PC-Komponenten

Corsair iCue AF RGB Elite Lüfter Test – helle Leistung!

Eine der großen Marken im PC-Bereich ist Corsair. Kaum eine andere Marke bietet so viele unterschiedliche Komponenten an und hat sich eine so große Fan-Gemeinde aufgebaut. Von Gehäusen über Arbeitsspeicher, Netzteile, Custom-Wasserkühlungen, SSDs bis hin zu Lüftern findet man quasi alles. Bei den Lüftern haben die unbeleuchteten Corsair AF Elite bereits durchaus sehr überzeugende Ergebnisse geliefert, sodass nun auch die RGB-Version einem Test unterzogen wird. Im Corsair iCue AF RGB Elite Lüfter Test vergleichen wir diese Modelle mit der unbeleuchteten Version und sehen auch ein wenig nach rechts und links, um einen Vergleich zur Konkurrenz zu ziehen.

Spezifikationen

120 mm

Größe 120 x 120 x 25 mm
Drehzahl 550 – 2100 RPM
max. Airflow 65,57 CFM
max. statischer Druck 2,68 mm H2O
max. Lautstärke 34, dB(A)
Ansteuerung 4-Pin PWM + Corsair iCue
Garantie 5 Jahre
Preis € 16,90 * (schwarz, einzeln)
€ 16,90 * (weiß, einzeln)
€ 80,47 * (schwarz, 3er-Set mit Controller)
€ 86,90 * (weiß, 3er-Set mit Controller)

140 mm

Größe 140 x 140 x 25 mm
Drehzahl 500 – 1700 RPM
max. Airflow 89 CFM
max. statischer Druck 2 mm H2O
max. Lautstärke 33,8 dB(A)
Ansteuerung 4-Pin PWM + Corsair iCue
Garantie 5 Jahre
Preis € 19,90 * (schwarz, einzeln)
€ 18,90 * (weiß, einzeln)
€ 55,89 * (schwarz, 2er-Set mit Controller)
€ 54,89 * (weiß, 2er-Set mit Controller)

Verpackung und Lieferumfang

  • Lüfter werden durch mehrere Lagen Karton geschützt
  • Typische Signal-Farbgebung der Verpackung
  • Gehäuse-Lüfterschrauben werden mitgeliefert

Die Box der Corsair-Lüfter ist in den typischen Farben der Firma in schwarz-gelb gehalten. Vorne ist ein Bild des beleuchteten Lüfters aufgedruckt. Die Spezifikationen finden sich auf der Schachtel-Rückseite. Wenn man die Box öffnet, ist darin ein gelber Einschub zu finden, der den Lüfter zusätzlich zur Umverpackung noch besser schützt. Zieht man diesen heraus, blickt man auf den Lüfter, während die beiden Kabel unter einer weiteren Abdeckung stecken. Unter dieser steckt auch ein Tütchen mit den typischen Lüfterschrauben zur Gehäusemontage.

Design

  • Schöne Rückseite mit einfachem Corsair-Logo statt vollflächiger Beschriftung
  • Beleuchtete Lüfterblätter zum schwarzen Rahmen

Unterschiedliche Lüfter-Serien sind auf unterschiedliche Fachgebiete spezialisiert. Wo die Corsair QL-Modelle insbesondere auf das Design und die extreme Beleuchtung ausgelegt sind, sind die AF-Modelle auf eine hohe Leistung fokussiert. Daran ändert auch die RGB-Version nicht wirklich etwas. Das grundlegende Design entspricht der unbeleuchteten Version, allerdings gibt es ein zweites Kabel für die iCue-Steuerung und die Lüfterblätter sind transparent-hell.

Das Design der Corsair iCue AF Elite RGB Lüfter zeigt sich in diesem Test auch von hinten von der besten Seite. Statt eines technischen Aufdrucks findet sich auf der Rückseite der Lüfter, wie auf der Vorderseite, nur das Corsair-Logo. Ganz cool sind auch hier die Akzente an der Seite, wie der Corsair-Schriftzug. Diesen kann man fast immer nach Bedarf sichtbar machen oder aus dem Blickfeld drehen.

Corsair RGB Lüfter
Die einzelnen LEDs sind recht unauffällig und die Beleuchtung wirkt dadurch gleichmäßig.

Die RGB-Beleuchtung der Corsair iCue AF Elite RGB Lüfter wird über acht LEDs um den Lüftermotor geregelt. Der Rahmen bleibt also unbeleuchtet. Durch die beleuchteten Lüfterblätter ist die Kombination mit anderen Lüftermodellen, wie den Corsair iCue SP Elite RGB, relativ unauffällig möglich.

Verarbeitung

  • Robustes Gehäuse
  • Gummierte Ecken reduzieren Übertragung von Vibrationen
  • Dünnes Kabel ist einfach zu verlegen

Der Rahmen der Corsair iCue AF Elite RGB Lüfter macht einen soliden Eindruck und in den Ecken finden sich gummierte Auflageflächen. Hiermit wird sichergestellt, dass Vibrationen gedämpft werden, was mögliche Störgeräusche reduziert. Das Lüfter-Kabel hat einen regulären 4-Pin-PWM-Anschluss. Das RGB-Kabel besitzt den proprietären Stecker für das iCue-System von Corsair.

Die Kabel der Corsair iCue AF Elite RGB Lüfter sind dünn und flach gehalten. Daher lassen sie sich unkompliziert bei der Verkabelung verstecken. Sie wirken zwar nicht so hochwertig wie ummantelte Kabel. Aber das beeinflusst die Funktion nicht. Außerdem kann man überschüssige Kabellängen einfacher zusammenbinden und so aus dem Sichtfeld halten, was auch durchaus sinnvoll ist bei zwei Kabeln pro Lüfter, die jeweils mehr als einen halben Meter lang sind. Mit dieser Kabellänge kann man die Lüfter auch in großen Gehäusen problemlos einstetzen. Aber gerade bei einer Vollbestückung muss man entsprechend auf das Kabelmanagement achten.

Ansteuerung

  • Ein passender Corsair-RGB-Controller wird benötigt
  • Die Software-Ansteuerung läuft über Corsair iCue

Die Corsair iCue AF Elite RGB Lüfter selbst werden über einen normalen 4-Pin-PWM-Lüfteranschluss gesteuert. Anders sieht es mit der RGB-Beleuchtung aus. Hier sind die Lüfter mit dem Anschluss für Corsair iCue ausgestattet und hierfür benötigt man einen passenden Controller, wenn man nicht direkt ein Corsair-Gehäuse mit eingebautem Controller nutzt.

Dementsprechend wird auch die passende Software zur Steuerung benötigt. Die iCue-Software findet man in der aktuellen Version bei den Downloads auf der offiziellen Webseite von Corsair. Dieses proprietäre System hat zwar den Nachteil, dass man Lüfter anderer Marken nicht damit ansteuern kann. Aber auch den Vorteil, dass somit nicht auf alle Eventualitäten eingegangen werden muss und die Funktion daher sehr sicher gegeben ist.

In Corsair iCue kann man die komplette Steuerung der Lüfter übernehmen. Je nach Controller und dessen Möglichkeiten natürlich. Im Test kam der Commander Core XT (€ 60,76 *) zum Einsatz. Hier lassen sich beispielsweise die RGB-Funktionen steuern, aber auch die Lüftergeschwindigkeit und die Orientierung der Lüfter.

Leistung

  • Leistung ist etwas geringer als bei der unbeleuchteten Version
  • Test auf Radiatoren, als Gehäuselüfter und auf dem Luftkühler

Oft ist es so, dass die RGB-Schwestermodelle zu unbeleuchteten Lüftern ein wenig Performance einbüßen. Das ist auch in diesem Fall so. Corsair hat es jedoch geschafft, mit den iCue AF Elite RGB das Leistungslevel nicht zu weit absacken zu lassen und teilweise sogar auf einer Stufe zu halten. Insbesondere gilt das für die größeren Corsair iCue AF140 RGB Elite. Tests werden ausgeführt auf den Radiatoren der Arctic Liquid Freezer II 240 und 280, die mit einer besonderen Dicke einen hohen Widerstand leisten. Und der heizende Prozessor ist in diesem Fall der AMD Ryzen 9 5950X.

Corsair iCue AF120 und 140 RGB Elite Lüfter
Die 120-mm-Version des Corsair iCue AF Elite hat einen verhältnismäßig größeren Lüftermotor, ansonsten ist die Bauweise ähnlich.

Der Test als Gehäuselüfter findet statt mit zwei Lüftern – einer vorne unten und einer hinten – im DeepCool CH510 Mesh Digital. Hier werden die Automatiken der Lüfter auf dem Luftkühler und der Grafikkarte deaktiviert, sodass die Lüfter steht auf einer festen Drehzahl laufen und die Gehäuselüfter der einzige Unterschied sind.

Den Corsair iCue AF120 RGB Elite testen wir auch auf dem DeepCool AK400. So wird die Leistung auf regulären Luftkühlern getestet.

Test als Gehäuselüfter

  • Ordentliche Leistung
  • Kopf-an-Kopf-Rennen mit Noctua-Lüftern

Die Corsair iCue AF120 RGB Elite schlagen sich ordentlich, wenn man die Lüfter auf einheitlichen 1100 RPM drehen lässt. Hier sitzten sie leistungsmäßig ziemlich auf einer Stufe mit den nicht beleuchtet AF120 Elite und sitzen somit- wenn auch im Rahmen der Messtoleranz – knapp vor den Noctua NF-A12x25, abgesehen von der minimal höheren Lautstärke der AF120 RGB Elite. Anders sieht der Vergleich zwischen den Corsair AF140 Elite und den Noctua NF-A14 aus, wenn man diese bei einheitlichen 800 RPM betreibt. Wo die Leistung zugunsten der Noctua ausfällt, sind die Corsair AF140 Elite merklich leiser. Die Nicht-RGB-Version ist hier ein wenig kräftiger.

Corsair RGB Lüfter
Die Beleuchtung ist bei den AF-Lüftern auf die Lüfterblätter beschränkt. Der Rahmen ist unbeleuchtet.

Wenn man die Lüfter auf eine einheitliche geringe Lautstärke an der Hörbarkeitsgrenze einstellt, ändert sich das Verhältnis ein bisschen. Hier ziehen einige Lüfter leistungsmäßig vorbei. Bei den 140-mm-Lüftern kuscheln bei der Lautstärke die Corsair iCue AF140 RGB Elite im Bereich der Messtoleranz mit den be quiet! Silent Wings 3 High-Speed und den ENDORFY Fluctus 140 PWM ARGB. Geschlagen werden sie von den be quiet! Light Wings 140mm und diversen Arctic-Lüftern, wie den P14 und F14.

Wenn die Lautstärke unwichtig ist und man einfach die höchste Performance will, bleiben die Corsair iCue AF120 RGB Elite im Leistungsbereich der Noctua NF-P12 redux-Lüfter und liegen gleichauf mit der unbeleuchteten Version der AF120 Elite-Lüfter. Hier ziehen die Lüfter mit einer besonders hohen Drehzahl davon. Die Corsair iCue AF140 RGB Elite dagegen ziehen deutlich an der unbeleuchteten Version vorbei, was durch die höhere Drehzahl zustandekommt. Hier gibt es nur wenige Lüfter, die eine bessere Performance liegern.

Insgesamt sind die Corsair iCue AF RGB Elite-Lüfter als Gehäuselüfter gut, allerdings in diesem Bereich keine unschlagbaren Top-Performer.

Einsatz als Radiatorlüfter

  • Noch eine gute Leistung der Corsair iCue AF120 RGB Elite
  • Extrem starke Performance der Corsair iCue AF140 RGB Elite

Die Corsair iCue AF120 RGB Elite performen ganz akzeptabel auf Radiatoren. Bei einheitlichen 1100 RPM finden sie sich im mittleren Leistungsbereich und werden dabei von der unbeleuchteten Version bei einer sehr ähnlichen Lautstärke leistungsmäßig geschlagen. Insgesamt ist die Laustärke jedoch sehr annehmbar. Bei einer einheitlichen Lautstärke bleibt das so. Daher werden die Corsair iCue AF120 RGB Elite hauptsächlich von einigen Lüftern geschlagen, dabei auch von den günstigeren Corsair iCue SP120 RGB Elite. Auf Höchstleistung ziehen die Corsair iCue AF120 RGB Elite leistungsmäßig gleich mit der unbeleuchteten Version, benötigt hierfür allerdings eine höhere Drehzahl, was auch zu einer höheren Lautstärke führt.

Beleuchtete Lüfter
Die Performance auf dem Radiator ist bei beiden Modellen durchaus respektabel.

Die Corsair iCue AF140 RGB Elite lassen dagegen die Non-RGB-Version nicht so weit davon rennen und liegen bei einheitlichen 800 RPM nur minimal dahinter, wobei sie tatsächlich sogar etwas leiser arbeiten. Wenn man daher den Test bei der einheitlich geringen Lautstärke durchführt, ziehen die AF140 RGB-Lüfter sogar vorbei und gehören zu den absoluten Top-Performern, die sogar die ENDORFY Fluctus 140 PWM ARGB überholen. Wenn es um die Maximalleistung geht, wendet sich das Blatt knapp wieder und die RGB-Version zieht leistungsmäßig weitestgehend gleich mit den regulären Corsair AF140 Elite. Durch die höhere Drehzahl werden die RGB-Lüfter jedoch etwas lauter, wogegen die reguläre Version die Lautstärke bei höheren Drehzahlen etwas besser unter Kontrolle hat. Insgesamt liegen die Corsair iCue AF140 Elite Lüfter in diesem Test aber auch sehr weit vorne im Leistungsfeld.

Luftkühler-Performance der Corsair iCue AF120 RGB Elite

  • Gute Performance bei akzeptabler Lautstärke
  • Holt je nach Anwendungsfall leistungsmäßig zur Non-RGB-Version auf

Beim Corsair iCue AF Elite RGB Lüfter Test auf dem DeepCool AK400 Luftkühler ziehen im Test bei einheitlichen 1100 RPM einige Lüfter leistungsmäßig vorbei und auch die unbeleuchteten Corsair AF120 Elite sind, wie durch die vorigen Tests zu erwarten war, ein Stückchen stärker. Ein Unterschied bei der Lautstärke ist zwischen den beiden Versionen nicht festzustellen – sie sind beide kaum wahrnehmbar. Bei einer einheitlichen Lautstärke an der Hörbarkeitsgrenze holen die Corsair iCue AF 120 RGB Elite jedoch in den Bereich der Messtoleranz auf zur regulären Version der Lüfter. Damit sind beide Versionen der AF-Serie von Corsair leistungsmäßig besser auf dem Luftkühler als alle anderen zum Testzeitpunkt verfügbaren Corsair-Lüfter.

Corsair AF120 RGB Elite Lüfter
Durch die Standardmaße kann der Corsair AF120 RGB Elite problemlos auf den meisten 120-mm-Tower-Kühlern montiert werden – und sieht dabei von vorne und von hinten gut aus.

Im Hochleistungsbereich bleibt der Trend erhalten und die Corsair iCue AF120 RGB Elite ziehen sogar an den normalen AF120 Elite vorbei, was durch die hohe Drehzahl begünstigt wird. Die zusätzliche Performance geht zwar auf Kosten der Lautstärke, aber wenn die Leistung die Priorität hat, sind die RGB-Lüfter tatsächlich im Vorteil. Die Corsair iCue AF120 RGB Elite zeigen sich auf dem Towerkühler durchaus als leistungsstarke Lüfter, die im Alltagsbetrieb durchaus eine angenehme Lautstärke beibehalten. Und das auch mit der RGB-Beleuchtung und der durchaus ansehnlichen Rückseite, wenn man gleich zwei Lüfter montieren möchte.

Fazit

Insgesamt leidet die 120-mm-Version der Corsair iCue AF Elite RGB Lüfter im Test mehr unter der Integration der Beleuchtung als die 140-mm-Lüfter. Die größere Version der Lüfter behält die Leistung weitestgehend bei, sodass man im Alltag keinen nennenswerten Unterschied feststellt – außer der Beleuchtung im Gehäuse. Trotzdem bieten beide ein durchaus gutes Verhältnis aus Verarbeitung, Leistung und Lautstärke, was sie auf die bessere Seite der RGB-Lüfter bringt. Klar – die Version ohne RGB-Beleuchtung ist sowohl ein wenig leistungsstärker (realistisch gesehen ist der Unterschied zwar messbar, aber eigentlich nicht alltagsrelevant) als auch günstiger und mit der Beleuchtung ist man außerdem an das proprietäre iCue-System von Corsair gebunden. Wenn man damit einverstanden ist, sind beide Corsair iCue AF RGB Elite Lüfter aus diesem Test durchaus eine Empfehlung wert.

Corsair iCue AF Elite RGB Lüfter

Verarbeitung
Leistung
Lautstärke
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Die Corsair iCue AF RGB Elite sind stark und recht leise. Sie bleiben nicht allzu weit hinter der Leistung der unbeleuchteten Version zurück und bieten dafür eine ordentliche Beleuchtung im Corsair-System.

Simon Deobald

Schon zu Kindertagen, noch bevor ich wirklich lesen konnte, wusste ich unter DOS, was einzutippen ist, um "Die Siedler" zu starten. Wenige Jahrzehnte später beschäftige ich mich auch weit intensiver mit PCs und entsprechender Hardware, bin ansonsten als Feuerwehrmann, (Produkt-)Fotograf und Redakteur tätig, wie auch ein Gitarren-Nerd.

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