenstürzen.

Schließlich erstellte das System bereits nach knapp 10 Minuten eine detaillierte Karte meiner kompletten Wohnung. Insbesondere bei Fahrten in absoluter Dunkelheit hatten LiDAR-Sensoren eigentlich immer die Nase gegenüber Kameras vorn. Doch durch seine Lichtsensoren ist der Yeedi Floor 3 dazu in der Lage, sich auch bei Nacht zurecht zu finden. Das spürt man auch an der allgemeinen Fahrweise. So findet sich der smarte Haushaltshelfer in den eigenen vier Wänden sehr gut zurecht und wirkt niemals orientierungslos. Allerdings finde ich, dass das Endergebnis im Vergleich zu Top-Modellen mit LiDAR-Sensoren stellenweise nicht mithalten kann. Insbesondere beim direkten Vergleich zwischen den beiden Karten fällt auf, dass Lasertechnik einfach genauer arbeitet und detailliertere Karten erstellt.

Yeedi Floor 3 Station Test: Objekterkennung mit 3D-Kamera

Damit sich der Yeedi zurechtfindet, arbeitet der smarte Haushaltshelfer jedoch nicht nur mit dem ToF Sensor. Obendrein bietet er eine sogenannte Objekterkennung. Diese soll dafür sorgen, dass auf dem Boden liegende Objekte erkannt und umfahren werden. Insbesondere bei Kabeln, Socken oder Kinderspielzeug ist eine gut funktionierende Erkennung das A und O.

yeedi floor 3 station test

Laut Yeedi soll der Saugroboter selbst kleinen Objekten mit einer Höhe von gerade einmal 3 cm zuverlässig ausweichen können. Das funktionierte im Test leider nur in Ausnahmefällen. Kleine Legosteine wurden insbesondere bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen gerne vom Yeedi Floor 3 übersehen.

Größere Gegenstände werden gekonnt umfahren.

Allerdings möchte ich die eher befriedigende Hinderniserkennung nicht als allzu großen Kritikpunkt ankreiden. Hier ist die Konkurrenz zum großen Teil nicht wirklich besser. Eine Ausnahme bildet das sehr gute AI Action System des Dreame L10S Ultra (Test).

yeedi floor 3 station
Bei flachen Gegenständen wie Kabeln ist die Objekterkennung nahezu nutzlos.

Der Yeedi bietet natürlich auch Sturzsensoren. Diese sollen verhindern, dass der smarte Haushaltshelfer versehentlich die Treppe herunterfällt. Weitere Sensoren vermeiden obendrein den Zusammenstoß mit Möbeln oder Wänden.

Yeedi Floor 3 Station Test: Saugleistung

  • 5.100 Pascal Saugleistung sorgen für gute Ergebnisse
  • Vier verschiedene Saugstufen
  • Wischleistung ist hervorragend

Schickes Design und gute Navigationsfähigkeiten helfen natürlich nicht, wenn ein smarter Haushaltsreiniger beim Säubern deiner Böden versagt. Der Floor 3 ist ein sogenannter Saugwischer. Das bedeutet, dass er nicht nur als Staubsauger, sondern auch Wischroboter zum Einsatz kommen kann.

Beim Staubsaugen hinterließ der Roboter einen guten Eindruck. Die Saugleistung von stolzen 5.100 Pascal macht sich durchaus bezahlt. Zur Auswahl stehen bei der Reinigung insgesamt vier verschiedene Saugstufen. Mit meinem Hartholzboden sowie dem Fliesenboden hatte der Yeedi kaum Probleme. Auch Teppichboden meisterte er.

Nach wenigen Minuten Fahrt hat der Saugroboter bereits jede Menge Unrat sammeln können.

Natürlich blieb in der einen oder anderen Ecke ein wenig Staub liegen, aber das ist zu verkraften. Was mich beim Saugroboter nur wirklich gestört hat, ist die Hauptbürste. Hier haben sich bereits nach der ersten Reinigungstour die Haare meiner beiden Katzen und meines Hundes verfangen. Folglich kommt man hier um das regelmäßige Enthaaren der Bürste wohl nicht umhin.

Yeedi Floor 3 Station Test: Wischleistung

Viel spannender als die Saugleistung ist natürlich die Wischfunktion des Floor 3. Und hier kann der smarte Haushaltshelfer richtig auftrumpfen. Wirklich überraschend kommt das für mich nicht. Schließlich war Yeedi mit seiner Mop Station (Test) einer der ersten Hersteller am Markt, der auf eine revolutionäre Wischfunktion mit rotierenden Wischmopps setzte.

Anders als starre Wischplatten, verteilen die beiden drehenden Mopps nicht einfach den Schmutz im Raum. Stattdessen kehrt der Saugwischer nach einer bestimmten Anzahl an gereinigten Quadratmetern wieder zurück zur Basisstation, um die beiden Wischflächen reinigen und frisch befeuchten zu lassen.

Anschließend setzt der Roboter dann seine Arbeit fort. Und die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. Selbst eingetrocknete Überreste von Marmelade oder Ketchup konnten die beiden Wischplatten aufwischen.

Yeedi Floor 3 Station Test: Basisstation

  • Basisstation reinigt Wischmopps
  • Frisch- und Schmutzwassertanks mit jeweils 4 Liter
  • Absaugstation für Staub fehlt

Das Highlight der Yeedi Floor 3 Station ist die namensgebende Basisstation. Diese bietet verschiedene Funktionen. So fährt der Yeedi Floor 3 während der Reinigungstour in regelmäßigen Abständen zurück zur Station, um seine beiden Wischmopps reinigen zu lassen. Dabei kommen die beiden Wassertanks im Inneren der Station zum Einsatz. Während der Frischwassertank in der klassischen Mop Station noch 3,5 Liter Fassungsvermögen hatte, passen in den der Floor 3 Station 4 Liter.

Für die Reinigung füllt die Station zunächst ihre Auffangschale mit Wasser. Im Anschluss rotieren die beiden Wischmopps des Saugroboters, um den gesammelten Schmutz abzuspülen. Danach saugt die Station das Schmutzwasser ab und sammelt es im zweiten Tank, der ebenfalls ein Volumen von 4 Litern aufweist. Der Roboter kann nun seine Reinigung fortsetzen. Ist die Reinigung beendet, nimmt der smarte Haushaltshelfer abermals Platz im Inneren der Station.

Hier wird er erneut ausgiebig gereinigt. Doch danach ist nicht Schluss. Denn auch die Floor 3 Station trocknet die beiden Wischmopps, um für mehr Hygiene zu sorgen und die Bildung unangenehmer Gerüche zu vermeiden. Doch wie beispielsweise der Deebot X1 OMNI setzt auch die Floor 3 Station auf Heißluft, die mit ihren 40 Grad auch Bakterien abtötet. Das sorgt nicht nur für eine schnellere, sondern auch effektivere und hygienischere Trocknung.

Schmutzwasserbehälter (links) und Frischwassertank (rechts) lassen sich kinderleicht ein- und ausbauen.

Alles in allem bin ich von der Station sehr überzeugt. Schließlich sorgt sie für eine hygienische Wischleistung und hält den Saugwischer sauber. Dennoch bleibt ein kleiner Wermutstropfen zurück. Schließlich würde eine Absaugfunktion für den gesammelten Staub den Nutzen der Basisstation noch abrunden. Dann müsste man sich als Nutzer nämlich um fast gar nichts kümmern und nur regelmäßig Frischwasser nachfüllen und etwa alle ein bis zwei Monate den Staubbeutel wechseln.

Yeedi Floor 3 Station Test: Bedienkomfort mit App

Natürlich darf auch beim Yeedi Floor 3 Station keine App fehlen. Hier kommt die hauseigene Yeedi App zum Einsatz. In dieser geht die Einrichtung kinderleicht von der Hand. Schaltest du den Saugroboter zum ersten Mal an, bittet dieser dich darum, den QR-Code unter dem Deckel zu scannen. Dieser leitet dich wiederum weiter zum App Store, wo du nur die Yeedi App herunterladen musst. Mithilfe der App ist dann auch der Roboter blitzschnell mit deinem Netzwerk verbunden. Etwas nervig ist dabei, dass man für die Nutzung ein Konto bei Yeedi anlegen muss. Aber das ist leider mittlerweile bei nahezu jedem Anbieter der Fall. In der App kannst du dann auf die Karte deiner Wohnung zugreifen. Nach der ersten Fahrt erstellt der Yeedi diese automatisch und weist dabei auch entsprechende Räume zu.

yeedi floor 3 station test
Bild: Apple App Store

Sollte dies nicht der Realität entsprechen, kannst du die Zuordnung anpassen. Mithilfe der Karte lässt sich dann eine gezielte Reinigung planen. So lässt sich beispielsweise ein Raum stärker saugen oder wischen als der andere. Ebenso lassen hier No-Go-Zonen oder unsichtbare Wände erstellen. Dies empfinde ich beispielsweise beim Futterplatz meiner Tiere als überaus praktisch, da diese vom Saugroboter so nicht gestört werden. Ansonsten ist der Katalog an Features vergleichbar mit dem anderer Modelle. Beispielsweise kannst du Reinigungspläne erstellen, die dafür sorgen, dass deine Wohnung immer perfekt gesäubert ist, wenn du das Haus betrittst.

Fazit

Mit der Yeedi Floor 3 Station ist dem Experten für günstige Saugroboter ein echter Clou gelungen. Schließlich bietet das Unternehmen hier richtig viel zum vergleichsweise kleinen Preis. Für unter 800 Euro kommt der smarte Haushaltshelfer nämlich nicht nur mit einer schicken Optik und tollen Verarbeitungsqualität daher. Obendrein überzeugt mich die Reinigungsleistung dank starker Saugkraft und den beiden rotierenden Wischmopps. Leichte Abstriche muss man bei der Navigation machen.

Der ToF wurde zwar deutlich verbessert, kann aber aus meiner Sicht noch immer nicht mit LiDAR-Sensoren der Konkurrenz mithalten. Wer jedoch einen flachen Saugroboter haben möchte, kann damit vielleicht leben. Weiterhin hätte ich mir gewünscht, dass Yeedi in seiner Basisstation noch eine Absauganlage für den gesammelten Staub unterbringt. So bleibt mir nichts anderes übrig, als auf den Dreame L10 Ultra (Test) mit Absaugfunktion als Alternative zu verweisen. Dieser kostet nur ein paar Euro mehr und schlägt die Yeedi Floor 3 Station in einigen wichtigen Disziplinen.

Yeedi Floor 3 Station

Verarbeitung
Hardware
Funktionsumfang
Benutzerfreundlichkeit
Leistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

89/100

Die Yeedi Floor 3 Station bietet viel Leistung zum fairen Preis. Allerdings ist die Konkurrenz eine Nasenlänge voraus.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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