Hardware Tutorials

Basic Tutorials Ratgeber: So findest du die perfekte Gaming-Maus!

Was ist die beste Maus?

… werden sich sicherlich viele fragen. Die Frage nach d e r Maus kann aber nicht allgemeingültig beantwortet werden. Eine Bestenliste á la Chip ist daher unsinnig. Die Anforderungen an die Gaming-Maus unterscheiden sich von Spiel zu Spiel und von Mensch zu Mensch. Sicher ist jedoch, dass Zocker bei beinahe jedem Spiel ein gutes Eingabegerät benötigen. Auf dem Markt sind viele günstige Modelle verfügbar, die eine akzeptable Qualität liefern und für die meisten Spiele absolut ausreichen. In einigen Bereichen herrschen jedoch deutlich höhere Anforderungen – in einem solchen Fall lohnt sich ein genauer Vergleich der zur Verfügung stehenden Mäuse.

Prinzipiell ist davon abzuraten, die Wahl der Maus vom Hersteller oder vom Preis abhängig zu machen. Auch wenn viele Hersteller eine Art Produktzwang aufbauen, indem beispielsweise Tastatur und Maus besser im Paket miteinander kommunizieren sollen, sollte man sich hiervon nicht beeindrucken lassen. Ein Blick auf die Konkurrenz lohnt sich fast immer, denn nicht ein Hersteller ist in jedem Segment der Beste. Viel mehr gilt es, die objektiven Qualitäten zu betrachten.

Die Ergonomie der Maus und die verschiedenen Griffarten

In den letzten Jahren rückt die Ergonomie der klassischen Büroeinrichtung immer mehr in den Fokus der Nutzer. Auch Mäuse sollten ergonomisch sein, wenn gesundheitliche Nachteile durch die häufige Benutzung vermieden werden sollen. Eine herkömmliche Maus kann diese Ansprüche nicht erfüllen – das Handgelenk ist bei der Benutzung zu stark geknickt. Durch die „falsche“ Haltung der Maus kann ein Schmerzsyndrom entstehen, das prinzipiell den gesamten Bereich vom Handgelenk bis zur Schulter betreffen kann.

Bei der Auswahl der Gaming-Maus sollte folglich auf Ergonomie geachtet werden. Ergonomische Mäuse provozieren meistens eine leichte Drehung des Unterarms. Durch diese wird eine gesundheitlich bessere Haltung erreicht.

Die häufigsten „Mausgriffe“ werden als Palm-Grip (Palmgriff), Claw-Grip (Greifgriff) und Fingertip-Grip (Fingerspitzengriff) bezeichnet. Beim Palm-Grip liegt die gesamte Hand auf der Maus auf und umschließt diese. Diese Griffart wird am häufigsten verwendet, da jede Maus auf diese Art und Weise komfortabel gesteuert werden kann. Eine per Palm-Grip umfasste Maus sollte nach Möglichkeit groß und asymmetrisch sein. Der Claw-Grip hingegen sollte vermieden werden. Der einzige Unterschied zum Palm-Grip besteht darin, dass lediglich die Finger auf den Tasten aufliegen und die Maus seitlich umschlossen wird. Da das Gerät fast ausschließlich aus dem Handgelenk heraus bedient wird, ist von dieser Griff-Art abzuraten. Beim Fingertip-Grip wird die Maus nur durch die Finger berührt. So ist eine sehr präzise Steuerung der Maus möglich.

Ergonomische Mäuse, die eine gesundheitlich unbedenkliche Nutzung garantieren, muten zunächst recht seltsam an. So werden unter anderem „Vertikalmäuse“ angeboten. Die Geräte sind größer und unförmiger als herkömmliche Mäuse. Die Tasten liegen nicht oben auf, sondern seitlich. Für Gaming sind sie aber ungeeignet.

Vorherige Seite 1 2 3 4 5 6 7 8Nächste Seite
Tags

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

Ähnliche Beiträge

4 Kommentare

  1. Tachchen,

    bin über diesen Artikel zu Mäusen gestolpert und möchte für die Empfehlungen der Seite acht einige Verbesserungsvorschläge einbringen:

    [Man möge es mir vergeben, dass ich hier über Mäuse fasele, die auf Eurer Website schon getestet wurden, das habe ich erst bedacht, als ich schon Wörter produziert hatte.]

    1.) Wenn die Rival 110 schon für den kleinen Münzsack empfohlen wird, dann ist die Rival 100 dort ganz unnötig, da schlechter und teurer (zum Zeitpunkt meines Kommentars). Die Rival 110 hat einen PMW-3325 sensor, die Rival 100 einen ADNS-3059. Letzterer stammt ungefähr aus der Generation der ersten Steelseries Sensei und Xai und ist damit reichlich angestaubt.

    2.) In die Kategorie bis 50€ muss auf jeden Fall noch die Logitech G203 bzw. 102. Selbe Technik, nur in anderen Teilen der Welt vermarktet. Dieses Teil kann niemand überbieten, was Preis zu Leistung angeht: Super Sensor (heißt „Mercury“), klasse Schalter und Scrollrad, super Mausfüße, biegsames Kabel, Gewicht um die 85g, schniekes RGB, onboard memory etc. p.p.

    3.) Auch in die Kategorie bis 50€ gehört die Roccat Kone Pure SE bzw. SEL (neuerdings hat Roccat den Namen angepasst, AFAIK). Dies ist eine günstigere Version der Kone Pure Owl Eye (kurz „KPOE“) mit einem PMW-3325 statt einem 3361. Beide Sensoren lassen eigentlich keine Wünsche offen. Die KPOE sollte zudem in der Kategorie bis 100€ landen, falls jemand ganz auf Nummer sicher gehen will.

    4.) Die Corsair Glaive kann man nach der CES 2019 eigentlich durch die Corsair Ironclaw und/oder M65 RGB Elite ersetzen. Beide sind fast 30g leichter als die Glaive und damit ermüdungsfreier in der Benutzung. Ansonsten technisch auf vergleichbarem Niveau.

    5.) Auch in die Listung sollten die Rival 310 und Sensei 310 aufgenommen werden. Sehr solide Ausstattung für den Preis und beide ziemlich groß und ziemlich leicht zugleich.

    6.) Zu den besten kabellosen Mäusen sollten die G305, G603, G900/903 und die G Pro Wireless (GPW) von Logitech hinzustoßen. Die GPW ist mit rund 80g die wohl leichteste kabellose Maus, die es bisher gibt. Die anderen Modelle decken verschiedene Größen und Formen ab, sind aber durch die Bank mit den besten Sensoren (3366 oder Logitech HERO) bestückt. Die G403, das verkabelte Gegenstück zur G603 sollte des Weiteren auch in der Liste landen.

    7.) Die Roccat Kone Aimo ist ein etwas korpulenterer Kandidat für die Kategorie bis 100€. Zeichnet sich neben 3361 Sensor durch spezielle Daumentasten-Anordnung aus.

    8.) Zudem könnte man noch die LM 50 und LM 60 von Lioncast auf die Liste setzen. Letztere kann man zwar schon kaufen, auf der Website von Lioncast findet sie sich aber augenscheinlich noch nicht.

    9.) Die GXT 144 Rexx von Trust könnte man als bisher einzige mir bekannte vertikale Spielemaus auch auflisten. Hat einen 3325, wenn ich nicht irre, was zum Zöckeln reicht.

    10.) Die MM520 und MM531 von Coolermaster sind ebenfalls technisch solide Produkte mit 3360ern im Inneren. Die MM520 ist zudem extrem breit und kurz geraten, was für Fingerspitzenbediener und Besitzer von Bärentatzen besonders wohltuend ist. Die MM531 ist von der Form her eine klasse Alternative zur Razer Deathadder, die viele Leute kennen.

    Das bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt: Mäuse von Razer sollten in meinen Augen immer mit einer großen, neonbeleucheteten Warnung angepriesen werden: „Erfordert Synapse!“ Dieses lästige Stück Software erfordert nicht nur dauerhafte Internetverbindung, um angepasste DPI usw. überhaupt benutzen zu können, es ist auch gefährlich nahe an einem Keylogger. Immer wieder lese ich auch Berichte über Nutzer, denen der schlechte Code von Synapse Spiele zum Absturz brachte. Auch, dass sich Synapse mitten im Spiel verabschiedet, sodass man nur die von Werk eingestellten DPI und keine Macros usw. nutzen kann.

    Dementsprechend empfehle ich Razer-Produkte generell nicht oder warne zumindest, wo nicht lauthals gewarnt wird.

    Somit enden meine Verbesserungsvorschläge. Einen schönen Tag noch.

    1. Hi Gustav,

      danke zunächst für deinen ausführlichen Kommentar!

      Du hast natürlich recht, dass die Liste unserer Empfehlungen ein Update vertragen kann, da in den letzten Wochen einige neue Modelle vorgestellt wurden. Wir sind da auch schon dran. Daher gehe ich jetzt nicht deine ganzen Vorschläge ein, sondern lasse davon lieber etwas in unser Update einfließen. Dass die Corsair Glaive RGB beispielsweise ersetzt wird, ist klar. All dein Feedback wird allerdings nicht einfließen, da wir die Auswahl nicht zu unübersichtlich gestalten möchten. Daher wird diese vermutlich sogar gekürzt im Vergleich zum jetzigen Zustand. Dafür gibt es dann noch ein wenig mehr Informationen zu den einzelnen Mäusen.

      Bei deinem letzten Punkt mit Razer muss ich dir aber widersprechen. Nach der Einrichtung kann man Razer Synapse inzwischen auch deinstallieren, da die Produkte seit 1 oder 2 Jahren auch mehrere Profile im On-Board-Speicher hinterlegen können. Ich persönlich hatte übrigens noch keine wirklichen Probleme mit der Software. Aber ich kenne auch einige, die welche hatten. Das trifft aber bei nahezu jedem Peripherie-Hersteller auf. Da muss nur ein alter Treiber querschießen.

      Beste Grüße,
      Simon

  2. Macht nicht den gleichen Fehler wie ich. Meine neue Maus kann alle Gimmicks und ich bin damit total unglücklich.
    Sie ist viel zu flach! Komm damit nicht klar.
    Deshalb rate ich Euch: Gimmick hin oder her, legt selber Hand an den neuen Nager bevor Ihr Eure Schatulle öffnet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to top button