PC- & Konsolen-Peripherie

Sony Inzone H9 Test: Hervorragendes Wireless-Gaming-Headset mit ANC

Erst vor kurzem brachte Sony seine Inzone-Reihe an den Start, die sich vor allem an PC-Gamer richtet. Neben zwei Gaming-Monitoren findest du darin ganze drei verschiedene Headsets. Im Sony Inzone H9 Test haben wir uns das kabellose Top-Modell des Herstellers angeschaut, das über eine aktive Geräuschunterdrückung (ANC) verfügt, die direkt aus den legendären Over-Ear-Kopfhörern des Herstellers entstammt. Das Ergebnis ist in vielen Bereichen beeindruckend.

Technische Daten

Bauform Over-Ear
Treiber 40 mm (Kalotte)
Frequenzbereich (Kopfhörer) 5 – 20.000 Hz
Konnektivität Bluetooth 5.0, Kabellos (USB-Dongle)
Mikrofontyp bidirektional, mit Rauschunterdrückung; Circum-aural
Frequenzbereich (Mikrofon) 100 – 8.000 Hz
Reichweite (Wireless) Circa 10 Meter
Akkulaufzeit Bis zu 32 Stunden
Ladezeit 3 Stunden
Gewicht 330 g
Kompatibilität PC, Mac, PlayStation 4, PlayStation 5, Smartphone, Tablet
Besondere Funktionen Aktive Geräuschunterdrückung (ANC); Surround-Sound; Flip-to-Mute-Mikrofon
Preis € 289,99 *

Sony Inzone H9 Test: Der Lieferumfang

Das Gaming-Headset Sony Inzone H9 kommt in einem lila-farbenen Karton mit weißen Details daher. Optisch erinnert die gesamte Verpackung stark an die Peripheriegeräte von Hersteller NZXT, wie beispielsweise die mechanische Function-Tastatur (unser Test).

Doch wir interessieren uns ohnehin eher für das Innenleben, oder? Neben dem Kopfhörer selbst legt Sony dem Karton eine ganze Reihe an Anleitungen und Heftchen, sowie drei Aufkleber bei. Abgerundet wird das Ganze durch einen vergleichsweise großen, knapp 5 cm langen, USB-A-Dongle, sowie ein 150 cm langes USB-A- auf USB-C-Ladekabel.

Design und Verarbeitung

  • Edles, schlichtes Design im Stile der PS5
  • LED-Beleuchtung
  • Gut erreichbare Bedienelemente

Beim Design des Sony Inzone H9 hat sich der Hersteller offensichtlich von dem Look der PlayStation-5-Konsole inspirieren lassen. So setzt auch das Headset-Top-Modell auf eine matt-weiße Farbgebung samt schwarzer Details und erinnert auf den ersten Blick wie eine Mischung aus dem Pulse 3D-Headset und dem aktuellen ANC-Kopfhörer WH-1000XM5.

Das Kopfbügel-Design wurde jedenfalls weitestgehend aus dem XM5 übernommen. Rein optisch macht das Inzone H9 jedenfalls einiges her und sieht mit seinem Schwarz-Weiß-Mix minimalistisch und edel zugleich aus.

Was direkt auffällt sind die üppigen Polster der Ohrmuscheln, sowie des Kopfbandes. So werden die Ohren in ein rund zwei Zentimeter dickes Polster gebettet, während der Kopf an der dicksten Stelle (mittig) ebenfalls unter einem gleich großen Polster ruht. Das verspricht schon mal einen hohen Tragekomfort.

Die beiden Ohrmuscheln können vollständig nach innen angeklappt und etwas nach außen angewinkelt werden. Zudem sitzen sie in einer beweglichen Halterung, die eine Anwinkelung erlaubt.

Auffällig sind zudem die zahlreichen Bedienelemente. Beginnen wir mit der linken Seite. Hier findest du auf der Innenseite, hinter dem Ohr liegend, das schwarze Lautstärke-Drehrad. Darauf folgt der „NC/AMB“-Button, mit dem du zwischen aktiver Geräuschunterdrückung, Transparenzmodus und dem normalen Klang wechselst.

An der Unterseite sitzt der USB-C-Port zum Aufladen samt Status-LED, während du an der Außenseite den Mikrofonarm findest. Rechts hingegen sitzt innen der „Game/Chat“-Knopf, mit dem du die Balance zwischen beiden Spektren hin- und herbewegst. Darauf folgen der Bluetooth-Pairing-Knopf und der Ein- und Ausschalter. Alles gut durchdacht und problemlos erreichbar.

Durch den Netzstoff in den Ohrmuscheln sind die Treiber gut zu erkennen. Weiteres optisches Detail sind die geriffelten Flächen an den Außenseiten, die allerdings nicht nur der Optik dienen. Diese sollen, laut Sony, die Basswiedergabe steuern und verbessern.

Wie gut ist die Verarbeitung des Sony Inzone H9?

  • Fast vollständig aus Plastik gefertigt
  • Relativ wackelig
  • Anfällig für Fingerabdrücke und Fettflecken

Kritik einstecken muss Sony allerdings hinsichtlich der Verarbeitung, denn bei der Haptik gibt es Luft nach oben. Für einen Preis von knapp 300 Euro fühlt sich das High-End-Headset nicht so wertig an, wie ich es von vielen Konkurrenten in diesem Bereich gewohnt bin.

Das liegt vor allem daran, dass das H9 vorwiegend aus Plastik gefertigt ist. Inklusive des Kopfbügels. Daher fühlt sich alles nicht ganz so robust an, wie beispielsweise ein Razer Barracuda Pro (unser Test) oder EPOS H3PRO Hybrid (unser Test). Beim Sony ist alles ein wenig wackeliger, wirkt weniger robust und langlebig.

Sony Inzone H9
Das Inzone H9 ist fast vollständig aus Plastik gefertigt. Wirklich robust oder hochwertig wirkt das nicht.

Das ist natürlich aber ein rein subjektiver Eindruck, der sich nach dem kurzen Sony Inzone H9 Test noch nicht bestätigen lässt. Ansonsten passt die Verarbeitungsqualität allerdings. Auch der Kunstlederbezug, der beim H9 das Nylon der günstigeren Brüder H7 und H3 ersetzt, ist nicht frei von Tadel und zieht Fingerabdrücke und Fettflecken magisch an.

Wie gut ist der Tragekomfort?

  • Sehr guter Tragekomfort

Beim Tragekomfort liefert das Headset aber wieder eine bessere Leistung ab. Hier spielt natürlich auch die Materialwahl mit rein, dank der das Inzone H9 nur rund 330 Gramm auf die Waage bringt. Ein guter Mittelwert.

Besonders dank der weichen und vergleichsweise großen (6,5 cm in der Höhe, 4 cm in der Breite) Ohrmuscheln samt großzügiger Polster ruht das Gaming-Headset auch über mehrere Stunden hinweg angenehm auf dem Kopf, ohne dabei zu drücken.

Praxistest und Handhabung

  • Duale Verbindung: 2,4 GHz und Bluetooth gleichzeitig
  • Mikrofon nicht abnehmbar
  • An Xbox- und Nintendo-Konsolen nicht verwendbar

In der Praxis wartet das Sony Inzone H9 mit einigen spannenden Funktionen auf. Da wäre beispielsweise die duale Konnektivität zu nennen, denn wie viele andere Gaming-Headsets findet der Kopfhörer wahlweise via USB-Dongle im 2,4-GHz-Funkband und Bluetooth 5.0 Verbindung.

Doch anders als bei vielen Kollegen, ist hier auch eine duale Verbindung möglich. Was das bedeutet? Das Headset lässt sich gleichzeitig mit PC oder Notebook bzw. PlayStation 5 (der Dongle verfügt dazu über einen dedizierten Switch) UND mit dem Smartphone per Bluetooth verbinden.

Sony Inzone H9

Das Ergebnis ist die gleichzeitige Nutzung beider Quellen – also beispielsweise Telefonate über das Smartphone und Musik über den PC. Die Verbindung in beiden Modi klappt tadellos und schnell. Mit dem Game/Chat-Schalter kannst du zudem schnell die Lautstärke hin zu Spiel- oder Mediensound oder Chat regulieren, was sich als durchaus praktisch erweist.

Einen Punktabzug gibt es in der B-Note allerdings dafür, dass sich – anders als bei der bereits genannten Konkurrenz – der Mikrofonarm nicht abnehmen lässt. Als ANC-Kopfhörer für unterwegs oder zuhause eignet sich das H9 damit nur bedingt und weniger als beispielsweise das EPOS H3 PRO, dessen Mikrofon sich abnehmen und die Öffnung abdecken lässt.

Gut gefällt mir hingegen die Bedienung. Sämtliche Knöpfe sind sinnvoll und logisch platziert und dadurch auch im laufenden Spiel sehr gut zu erreichen. Haptisch könnte das Feedback der Kunststoff-Bedienelemente gerne noch etwas taktiler auf meine Eingaben reagieren.

Sony Inzone H9
Die LED-Beleuchtung ist sehr dezent und pulsiert abwechselnd blau und weiß.

Zusätzlich reagiert das Headset aber mit verschiedenen Piep-Geräuschen auf Eingaben, die beispielsweise das Erreichen der Maximallautstärke oder den Wechsel vom ANC- in den Transparenzmodus aufzeigen.

Ärgerlich ist allerdings, dass das Headset auf Xbox- und Nintendo-Konsolen schlicht seinen Dienst verweigert. Während es an PlayStation-Konsolen problemlos erkannt wird und arbeitet, wird es bei Geräten der Konkurrenz schlicht nicht erkannt, selbst in Windows-Modus am Dongle oder via Bluetooth.

Reichweite, Akkulaufzeit und Ladezeit

  • Gute Bluetooth-Reichweite (12m), enttäuschend per Dongle (weniger als 6m)
  • Maximal 32 Std. Laufzeit
  • Keine Akkustandsanzeige oder -information

Sony spricht von einer effektiven Reichweite von 10 Metern im Bluetooth-Betrieb. Diese konnten wir im Indoor-Test noch einmal um rund zwei Meter übertreffen. Nicht ganz so gut sieht es im 2,4-GHz-Modus aus, denn hier kommt es bereits nach rund sechs Metern zu unschönen Soundaussetzern.

Die Akkulaufzeit geht mit rund 32 Stunden (ohne ANC) in Ordnung, liegt aber nicht auf weltbewegend gutem Niveau. Hier bieten die meisten anderen, selbst günstigeren Headsets, mehr. Dafür geht das Aufladen relativ schnell vonstatten. 10 Minuten am Strom reichen für eine Stunde Wiedergabe aus, insgesamt nimmt ein Ladevorgang rund drei Stunden Zeit in Anspruch.

Inzone H9 Detail

Schade finde ich, dass das Headset keinerlei Anzeige oder akustisches Signal bietet, wenn der Akku zu Neige geht. Eine Akkustandsanzeige findet sich lediglich in der Begleit-Software. Praktisch ist wiederum, dass du das H9 beim Aufladen ganz bequem weiterbenutzen kannst.

Aufnahme- und Wiedergabequalität

  • Exzellenter, dynamischer Klang über alle Frequenzen
  • Sehr gut für Gaming, Musik und Medien geeignet

Doch kommen wir zum Sound. Wie gut klingt das Sony Inzone H9? Zunächst einmal die Basics: Sony verbaut 40 mm große, eigens entwickelte Treiber. Diese bilden einen vergleichsweise großen Frequenzbereich von 5 Hz bis 20.000 Hz ab, was bereits darauf deuten lässt, dass du dich hier auf satte Bässe freuen darfst.

Und so kommt es dann auch. Das Sony Inzone H9 klingt schlicht und ergreifend hervorragend. Und beeindruckend. Schon ohne Feintuning punktet das Headset mit wuchtigen, sowie präzisen Tieftönen. Allerdings hat man auch merklich seine Expertise aus dem Kopfhörer-Segment einfließen lassen, denn selbst die Mitten und Höhen stehen den Bässen in nichts nach.

Sony Inzone H9
Die 40-mm-Treiber realisieren einen herausragenden Klang.

Damit eignet sich das H9 auch sehr gut für Podcasts und Hörbücher, aber auch Musik verschiedenster Genres. Selbst auf maximaler Lautstärke realisiert das Gaming-Headset einen klaren Klang, der ganz ohne überspitze Mitten oder unangenehm scharfe Höhen daherkommt.

Wenn ich das H9 klanglich mit den Sony-Over-Ear-Kopfhörern vergleichen müsste, würde ich sagen es siedelt sich irgendwo zwischen dem WH-1000XM4 (unser Test) und dem XM5 an – was für ein Gaming-Headset schon eine absolute Ansage ist. Definitiv eines der am besten klingenden kabellosen Gaming-Headsets auf dem Markt.

Die maximale Lautstärke könnte allerdings im 2,4-GHz-Modus etwas lauter ausfallen. Hier werden andere Konkurrenten deutlich lauter. Zudem gibt es deutlich hörbare Unterschiede zwischen 2,4-GHz und Bluetooth. Nicht hinsichtlich der Klangqualität, aber bei der Lautstärke und dem Klangbild.

Sony Inzone H9 Klang Bluetooth
Via Bluetooth ändert sich das Klangbild. Mehr Druck, sattere Bässe und ein geschlosseneres Klangbild.

Im Bluetooth-Betrieb klingt das Headset satter, in den Bässen wuchtiger und nicht ganz so offen in den Höhen. Gleichzeitig wird es deutlich lauter, was das Musikhören via Bluetooth deutlich gefälliger klingen lässt als via PC bzw. Dongle.

Wie steht es mit dem Surround-Sound?

  • Sehr gute Räumlichkeit am PC (360° Reality Audi)
  • Herausragende Räumlichkeit an PS5 (Sony Tempest 3D)

Sehr gut gefällt mir darüber hinaus die Räumlichkeit des Klangs, der in den Höhen schön offen daherkommt (zumindest für ein geschlossenes Design). Das Klangbild kannst du dann aber noch einmal durch einen virtuellen Surround-Klang erweitern. Auf dem PC kommt dafür Sonys 360-Grad-Reality-Audio zum Einsatz, das wir beispielsweise bereits aus den Linkbuds S (unser Test) kennen.

Hierzu musst du mithilfe der Smartphone-App 360 Spatial Sound Personalizer Fotos deiner Ohren anfertigen und hochladen. Das resultiert in einem nochmals räumlicheren Klangbild, allerdings gehen dafür in den Mitten ein paar Details flöten.

Noch besser sieht es auf der PlayStation 5 aus, die Sonys Tempest 3D-Soundengine für den Surround-Klang nutzt und ein noch immersiveres Erlebnis liefert. Hier wirkt das räumliche Klangbild noch detaillierter und erlaubt eine positionsgenaue Ortung selbst kleinster Details. Absolut beeindruckend.

ANC und Transparenzmodus

  • Bislang bestes ANC in einem Gaming-Headset
  • Klarer, realitätsnaher Transparenzmodus
  • Seltene Störgeräusche durch Luft (Transparenzmodus)

Dass Sony im Kopfhörer-Segment als Marktführer bei der aktiven Geräuschunterdrückung gilt, zeigt sich auch beim Gaming-Headset Inzone H9. Dabei arbeitet das ANC zwar nicht ganz so effektiv wie das der XM4- und XM5-Modelle, sonderlich weit dahinter rangiert es jedoch nicht.

Bei vollständig leiser Umgebung ist zwar ein leichtes Grundrauschen wahrnehmbar, davon merkst du aber Beim Gaming oder Musikhören oder Medienkonsum nichts mehr. Dafür arbeitet das ANC sehr effektiv dabei, sämtliche Frequenzen gekonnt auszublenden.

Das gilt nicht nur für gleichförmige Geräusche die Lüfter oder ähnliches. Selbst Gespräche meiner Frau mit unserem Sohn oder der TV-Ton im Home-Office wird hervorragend ausblendet und auf ein absolutes Mindestmaß reduziert. Es ist schlicht das beste ANC, das ich bisher in einem Gaming-Headset gehört habe.

Sony Inzone H9
Man merkt die Expertise von Sony in Sachen ANC deutlich.

Natürlich gibt es auch das passende Pendant in Form eines Transparenzmodus, der eben beispielsweise Stimmen deutlich hervorhebt und verstärkt hindurch lässt. Wenn du am PC bist, kannst du zudem mithilfe der Software die Menge an Umgebungsgeräuschen mithilfe eines Schiebereglers feinjustieren und den „Fokus auf Stimme“ aktivieren. Auch hier überzeugt das H9 mit klaren Details und einem realitätsnahen Klang.

Manchmal nehmen die außenliegenden Mikrofone im Transparenzmodus allerdings die Bewegungen in der Luft auf. Und das, obwohl der Mikrofonarm hochgeklappt und das Mic damit stummgeschaltet ist. Das klingt dann in etwa so, wie wenn jemand immer wieder kurz ins Mikro atmen würde. Das kommt allerdings nur selten vor und – meinen Erfahrungen nach – nur dann, wenn du den PC gerade hochgefahren und das Headset angeschaltet hast. Stört auch nicht weiter und verschwindet schnell wieder.

Wie gut ist das Mikrofon des Sony Inzone H9?

  • Flip-to-Mute-Funktion
  • Klang wenig dynamisch und detailliert
  • Gute Lautstärke

Das Mikrofon wird automatisch aktiviert, sobald du den Arm des Sony Inzone H9 herunterklappst. Ein angenehmes „Knack“-Geräusch symbolisiert dabei dann die Bereitschaft. Innerhalb der Software kannst du zudem eine automatische Stimmverstärkung einschalten und die Menge an Sidetone regeln. Je höher der Wert, desto stärker hörst du dich selbst beim Reden.

Sony Inzone H9

Grundsätzlich geht die gebotene Qualität absolut in Ordnung, wenngleich ich in Anbetracht des hohen Preises und hervorragenden Klangs hier deutlich mehr erwartet hätte. Die Stimmübertragung erfolgt nicht so klar und dynamisch, wie wir es von anderen Vertretern gewohnt sind.

Was ich allerdings nicht bestätigen kann, ist die niedrige maximale Lautstärke, die man anderer Sony Inzone H9 Test bemängelt. Ich finde die Lautstärke absolut ausreichend, was mir im Test meine Gesprächspartner auch bestätigt haben.

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Software-Anbindung: INZONE Hub

  • Übersichtliche Software
  • Begrenzte Einstellungsmöglichkeiten

Als Begleit-Software kommt der neue Sony INZONE Hub zum Einsatz, der optisch die lila-farbene Verpackung aufgreift. Auf der Hauptseite, im Bereich der Soundeinstellungen, informiert die Software über alle wichtigen Details.

Hier kannst du verschiedene Equalizer-Presets auswählen oder den Klang in einem 10-Band-EQ individualisieren. Außerdem hast du hier die Möglichkeit, den Raumklang überhaupt erst zu aktivieren, sowie unter der „Dynamikbereichskontrolle“ verschiedene Lautstärken einzelner Frequenzen anzupassen.

Zudem wechselst du hier zwischen ANC, Transparenzmodus oder dem normalen Klang und kannst die Menge der hindurchkommenden Umgebungsgeräusche feinjustieren, sowie den Fokus auf die Stimme legen.

Zusätzlich zu den Reglern am Headset kannst du hier zudem die Gesamtlautstärke einstellen und die Spiel/Chat-Balance regeln, sowie die Mikrofonlautstärke samt Verstärkung und Sidetone anpassen. In den Geräteinstellungen legst du eine automatische Abschaltung der LED-Beleuchtung fest und bestimmst, welche Modi für den NC/AMB-Knopf zur Verfügung stehen, sowie, welcher Modus beim Anschalten eingestellt werden soll.

Die Software ist übersichtlich gestaltet, hinsichtlich ihres Funktionsumfangs aber stark beschränkt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch keine Funktionen, die ich irgendwie vermissen würde. Allerdings sei erwähnt, dass die Einstellungen nur dann greifen, wenn du das H9 per USB-Dongle an PC oder Notebook nutzt. Auf den Bluetooth-Betrieb oder den Klang an der PlayStation 5 haben die Einstellungen keinerlei Auswirkungen.

Sony Inzone H9 Test: Fazit

Mit seinem Gaming-Headset-Debüt im PC-Segment macht der Hersteller, zumindest beim Top-Modell Sony Inzone H9, eine ganze Menge richtig. So bietet das kabellose Geräte eine herausragende Klangqualität, eine hervorragende aktive Geräuschunterdrückung und einen wirklich hohen Tragekomfort.

Das Design lehnt sich stark an die PlayStation-5-Konsole an und wirkt gleichermaßen schlicht wie schick. Allerdings halte ich die gebotene Verarbeitungsqualität für den hohen Preis für zu wenig. Für rund 300 Euro erwarte ich schon deutlich mehr als nur recht wackeliges Plastik.

Auch das Mikrofon und die Akkulaufzeit können nicht vollends überzeugen. Wirklich schwach finde ich jedoch, dass sich das Headset an Konsolen der Konkurrenz gar nicht erst nutzen lässt. Dafür punktet das H9 aber auf der anderen Seite wieder mit seiner dualen Verbindung und einem überzeugenden virtuellen Surround-Klang.

Alles in allem bietet das Sony Inzone H9 einen spitzenmäßigen Klang, das beste ANC in einem Gaming-Headset und einen wirklich hohen Tragekomfort zu einem aktuell in Anbetracht der Verarbeitung und des Mikrofons etwas zu hohen Preis.

Sony Inzone H9 Test: Silver Award

Sony Inzone H9

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Aufnahmequalität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

89/100

Das neue Sony Inzone H9 überzeugt vor allem klanglich, als auch beim ANC und Tragekomfort auf ganzer Linie. Punktabzug gibt es bei der etwas "billigen" Verarbeitung, der Akkulaufzeit und dem nur durchschnittlichen Mikrofon.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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